Der Wecker klingelt 7:30 Uhr für das WM Spiel Schweiz gegen Argentinien.
Anschließend verbringen wir den Vormittag faul im Bett. Nachmittags same procedure as every Sunday: Putzen, Gärtnern, Kochen, Büroarbeiten,…
Das Pürieren im indischen Mixer geht leider schief, die Brokkoli-Suppe können wir jetzt von den Wänden löffeln…
Die Suppe hat sich bis in den letzten Ritz verteiltVerbrennungen inklusive
Montag:
Cliff bleibt heute zu Hause, weil er abends die Nachtschicht als Night-Duty-Officer antritt. Aufgrund der aktuell angespannten Situation, müssen die Mitarbeiter im Wechsel Nachtschicht machen, um sicherzustellen, dass auch nachts alles ordnungsgemäß produziert wird. Isi ist von der Regelung ausgeschlossen, weil sie als Frau aus gesetzlichen Gründen nach 22 Uhr nicht arbeiten darf, ohne dass die Firma zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen trifft.
Schlangensichtung auf dem Werksgelände – zum Glück ein ungefährliches ExemplarEiner arbeitet – 5 gucken zu 🙂 (ein Phänomen, was man nicht nur aus Indien kennt)Nachtversorgung – geschmacklich wie immer deutlich besser als die Optik vermuten lässt
Dienstag:
Keine besonderen Vorkommnisse.
Mittwoch:
Der Monsun ist noch nicht so recht in Schwung gekommen. Seit dem letzten Starkregen vergangenen Montag regnet es heute am frühen Abend zum ersten Mal wieder sehr stark.
Das erste Mal „kalt“ genug (28 Grad), um statt der Klimaanlage abends einfach das Fenster zu öffnen und die frische Luft zu genießen. Irgendwann drückt die Luftfeuchtigkeit aber unangenehm stark in die Wohnung, daher müssen wir zum Schlafen leider wieder auf Klima umsteigen.
Donnerstag:
Mal wieder ein kleiner Wasserschaden
Abends testen wir einen neuen Dosa Spot – unser bisheriger Favorit!
Mrs. Kitchen – von außen Bescheiden, aber es kommt ja bekanntlich auf die inneren Werte an 🙂Cliff‘s Vorfreude ist nicht zu übersehen
Zu Hause angekommen, erhält Isi ihren ersten indischen Steuererbescheid: knapp 4 € Rückzahlung sind fällig – Frechheit!
Nachdem spät am Abend die liegengebliebene Arbeit erledigt ist, die wir über den Tag nicht geschafft haben, gönnen wir uns als Absacker noch einen kleinen Schuss indischen Rums
Freitag:
Sir Odlot ist zurück und hat seine Familie mitgebracht.
Kleiner Frechdachs – anstatt sich über unsere mitgebrachten Kekse zu freuen, frisst er lieber die Riesen-Ameisen vom Boden, die ihn mit ihrer Säure piesacken. Wir sind uns nicht mehr so sicher, ob wir ihm einen Gefallen tun würden, wenn wir ihn bei uns aufnehmen.Isi im siebten Hunde-Himmel Unterwegs die üblichen Unterbringungen der mittellosen indischen Bevölkerung – irgendwann ist man nicht mehr so schockiert darüber, Gewohnheit wird es aber nie
Auf dem Heimweg von der Arbeit sehen wir die vorläufige Höchstzahl an Personen auf einem Moped: 5!
Die Kleinste sitzt seitlich auf dem Schoß ihrer MamaDie Kleinste ist glücklicherweise (?) immer noch auf dem Moped, aus dieser Perspektive sieht man sie nur nicht
Abends geht es nach der Arbeit zu einem Mahindra-Händler, um uns unser neues Auto auszusuchen. Wir haben uns noch nicht final entschieden, aktuell schwanken wir zwischen einem Mahindra und einem Kia.
Für Basic Abenteurer – BoleroFür fortgeschrittene Abenteurer – TharFür die Weichgespülten – Scorpio N
Unser Favoritenmodell haben wir leider vergessen zu fotografieren. 🤔 Es kommt aber dem Scorpio N relativ nah, nur ein wenig kleiner.
Samstag:
Heute geht es morgens wieder an die Arbeit. Die Samstage an der Arbeit sind immer unglaublich produktiv, weil es kaum Ablenkung durch die üblichen Meeting-Marathons gibt. Es reicht sogar für eine kurze Kaffeepause mit Aussicht, ein seltener Moment in den letzten Wochen.
Cliff kann heute in Ruhe seine Versuche mit Prototypen-Werkzeugteilen durchführen, die er über Nacht zu Hause gedruckt hat. Er ist soweit zufrieden mit dem Outcome der heutigen Versuche.
Nach der Arbeit besuchen wir einen Kia-Händler, um unsere Favoritenmodelle zu vergleichen. Fotos haben wir mal wieder vergessen. Unser Kia-Wunschmodell – den Kia Seltos – haben wir allerdings bereits in einem früheren Blog-Beitrag vorgestellt. Nachdem uns der Vergleichsbesuch noch mehr verwirrt, gehen wir im Anschluss erneut zum gestrigen Mahindra Händler. Am Ende ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wir haben allerdings beide eine leichte Tendenz zum Mahindra.
Eine seltene Situation – da wir es ausnahmsweise mit einer Verkäuferin zu tun haben, regeln die Ladies heute das Business (Cliff wird weitestgehend von der Verkäuferin ignoriert – welcome to Isi’s world)
Da Autos gucken hungrig macht, gehen wir im Anschluss zu einem neuen Dosa Spot, der nicht enttäuscht. Heute gibt es zusätzlich zu den Dosas noch Idli, ebenfalls eine südindische Spezialität, die aus dem gleichen Teig wie Dosa besteht (fermentiert aus Bohnen und Reis), im Gegensatz zu Dosa aber gedämpft und nicht gebraten wird.
Im Anschluss geht es per TukTuk nach Hause und es folgt ein gemütlicher Abend mit Brot backen, Sachen des täglichen Bedarfs bestellen und Autovideos (Kia vs. Mahindra 🙂) auf YouTube gucken.
Wenigstens wird das Sportzimmer von unserem Sauerteig genutzt (weil es hier schön warm ist) – wir sollten uns ein Beispiel an ihm nehmen. Naja, vielleicht nächste Woche. 😇
Heute versuchen wir uns außerdem erneut an selbst gemachtem Mozzarella, nachdem der erste Anlauf vergangenes Wochenende in Hüttenkäse endete.
Der erste Step gelingt schonmal besser – Dank neu erworbenem Thermometer (der Freestyle-Anlauf vergangene Woche war wohl doch etwas zu optimistisch)Fragwürdige Konsistenz, die eher an Feta statt an Mozzarella erinnert, ein bisschen stolz sind wir trotzdemErwärmt schmilzt er sogar und wird überraschend cremig
Die Gärtnerei wird ausgeweitet – Anschaffung eines neuen Kräutergartens.
Minze bestelltLeere Tüte bekommenChilisDie importierten Tomatensamen entwickeln sich prächtig Die erste Tomatencharge entwickelt die ersten BlütenBasilikum
Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit versperrt uns die Sicht nach draußen.
Die Tauben-Teenies werden immer aktiver, bald werden sie uns wohl verlassen
Montag:
Heute treffen wir beim Warten auf unser Taxi auf ein sehr vielversprechendes Vierbeiner-Exemplar, wir taufen ihn Sir Odlot (Toldo rückwärts🙂). Er ist noch etwas scheu, aber sehr freundlich und interessiert an uns.
Street ArtFeierabend-Kokosnuss
Heute läutet der erste Starkregen den offiziellen Start in den Monsun ein.
Dienstag – Freitag:
Isi plagt ein Infekt mit quälendem Husten und eine Blasenentzündung, deshalb arbeitet sie den Rest der Woche von zu Hause. Cliff geht fleißig an die Arbeit. Als Isi am Donnerstag ebenfalls wieder arbeiten gehen möchte, lässt Cliff sie in der Wohnung stehen und erteilt ihr Hausarrest für den Rest der Woche, um vollständig zu genesen. Isi ist nicht begeistert, beugt sich aber widerwillig den Anweisungen ihres Ehegatten.
Unsere Anlage hat inzwischen ein „Dach“ als RegenschutzWerkzeug ist paradoxerweise ein rares Gut bei Hilti in Indien: es gibt genau einen Schraubenzieher für 6 Anlagen
Am Mittwochmorgen klingelt der Wecker um 1:30, da Cliff das Achtelfinale der Schweiz gegen Kolumbien gucken will. Isi will eigentlich mitgucken, ist aber zu müde und bleibt liegen. Als sie wach wird, rafft sie sich auf und beschließt, mitsamt ihres Bettzeugs Cliff im Wohnzimmer Gesellschaft zu leisten. Als sie es sich gerade gemütlich gemacht hat, stellt sie fest, dass das Spiel bereits vorbei ist, die Mühe des Aufstehens für umsonst war und sie von Cliff direkt wieder ins Bett bugsiert wird.
Auf dem Heimweg von der Arbeit besucht Cliff am Donnerstag unseren Stamm-Markt
Isi‘s Freude während ihres Hausarrests: ein Fernglas mit dem sie mit großer Begeisterung und Besessenheit Sir Odlot auf der benachbarten Wiese von der Wohnung aus beobachten kann. 😌
Lieferung unseres neuen Couch-Tisches
Online-Werbung in Indien. 🙂
Freitagabend gibt es Schweizer Rösti, sehr lecker!
Samstag:
Erster Ausgang nach 4 Tagen für Isi, wir spazieren zum nahegelegenen Wine-Shop, um unsere Monatsration zu kaufen, die wir inzwischen als Zwischenhändler auch an Kollegen weitergeben (ohne Gewinn).
In der Nachbarschaft ist ein großes Bauprojekt, die Wanderarbeiter leben in Blechhütten und nutzen die entstandene „Pfütze“ vom Regen für den Badespaß der Kids. In solchen Momenten wird die Schere zwischen Arm und Reich besonders deutlich.
Die Mama von Sir Odlot ist hier auch dabei, leider haben wir seit gestern Früh Sir Odlot nicht mehr gesehen, hoffentlich ist ihm nichts passiert 😢
Unsere Ware wird im Wine-Shop sicher verpackt.
Die auf Bali gekaufte Drohne bei ihrem Jungfernflug.
Das Chaos bitte ausblenden! 🙈Wir gönnen uns ein Kochfeld-Upgrade, das heute installiert wird
Neuer Mozzarella-Anlauf mit Büffelmilch.
Leider sind wir mal wieder gescheitert wegen zu viel Lab, dafür haben wir jetzt Hüttenkäse und Feta. 🙂 Morgen wagen wir frischen Mutes einen neuen Anlauf…
Aber immerhin war das Brot wieder ein voller Erfolg – das Sonntagsfrühstück ist gesichert!
Wir werden von den Rufen unseres Obsthändlers geweckt und decken uns erstmal mit einer ordentlichen Portion Obst ein.
Anschließend gibt es Frühstück mit unserem selbstgebackenen Sauerteigbrot – ein Genuss!
Die zweite Charge Brot ist bereits nahezu perfekt
Den restlichen Tag verbringen wir mit gärtnern, putzen, kochen und backen, dazu gibt es eine kleine Weinbegleitung.
Riesling aus Indien – durchaus schmackhaft
Montag:
Diese Woche erwarten wir an der Arbeit mal wieder hohen Besuch: unsere neue BU Chefin und unser scheidender Global Manufacturing Chef haben sich angekündigt. Uns erwartet eine arbeitsreiche Woche.
Auch weit nach Feierabend tüfteln wir zu Hause an Lösungen zur Optimierung unserer Produktion – sieht chaotisch aus, ist es auch.
Dienstag:
Start in den Tag mit Honigbrot – der Honig ist importiert aus der Heimat von unseren hauseigenen Bienen aus Thüringen (Dank geht raus an Isi’s Eltern 😘).
Schmeckt nach Heimat 😋
Einweihung unserer neuen Laserschweißanlage.
Mittwoch:
Nach der Arbeit trifft sich das indische Management Team zum Dinner mit BU Chefin, GM Chef und den restlichen Besuchern aus dem Headquarter im Laxmi Palast Vadodara zum Abendessen. Die Königsfamilie lebt dort noch, Sie ist eine berühmte indische Influencerin, die sich für LGBTQ stark macht, Er besitzt eine erfolgreiche Hotelkette – Royals im 21. Jahrhundert. 🙂
Donnerstag:
Geburtstagsfeier und Abschiedszeremonie für unseren GM Chef.
Eine rauschende Geburtstags-Sause
Am Nachmittag folgt die Abschiedsfeier.
Der obligatorische Turban darf nicht fehlen
Auf dem Heimweg entdecken wir einen wunderschönen Pfau und stoppen unser Taxi, um ein paar Bilder zu machen.
Abends gibt es lecker Dosa im Restaurant um die Ecke.
Mal wieder eine neue Dosa-Variante getestet und für gut befunden
Ein neuer pelziger Freund, der unsere Aufmerksamkeit weckt.
Freitag:
Der Monsun ist dieses Jahr verspätet, die ersten Regenschauer sind aber bereits da, es ist deutlich kühler (um die 30 Grad) und die Luftfeuchtigkeit erreicht bis zu 90%.
Heute machen wir Homeoffice, da Isi kränkelt und Cliff in Ruhe seine wichtigen Konstruktionen abschließen will.
Nach Feierabend geht Cliff zum Friseur und macht ein paar Besorgungen.
Eine indische Spezialität: Paan (Betelblätter gefüllt mit einer Zuckermasse und Gewürzen, die die Verdauung unterstützen sollen)
Samstag:
Isi bleibt heute zu Hause, weil es ihr immer noch nicht so gut geht, Cliff geht an die Arbeit. Es hat bereits etwas ergiebiger geregnet, der Monsun in seiner vollen Kraft ist aber immer noch nicht da.
Unsere Werkshallen halten den Regen leider nicht ausreichend ab, sodass das Wasser bis in unsere Maschinen läuft.
Auf dem Firmengelände fließt der Regen durch die lange Trockenheit nur langsam ab
Wir starten den Tag mit Frühstücks-Dosa in einem nahegelegenen südindischen Restaurant. Auf der Karte stehen zig verschiedene Dosa-Varianten, was uns ein wenig überfordert. Daher ordern wir auf gut Glück und werden nicht enttäuscht.
Dazu eine “kleine” südindische Spezialitätenplatte
Anschließend machen wir ein paar Besorgungen. Wir haben einen Delikatessen-Laden mit internationalen Lebensmitteln gefunden, wo wir uns mit ein paar Leckereien eindecken. Danach geht es zum indisch-italienischen Pizzabäcker unseres Vertrauens, wo wir Mehl, Mozzarella und Tomaten kaufen.
Deutsche Shirt-Aufschriften in indischen LädenIsi findet Freude in den kleinen DingenTauben-Fütterung
Die Suche nach dem perfekten Vierbeiner geht weiter, deshalb haben wir immer eine Portion Leckerli dabei.
Nachmittags werden Spülmaschine und Ofen geliefert. Der Ofen geht postwendend zurück, da er Dellen hat. Morgen soll ein neuer geliefert werden. Für die Spülmaschine fehlt der passende Anschluss, den wir ebenfalls morgen besorgen wollen.
Von einem Kollegen haben wir uns eine Sauerteigkultur mit nach Indien genommen, mit der Cliff heute eigentlich Brot backen wollte, was aufgrund des fehlenden Ofens aber leider nicht klappt. Aber immerhin hat er ihn heute schonmal gefüttert. Er geht wunderbar auf und scheint die Reise gut überstanden zu haben.
Zwischendurch eine Kokosnuss zur Erfrischung
Dann wird gegärtnert. Isi hat versehentlich statt Erde Kuhmist aus der Tüte gekauft. Die Pflanzen freuen sich, wir uns nicht so…
Abends genießen wir die gute Luft und die angenehmen Temperaturen auf dem Balkon.
Montag:
Wir arbeiten heute nur bis Mittag, um am Nachmittag noch die erforderlichen Anschlüsse und Verlängerungen für unsere neuen Elektrogeräte zu besorgen. Außerdem erwarten wir die Ersatzlieferung unseres Ofens und unser neuer Airfryer hat sich auch für heute angekündigt. Alles kommt planmäßig und unbeschadet an. Das gekaufte Adapterstück für den Wasseranschluss unserer Geschirrspülmaschine passt aber leider erwartungsgemäß nicht und so müssen wir uns weiter auf die Suche nach dem passenden Anschluss machen.
Abends bekommen wir Besuch von unserem Amerikanischen Kollegen Mike, der uns die letzten 4 Wochen an der Arbeit unterstützt hat. Unser ungarischer Expat-Kollege Erik ist auch am Start und so verbringen wir einen gemütlichen Abend mit knusprigem Hähnchenfilet und Kartoffelwedges aus unserem neuen Airfryer, Gurkensalat, gegrillten Paprika, Sour Cream und Guacamole. Bei der Verabschiedung bedanken sich die beiden für das leckere Essen, das zur Abwechslung mal keine Masala- oder PeriPeri-Gewürznote hatte. 🙂
Erik hat uns von seiner letzten Ungarn-Reise vergangene Woche Paprika-Pulver und hausgemachten Palinka mitgebracht.
Dienstag:
Nach dem gewohnten Arbeitsantritt geht es für Isi heute am späten Vormittag zu der Behörde, die die Alkohollizenzen ausstellt. Sie wird von einem Kollegen aus der Personalabteilung begleitet, der sie bei der Behörde unterstützen soll.
Es läuft alles reibungslos und somit hat auch Isi jetzt für die nächsten 6 Monate eine Lizenz mit monatlich 4 Rationen.
Auf dem Rückweg zur Arbeit fährt uns leider ein LKW auf. Da Isi kurz eingedöst war, ist sie ziemlich erschrocken und durch die entspannte Körperhaltung während des Schlafs, hat sich ihr Rücken und Nacken durch den plötzlichen Aufprall unschön verspannt. Aber bereits am Abend ist alles wieder gut.
Das ist der ÜbeltäterDer Schaden ist nicht sehr groß, die Warterei auf die Polizei in der Mittagshitze ist aber nicht sehr erfreulich
Nach knapp 30 Minuten wird Isi von einem anderen Taxi abgeholt und wieder in die Firma gebracht.
Abends spielen wir Badminton, langsam entwickelt sich Isi zu einer ernstzunehmenden Gegnerin für Cliff. 🙂
Mittwoch:
Am Teestand lernen Cliff und unser Praktikant Kaif in der Pause den Besitzer einer nahegelegenen Zerspanungsfirma kennen. Da Cliff’s Neugierde geweckt ist, machen sie sich zu Dritt per Roller auf den Weg zu der Firma (wenige Meter mit wenig Verkehr 😇).
Immerhin ist Cliff mit guter Knautschzone ausgestattet…Anschließend geht es per Probefahrt mit dem Auto des Fabrikbesitzers, einem Mahindra Thar, zurück an die Arbeit – Cliff ist der FahrerDie Inder lassen die Sitze gerne in Folie eingewickelt, um sie vor Schmutz zu schützen
Abends holen wir auf dem Heimweg ein Holzbrett ab, das wir uns für unsere Waschküche zur Ablage haben machen lassen.
Die WerkstattDas ErgebnisIndische Qualität lässt grüßen
Donnerstag:
Cliff macht Homeoffice, wir erwarten mal wieder einen Sanitär, um endlich unsere Spülmaschine nutzen zu können. Er kommt pünktlich um 8, mal wieder nur mit einem kleinen Stoffbeutel ausgestattet. Zu Cliff’s großer Überraschung, befindet sich aber genau der passende Anschluss darin und er bringt unsere Spülmaschine zum Laufen.
Da zwei unserer Toiletten mal wieder undicht sind, bittet Cliff ihn, sich auch diesem Problem anzunehmen. Dafür muss er aber noch das passende Werkzeug holen und verspricht, später wiederzukommen. Cliff fragt ihn außerdem nach einem Elektriker, den wir für eine Tote Steckdose benötigen. Er verspricht, dass er ihn später mitbringt. Natürlich warten wir mal wieder vergebens auf die Rückkehr der beiden Fachkräfte…
Dann geht das Sauerteig-Experiment weiter: es wird gefüttert, gefaltet und zwischendurch laaange gewartet – und morgen wird endlich gebacken!
Abends gibt es wieder eine Runde Badminton, diesmal kommt Isi dem Sieg so gefährlich nahe, dass Cliff seine Tipps und Tricks, die er immer gibt, allmählich bereut. 😉
Danach trifft ungarisches Paprikapulver auf indischen Paneer – ein Genuss!
Freitag:
Anruf von unserem Taxiunternehmen. Isi stoppt den Anrufer und bittet ihn darum, Englisch zu sprechen. Empört erwidert er, dass er bereits Englisch spreche. Isi ist das etwas unangenehm.
Die Babies unserer Haustaube entwickeln sich prächtig, unseren Haferflocken-Wasser-Brei hat sie zur Fütterung ihrer Babies allerdings dankend abgelehnt.
Abends wird gebacken.
Das Brot wird in einem gusseisernen Topf gebacken, der erstmal ordentlich vorgeheizt wird
Unsere ersten Versuche als Brot-Bäcker können sich sehen lassen! Der Teig ist noch etwas dicht, geschmacklich dennoch bereits top!
Dazu gibt es selbstgemachten Hüttenkäse, optisch nicht so überzeugend wie das Brot, geschmacklich aber sehr gut.
Samstag:
Morgens starten wir wie gewohnt zur Arbeit. Nach der Arbeit geht es auf den Markt.
Auf dem Markt treffen wir immer wieder auf unbekannte Gemüse- und Obstsorten, für deren Identifikation wir die Google Bildersuche bemühen müssen.
Die Tomatensamen, die Isi von ihrem Papa beim letzten Besuch bekommen hat, entwickeln sich prächtig, wir freuen uns schon auf das Ergebnis.
5 Tage nach Aussaat
Die restlichen Pflanzen entwickeln sich auch gut und unsere zuerst gezogenen Tomatenpflanzen bekommen ihre ersten Blüten. Läuft bei uns!
Abends fallen wir müde auf’s Sofa und starten in ein kurzes Wochenende.
Wir gucken alle etwas müde aus der Wäsche. Nach einer extra Portion Erholung bricht Isi gegen Mittag zu ihrer Freundin Anka auf, die ebenfalls in München wohnt.
Heutiges Frühstück: Trüffel-Pasta (bringt die Lebensgeister zurück, der Spritz schmeckt auch schon wieder)
15 Uhr wird Isi von Cliff abgeholt und wir brechen Richtung Markdorf zu Isi‘s Eltern auf, unsere letzte Station vor der morgigen Rückreise nach Indien.
Die 3 Männer verfolgen die Fußball WM (1/3 zeigt starkes Desinteresse)Die Ruhe vor dem Sturm, bevor es morgen wieder zurück ins Chaos gehtDer Säntis aus der Ferne
Montag:
Nach ein paar kniffligen Runden Koffer-Tetris (die Gewichtsbeschränkungen zwingen uns mal wieder dazu, ein paar geliebte Gegenstände zurückzulassen) und einem ausgiebigen Frühstück, starten wir gegen halb 9 Richtung Flughafen Zürich.
Ein letzter Blick auf Meersburg von der Fähre ausTitanic-Feeling
Mit leichter Verspätung startet unser Flieger von Zürich nach Delhi.
Bye bye Switzerland 🇨🇭
Der Flug verläuft angenehm, kurz vor Mitternacht landen wir pünktlich in Delhi. Direkt nach der Landung buchen wir uns ein top bewertetes Hotel mitten im Terminal zu einem auffällig guten Preis, um in den 5 Stunden Stopover etwas Schlaf zu bekommen.
Die Immigration in Delhi dauert zermürbend lange, aber nach ca. 1 h ist es zum Glück geschafft. Nachdem wir unsere Koffer gefunden haben, die bereits vom Band genommen wurden, weil die Immigration so lange dauerte, werden wir vom Hotel Shuttle am Flughafen abgeholt.
Dienstag:
Das Hotel entpuppt sich als kompletter Betrug. Weder im Terminal gelegen, sondern außerhalb in einer runtergekommenen Siedlung, noch so gemütlich wie angegeben.
Fiktion Fakt FaktFiktionFaktFakt FiktionFaktNicht einmal der Name des Hotels stimmt mit der Buchung überein
Das Bett ist immerhin sauber und halbwegs bequem. Nach knapp 3 h Schlaf sind wir aber dennoch froh, dass wir wieder gehen können.
Wir haben unsere Zeit recht knapp geplant, weshalb wir per Last Call eine lange Schlange beim Check-In überspringen dürfen, worüber wir nicht unglücklich sind. Der Flieger bricht um 6:40 pünktlich Richtung Vadodara auf. Ein letzter Blick auf das allmählich erwachende Delhi.
Ankunft in Vadodara gegen 8 Uhr, noch schnell ein bisschen Window-Shopping am Flughafen, der Geldbeutel ist immer noch nicht groß genug… daher nur gucken, nicht anfassen.
Nach einer kleinen Mütze Schlaf starten wir am späten Vormittag in die Arbeit. Abends spielen wir die erste Runde Badminton in unserem hauseigenen Badminton Court.
Mittwoch:
Auf dem Heimweg von der Arbeit gibt es “frischen” Fisch am Straßenrand zu kaufen.
Ein paar Mutige haben sich bereits gefunden
Unsere Haustaube hat Nachwuchs. Wir wussten nicht, dass Tauben-Babies so hässlich sind, aber süß finden wir sie trotzdem. Jedesmal wenn wir kommen und gehen schauen wir nach ihnen, ob alles noch in Ordnung ist.
Donnerstag:
Das Wetter hat sich seit unserer Rückkehr deutlich geändert. Es ist wesentlich feuchter, etwas kühler und permanent bewölkt.
Ein leichter Schauer führt auf dem Heimweg bereits zu überschwemmten Straßen, wir sind gespannt auf den echten Monsun.
Heute gibt es nach der Arbeit die zweite Badminton-Session, die blutig endet. (Es war der Federball, der gegen eine bestehende Verletzung an Isi’s Knie flog, und damit den Schorf wegsprengte – also alles halb so wild)
Freitag:
Die indischen Ladies begeben sich per LKW Taxi an ihre Arbeitsstelle, ein gewohnter Anblick hier.
Das heutige Mittagessen
Optisch ausbaufähig – geschmacklich top!
Die Luftqualität im Taxi
Marktbesuch nach der Arbeit
Sound on!
Anschließend geht es in den Liquor Shop, um uns mit unserer Juni-Ration an Bier auszustatten.
Die Beute wird möglichst anonym nach Hause gebracht
Nach 6 Monaten findet Isi endlich 4-lagiges Klopapier – es fühlt sich an wie Weihnachten und Ostern zusammen! 😍
Die Zeiten des 2- oder 3-lagigen Klopapiers sind endlich vorbei!
Abends machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich, da es morgen früh wieder an die Arbeit geht.
Samstag:
Wir brechen zu gewohnter Uhrzeit zur Arbeit auf.
Nach der Arbeit sind wir bei unserem Kollegen Harshit zum Abendessen eingeladen. Die Kids freuen sich und beschlagnahmen uns völlig für sich.
Cliff repariert auf die Schnelle Isi’s kaputte Tastatur vor dem Gebets-Schrein unseres Kollegen
Das Abendessen ist seeeehr lecker, vor allem das hausgemachte Mango Chutney rundet das Essen perfekt ab.
Der Blick aus der Wohnung unseres Kollegen. Vadodara wächst rasant – entsprechend prägen zahlreiche Baustellen das Stadtbild.
In den Blech-Hütten wohnen die Bauarbeiter in ärmlichsten Verhältnissen
Auf dem Heimweg gehen wir um 21 Uhr noch kurz zum Elektrofachhandel unseres Vertrauens und kaufen einen Backofen, eine Geschirrspülmaschine (endlich!) und ein besseres Kochfeld für unseren Gasanschluss.
Zu Hause angekommen bringen wir unserer Haustaube etwas Nahrung, damit sie ihre Küken gut versorgen kann.
Vom Sofa aus bestellen wir Online noch die letzten fehlenden Dinge für unsere Wohnung: ein Gästebett inkl. Matratze, einen Couchtisch und einen neuen Airfryer mit mehr Kapazität.
Nach knapp fünf Tagen hat uns Indien schon wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen. Unsere geordnete und strukturierte Welt in Europa scheint bereits in weite Ferne gerückt zu sein. Trotzdem fühlen wir uns hier sehr wohl und sehen den kommenden Wochen mit großer Vorfreude entgegen.
Gemütliches Frühstück in Markdorf bei Isi‘s Eltern, anschließend geht es zum Grillen zu Freunden. Am Abend werden wir von Isi‘s Eltern nach Liechtenstein gebracht, wo wir bei Freunden für die nächsten Tage unterkommen.
In Liechtenstein angekommen kämpft Cliff mit starker Übelkeit, Schüttelfrost und Fieber. Es wird eine unruhige Nacht.
Montag:
Isi’s Tag startet früh, da die ersten Meetings in Indien bereits um 5:30 Uhr MEZ beginnen. Cliff geht es noch nicht besser.
Am Vormittag hat Isi einen Vorsorgetermin beim Hautarzt. Anschließend geht sie noch ein paar Lebensmittel einkaufen. Dabei merkt sie, dass sie mit dem Einkauf im Laden etwas überfordert ist – in den vergangenen Monaten wurde schließlich alles per Sofortlieferung innerhalb von zehn Minuten direkt bis vor die Haustüre gebracht.
Auch an die Preise muss sie sich erstmal wieder gewöhnen. Ein kleiner Einkaufskorb für 90 CHF, mit diesem Budget kommen wir in Indien 3-4 Wochen durch.
Da Isi in Liechtenstein keinen Mobilfunktarif und somit auch keine mobilen Daten mehr hat und sich den Weg zur Wohnung nicht gemerkt hat, irrt sie nach dem Einkauf durch Liechtenstein, bis sie nach ein paar Anläufen endlich erfolgreich ist.
Blick von unserer aktuellen Bleibe auf das Fürstenschloss
Nach dem Mittag geht es zu Hilti. Auf dem Heimweg bringt Isi ihren Chef Satya nach Hause und übergibt das Gepäckstück, das wir für ihn mitgenommen haben. Er lädt Isi zu sich in die Wohnung ein, wo es eine Besichtigung inkl. Original Masala Tee und einem Chili-Käse-Toast gibt, der von seinem Sohn zubereitet wurde.
1 Minute nach Ladenschluss stürmt Isi noch schnell in die Apotheke, um Cliff Medikamente zu besorgen.
Dienstag:
Erneuter Arbeitsbeginn um 5:30 Uhr.
Anschließend geht es für Isi zum Augenarzt, der gleichzeitig Cliff‘s Zwillingsbruder ist. Seit einigen Monaten hat sie bei der Arbeit immer wieder mit teils starkem Schwindel zu kämpfen. Zum Glück ist mit ihren Augen alles in Ordnung. Die Beschwerden hängen vermutlich mit der allmählich einsetzenden Altersweitsichtigkeit zusammen. Die Lösung könnte also erstaunlich einfach sein: Eitelkeit überwinden und die Brille, die Isi bereits seit einiger Zeit besitzt, regelmäßig tragen…
Danach steht noch ein Vorsorgetermin beim Zahnarzt in Lindau an. Die Praxis befindet sich in bester Lage direkt am See. Heute weht ein kräftiger Wind über das Wasser, und die Atmosphäre erinnert fast ein wenig an einen Tag am Meer.
Abends Besuch bei Cliff‘s Zwillingsbruder und Familie. Es gibt wie immer ein sehr leckeres Abendessen und als Dessert köstliche Marillenknödel!
Mittwoch:
5:30 Uhr Arbeitsstart für Isi, Cliff geht es immer noch nicht gut.
Über die Mittagspause besuchen wir Cliff‘s Schwester Evi, die im März Mama geworden ist. Wir bewundern die kleine Lucy zum ersten Mal. Es gibt leckeren selbstgebackenen Kuchen von Cliff‘s Mama. Cliff‘s Bruder Michael kommt auch zu Besuch und schenkt uns ein selbstgebautes Messgerät für die Luftqualität – wir sind gespannt auf die Messwerte, die uns in Indien erwarten.
Am frühen Abend hat Isi nach 6 Monaten endlich ihren lang ersehnten Friseurtermin.
Im Anschluss geht es zu unserem Lager, um noch ein paar Dinge für Indien einzusammeln. Ganz oben auf der Liste steht das Ladekabel für unseren Staubsauger. Den hatten wir zwar bereits im März mitgenommen, das dazugehörige Ladekabel allerdings nicht. Entsprechend fristete der Sauger die letzten Monate ein ziemlich nutzloses Dasein.
Donnerstag:
Seit Montag ist das Wetter sehr durchwachsen, wir frieren permanent und müssen feststellen, dass wir bei unserer Kleiderwahl zu optimistisch waren.
Es gibt sogar wieder etwas Schnee in den Bergen
Heute hat Cliff seine vierteljährliche Untersuchung in St. Gallen. Die Befunde sind gut und wir sind sehr erleichtert.
Im Anschluss machen wir noch ein paar Besorgungen in St. Gallen.
Freitag:
Ein langer Arbeitstag steht bevor, Cliff geht es wieder besser und er ist heute auch im Büro.
Am frühen Abend trifft Cliff sich mit seinem Kumpel Stefan auf ein Feierabendbier im „Stall“, wie er seine Motorradwerkstatt liebevoll nennt.
Als Isi abends heim kommt, erwartet Cliff sie bereits mit einem sehr schmackhaften Wurstsalat. Wir lassen den Abend gemütlich auf dem Sofa ausklingen, da auch morgen wieder ab 5:30 Arbeit angesagt ist und wir beide ziemlich müde von der Woche sind.
Samstag:
Heute steht ab 5:30 Uhr der Hilti People Review mit den indischen Kollegen auf dem Plan. Isi wäre eigentlich ab 5:30 Uhr an der Reihe gewesen, um ihr Team zu besprechen. Die indische Kurzfrist-Planung führt zu einer Verschiebung auf 9 Uhr und nachdem die zusätzlich reingeschobenen Teams zarte 3,5 h überziehen, ist Isi letzten Endes um 12:30 Uhr dran.
Cliff räumt währenddessen die Wohnung auf, packt und besorgt noch letzte Dinge, die wir mit nach Indien nehmen wollen.
Nachmittags brechen wir Richtung München auf, wo Isi auf dem 40. Geburtstag einer Freundin eingeladen ist. Cliff reist weiter nach Regensburg, um einen Kumpel zu besuchen.
Impressionen aus München:
Die Anreise zur PartyPicknick im Park
Der Abend endet erwartungsgemäß spät und feuchtfröhlich. Als Absacker gibt es zu Hause noch diverse griechische Spezialitäten, die wir uns nachts um 1 Uhr per Lieferdienst zustellen lassen.
Impressionen aus Regensburg:
Cliff ist unter die Camper gegangen Katzenbeschwörer
Die Woche in der Heimat ging wieder viel zu schnell vorbei und wegen zu viel Arbeit und Cliff‘s Gesundheit konnten wir die Woche leider nicht optimal nutzen, um ausreichend Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.
Dennoch freuen wir uns auch schon wieder auf die kommenden Wochen in Indien und auf unsere Wohnung. Der nächste Heimatbesuch steht ja bereits im September an, den wir dann hoffentlich wieder etwas mehr genießen können.
Die Nacht hat ein frühes Ende, weil unsere Klimaanlage den Geist aufgegeben hat und es zu heiß im Schlafzimmer geworden ist. Zum Glück bringt Cliff sie wieder zum Laufen, sodass wir später noch ein Mütze Schlaf nachholen, da der Abend gestern sehr spät endete.
Montag:
Heute ist Isi’s erster offizieller Tag in ihrer neuen Rolle als Entwicklungsleiterin. Direkt am Morgen ruft unser Werksleiter Giri zu einer Versammlung, um die Organisatoren und Helfer des Martin Hilti Besuchs von letzter Woche zu würdigen. Er geht durch eine kleine Bildershow und reflektiert den Tag. Direkt zu Beginn des Besuchs von Michael Hilti gab es ein Baumpflanz-Event, bei dem einer der Kollegen Michael Hilti zwei linke Handschuhe gereicht hat, was ihm sehr unangenehm war. Darüber berichtet Giri auch während des Meetings. Isi fällt dazu nichts besseres ein, als den Indern zu erzählen, dass man im deutschsprachigen Raum über eine Person, die man zu nichts gebrauchen kann, sagt, sie habe zwei linke Hände. Das macht die indischen Kollegen sehr betroffen und Isi bemerkt, dass ihr kleiner Scherz offensichtlich nach hinten losgegangen ist… 🙈
Am Abend feiern wir mal wieder Abschied von Isi‘s Chef Satya.
Wir liegen bereits im Bett, als sich die ersten Vorboten des bald eintretenden Monsuns ankündigen. Aus dem nichts geht ein starker Sturm los, gefolgt von heftigem Regen und Gewitter.
Dienstag:
Nach dem gestrigen Unwetter gibt es einen sehr schönen Sonnenaufgang und wir sehen unseren ersten Regenbogen in Indien.
Überall auf den Straßen sieht man die Spuren des gestrigen Unwetters; abgebrochene Äste, tiefe Wasserpfützen und der herumliegende Müll hat sich noch chaotischer auf den Straßen verteilt.
Das Wasser steht knöchelhoch, was den Mann aber nicht wirklich zu beeindrucken scheint
Nach der Arbeit machen wir einen kurzen Abstecher zum Juwelier. Wir müssen relativ schnell feststellen, dass unser Geldbeutel für den pompösen indischen Schmuck definitiv zu klein ist. Der Laden ist sehr gut gefüllt, was darauf schließen lässt, dass es doch einige Leute mit ausreichend großem Geldbeutel in Indien gibt.
Abends erwarten wir zwei Servicetechniker für die Reparatur unserer Klimaanlage. Zu unserer großen Überraschung sind sie tatsächlich pünktlich. Leider können sie aber unsere Art Klimaanlage nicht instandsetzen und sie ziehen unverrichteter Dinge von dannen. Sie wollen aber jemanden schicken, der die Anlage reparieren kann. Wir setzen aber lieber mal nicht so viel auf diese Aussage. Glücklicherweise hat sich unsere Klimaanlage aber scheinbar eh eingekriegt und funktioniert seit dem Morgen wieder halbwegs vernünftig, weshalb der Service-Einsatz nicht ganz so dringlich ist.
Auch unser Bänker kommt abends wieder zu Besuch, weil es für jede Überweisung nach Europa zahllose Formulare händisch zu befüllen gilt. Es gefällt ihm wieder so gut, dass er gar nicht gehen will. Isi hat bei ihren Eltern daher einen geplanten Rettungsanruf bestellt, der aber leider aufgrund eines Missverständnisses wegen der Zeitverschiebung auf sich warten lässt.
Nachdem sich Isi zum Telefonieren ins Schlafzimmer geflüchtet hat, geht er dann doch irgendwann und wir bestellen uns zum Abendessen eine leckere Portion Momos, die wir im Bett verspeisen.
Mittwoch:
Heute geht es nach der Arbeit zu unserem Kollegen Chris, der nächste Woche zurück nach Österreich zieht und dem wir angeboten haben, seinen Monitor am Wochenende schonmal mit nach Zürich zu nehmen, weil er keinen Platz mehr für ihn hat. Außerdem kaufen wir ihm noch seinen Luftreiniger ab und er gibt uns noch zwei volle Tüten mit Küchenutensilien mit, die er nicht mehr benötigt.
Pack-Künstler am WerkVollbepackt geht es anschließend im Tuk Tuk nach HauseGanz schön kuschelig
Donnerstag:
Gestern Abend haben wir uns mit Hunde-Leckerlies ausgestattet, um ein „Objekt unserer Begierde“ auf uns aufmerksam zu machen. Isi macht sich morgens auf die Suche nach „Sir“ (wie wir ihn nennen) und sie wird auch prompt fündig. Leider ist er sehr scheu und kann sich auch nicht gut gegen die anderen Hunde behaupten, weshalb das Futter zu einem Kampf zwischen den Hunden führt und „Sir“ verängstigt davonzieht…
Weil Isi ihren Po auf dem Foto nicht mag, greift sie tief in die Bildbearbeitungs-Trickkiste
Nach der Arbeit haben wir eigentlich eine volle to-do-Liste, da es morgen Abend nach Zürich geht, aber nach einem Feierabendbier ist die Disziplin dahin und wir verbringen den Abend mit Essen, Pina Colada Experimenten mit unserem neuen Mixer, viel reden, lachen, lästern und ein bisschen Wäsche waschen.
Vor dem zu Bett gehen, kommen wir auf die glorreiche Idee zu testen, ob der Monitor unseres Kollegen überhaupt in unsere Koffer passt und wir müssen feststellen, dass wir uns ein wenig vermessen haben. Somit ist Cliff seither Besitzer eines neuen Monitors.
Freitag:
Nach dem gestrigen Schlendrian heißt es heute früh aufstehen. Um 5:30 Uhr ist Isi bereits auf dem Balkon und macht die Pflanzen bereit für unsere 1,5-wöchige Abwesenheit. Anschließend wird im Eiltempo gepackt und ab 7 ist Homeoffice angesagt, weil heute eine wichtige Deadline ansteht.
Cliff kümmert sich nach dem Aufstehen um die Reaktivierung unserer Bewässerungsanlage und fährt anschließend in die Firma. Am Nachmittag bringt Isi‘s Chef Satya noch eine 10 kg Tasche vorbei, die wir für ihn mitnehmen, da auch er heute seinen Flug nach Zürich hat und wir sowieso mit halb leeren Koffern reisen, da wir uns viel Platz für die Rückreise freihalten wollen.
An dem Gepäckstück, das wir für Satya mitnehmen, stellen wir mal wieder die Unterschiede zwischen den Kulturen fest. Satya und Isi hatten am Montag ganz lose verabredet, dass wir etwas Gepäck von ihm mitnehmen können. Seitdem hatten wir nichts mehr von ihm gehört und mit dem gestrigen Abend gingen wir davon aus, dass es sich wohl erledigt hat. Morgens halb 9 schreibt er aber Isi an und fragt, wann er vorbeikommen könne und wie viel Kg wir für ihn transportieren könnten. Isi sagt ihm, dass er entweder zwischen 10:30 -11:00 kommen kann oder zwischen 13:00 – 14:00, weil sie dazwischen in Meetings ist. Er sagt er komme bis 11:00, taucht dann aber nicht auf. Als es nach 14 Uhr und Isi bereits wieder in einem Meeting ist, war er immer noch nicht da. Kurz nach 2 kommt dann aber seine Frau vorbei, die die Tasche bei unserem Pförtner abgibt, der sie uns später vor die Tür stellt. Indischer Freestyle at its best…
Am frühen Abend gibt es noch ein sehr ergiebiges Blitz-Shopping in einer nahegelegenen Shopping-Mall und ein schnelles Abendessen (Dosa! 😍), anschließend flitzen wir nach Hause und packen hektisch die letzten Sachen, bevor wir halb 8 von unserem Taxi zum Flughafen abgeholt werden.
Dosa mit frischem Guavensaft
Der Flieger von Vadodara nach Delhi hat eine knappe Stunde Verspätung, glücklicherweise ist der Stop-Over in Delhi aber ausreichend lang.
Es geht los, die Vorfreude steigt!
Wir verabschieden uns für‘s erste von unserer liebgewonnen indischen 4-Millionen-„Kleinstadt“ Vadodara.
Ratet, wo wir wohnen
Ankunft in Delhi, da wir noch das Terminal wechseln müssen, wird die Zeit nun doch ein wenig knapp. Wir haben Glück und es läuft wie am Schnürchen: Gepäck, Taxi, kein Stau. Am Terminal angekommen, die Nachricht der Airline:
Somit bleibt ausreichen Zeit für 1-3 Bier, die Laune ist aber dennoch bei uns beiden ein wenig im Keller.
Samstag:
Nach einer weiteren Verspätung geht es um 5 Uhr morgens endlich los.
Sprint zum Flugzeug
Weil einer unserer Sitze sich nicht zurückklappen lässt und der Fernseher ebenfalls nicht funktioniert, haben wir Glück und dürfen einen Platz in der Business Class ohne Aufpreis belegen, den wir uns im Wechsel teilen, um beide einen etwas erholsameren Schlaf als in der Economy zu bekommen. Gegen Ende des Fluges gibt es aber etwas Stunk, weil nicht die ganze Crew der Meinung ist, dass wir dieses Privileg ohne Aufpreis nutzen dürfen und so wird Isi zwei Stunden vor Landung freundlich aber bestimmt zurück auf ihren Platz in der Economy verwiesen.
Nach erfolgreicher Landung dürfen wir wieder einen Premium Abholservice durch Isi’s Mama genießen und so fahren wir erstmal nach Markdorf (über Konstanz mit der Fähre nach Meersburg) zu Isi’s Eltern.
Auf dem Weg durch Konstanz kommen wir in einer Siedlung vorbei, in der eine frühere sehr gute Bekannte von Isi mit ihrem Mann lebte und Isi fragt sich, wie es ihnen wohl geht und was sie so machen. Als wir an der Fähre in Konstanz stehen und auf die Zufahrt warten, wird Isi plötzlich aus einem Auto angesprochen, das neben uns in der Schlange steht. Es sind genau die Bekannten, an die Isi noch vor 10 Minuten gedacht hat! So haben wir während der Fährfahrt ein wenig Zeit, um uns gegenseitig auf den letzten Stand zu bringen und ihre 5-jährige Tochter, die es bei unserem letzten Treffen noch nicht gab, macht uns allen wieder deutlich, wie schnell die Zeit vergeht.
Die Augen sind klein, die Müdigkeit groß. Die herrliche Aussicht, die frische Luft und die wirklich schöne Zufallsbegegnung mit Isi‘s alten Bekannten lassen uns unsere Müdigkeit aber zumindest für den Moment vergessen.
In Markdorf angekommen gibt es erstmal ein ausgedehntes Mittagessen, anschließend geht Isi mit ihrer Mama noch ein paar Besorgungen machen und die Männer legen sich eine Runde auf die faule Haut. Am Nachmittag genießen wir ein kleines Sonnenbad bei herrlichem Wetter auf dem Balkon, bevor abends eine gute Freundin der Familie aus Stuttgart mit ihrem Mann zu Besuch kommt. Wie es sich für echte Thüringer gehört, wird natürlich der Holzkohlegrill angeschmissen und es gibt Original Thüringer Bratwurst, die wir in Indien schmerzlich vermisst haben.
Müde, satt und glücklich schlüpfen wir anschließend ins Bett und freuen uns auf die nächsten Tage in der Heimat.
Und wer sich noch immer fragen sollte, wo in Vadodara wir denn nun eigentlich wohnen, hier die Auflösung des gestrigen Rätsels. 🙂
Nach einer zu kurzen Nacht sind wir morgens um 9 mit unserem Kollegen in seinem Hotel zum Frühstücken verabredet. Nach langer Zeit gibt es endlich mal wieder Dosas, was Isi ganz besonders freut.
Nach dem Frühstück kommen wir auf dem Heimweg bei einem Maßschneider vorbei, wo sich Cliff 2 Shirts anfertigen lässt, die in einer Woche fertig sein sollen.
Den restlichen Tag verbringen wir zu Hause auf der faulen Haut und holen etwas Schlaf nach.
Montag:
Die ganze Firma ist in hellem Aufruhr, denn morgen kommt der Eigentümer der Firma Hilti, Michael Hilti, persönlich in unser Werk. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Generalprobe für das Gruppenfoto am nächsten TagCliff versteht die Welt nicht mehrKünstler verausgaben sich an einem Porträt von Michael Hilti, das aus eingefärbtem Reispulver angefertigt wirdDer Vorgarten wird noch mit ein paar neuen Palmen aufgehübscht – die Ratlosigkeit ist groß, wie das Palmen-Monster mit reiner Manneskraft von dem LKW geladen werden soll
Diese Woche ist außerdem gefüllt von Verabschiedungen. Unser Testleiter Yogin zieht für 6 Monate nach Kaufering/ Deutschland.
Dienstag:
Der große Tag: Michael Hilti kommt zu Besuch!
Selbst der vergilbte Rasen wird für seinen Besuch mit einer Sprühpistole eingefärbt.
Eher schlecht als recht, aber der Wille war da
Das Porträt hat es zu perfekter Vollendung geschafft:
Die Szenen der Ankunft werden heimlich und neugierig aus dem Board-Room beobachtet.
Da ist er!
Die gestrige Generalprobe für das Gruppenfoto war etwas für die Katz, jeder steht, wo er will, um möglichst sichtbar auf dem Foto zu sein und die Vorgabe, dass weiße Hemden getragen werden, ist wohl auch nicht bei allen angekommen.
In der Interview-Session mit Michael Hilti rechnet sich Isi konzentriert aus, wie viele Karriere-Schritte sie in welcher Zeit wohl noch machen muss, um eine realistische Chance auf die Thronfolge zu haben.
Bis es soweit ist, gibt sie sich aber erstmal mit einem Foto zufrieden.
Abends gibt es ein Gala-Dinner in unserer Werkskantine, das wie eine Art Speed-Dating mit Michael Hilti organisiert ist, damit jeder der 60 Teilnehmer die Möglichkeit für ein kurzes Gespräch erhält.
Isi lauscht gespannt, um sich noch ein paar wertvolle Tipps für die Erlangung der Weltherrschaft einzuholen
Mittwoch:
Heute verabschieden wir uns von unserem Chef Satya, in dessen Fußstapfen Isi treten wird, und von unserem Expatkollegen Nathan.
Abends gibt es ein Teamdinner in dem Hotel, wo wir unsere ersten 5 Wochen in Indien verbracht haben, was schöne Erinnerungen aufkommen lässt und uns beide ein bisschen sentimental werden lässt.
Donnerstag:
Der nächste hohe Besuch kündigt sich an: der scheidende Chef der Business Unit Power Tools und sein Nachfolger sind heute und morgen zu Besuch.
Neben dem ganzen Networking muss es aber auch Leute geben, die noch echte Arbeit verrichten. Cliff ist diese Woche fleißig an Versuchen für die Optimierung unserer Fertigungsprozesse.
So sieht Graphit bei 870 Grad aus
Abends gibt es das dritte Business Dinner der Woche, was dem Diätplan, den wir nach dem Urlaub begonnen haben, nicht gerade zuträglich ist.
Freitag:
Neuer Tag, neuer Ausstand.
Die Rangoli Kunst ist in Indien sehr berühmt, die Präzision und Schönheit der Pulverbilder ist immer wieder aufs Neue faszinierend
Formale Übergabe des Turbans an den Nachfolger.
Cliff war heute im Homeoffice und als Isi abends nach Hause kommt, wird sie von Cliff mit einem kühlen Drink empfangen, während sie gemütlich bei der Vorbereitung des Abendessens zuschauen kann – was für ein Leben! 🙂
Heute gibt es Taste of Heimat: Hähnchenspieß mit Salzkartoffeln und Gurkensalat.
Samstag:
Da unser Werk in Indien derzeit mit ein Paar Problemen zu kämpfen hat, gibt es bis auf Weiteres eine 6 Tage Woche, somit machen wir uns morgens auf den Weg in Richtung Werk.
Anschließend haben wir mit Cliff‘s frisch erstandener Alkohol-Lizenz unsere Vorräte aufgefüllt. Der Liquor-Shop steckt Cliff‘s Lizenz erstmal in eine angemessene Hülle, damit er zukünftig standesgemäß einkaufen kann.
Die Auswahl ist beeindruckend groß. Im Laden selbst ist das Fotografieren streng verboten, daher wird Cliff aufgefordert, die Bilder unter Aufsicht wieder zu löschen. Kann ja keiner ahnen, dass die gelöschten Bilder aus dem Papierkorb wiederhergestellt werden können… 😉
Dem Wochenausklang steht somit nichts mehr im Wege
Abends erwarten wir unsere Expat-Kollegen bei uns zu Hause, wo es unseren wertvollen Vorräten direkt an den Kragen geht.
Ankunft in unserer Wohnung um 1 Uhr morgens, die Fahrt vom Flughafen Ahmedabad verlief ruhig und aufgrund der späten Stunde hält sich der Verkehr auch in Grenzen. Alles steht in der Wohnung glücklicherweise noch an Ort und Stelle, unsere Blumen haben größtenteils überlebt, wenngleich ein paar wegen zu viel bzw. zu wenig Wasser leiden mussten.
Montag:
Erster Arbeitstag nach dem Urlaub schmeckt nicht so gut, es geht direkt wieder Vollgas los.
Dienstag:
Heute gibt es zum Frühstück anstelle des gewohnten Affen-Spektakels 3 wunderschöne Pfauen zu bewundern.
Isi plagt seit der Nacht eine Blasenentzündung, sie wird vom Firmenarzt versorgt und bekommt ein Rezept auf einem Papierfetzen verschrieben. Leichte Zweifel kommen auf, ob das Rezept in der Apotheke wirklich akzeptiert wird.
Abends kündigt sich unser Banker an, um die Formulare für zukünftige Auslandsüberweisungen nach Deutschland/ Schweiz fertigzustellen. Natürlich taucht er aber nicht auf.
Mittwoch – Freitag:
Die Arbeit hat uns voll im Griff und Isi schleppt sich durch die Woche, da sie immer noch angeschlagen ist.
Die Suche nach dem Straßendackel ist noch nicht aufgegeben.
Könnte als Dackel durchgehen
Auch Mittwoch und Donnerstag verspricht der Banker abends zu kommen, taucht aber wieder nicht auf. Freitag macht Cliff Homeoffice und stellt dem Banker ein Ultimatum, er kommt tatsächlich und stellt die Formulare immerhin für Cliff fertig.
Mangozeit in Gujarat! Die Mangos schmecken unglaublich gut, wir haben beide noch nie so leckere Mangos gegessen. Cliff sichert stolz seine Beute.
20 kg MangosDer Mango-Bedarf sollte damit für‘s Erste gedeckt sein
Am Donnerstag erhält Cliff nach über drei Monaten endlich seine Alkohollizenz. Das Prozedere ist gewohnt bürokratisch und langwierig, aber nach „nur“ 3 Stunden ist es geschafft! Isi‘s Lizenz ist noch in Bearbeitung, sie muss sich noch gedulden.
Die Behörde für die Alkohol-Lizenzen befindet sich in einem normalen Wohnhaus
Am Donnerstag feiert unser Werksleiter Giri seinen Geburtstag und so gibt es zur Feier des Tages für alle eine Portion Eis nach der Arbeit.
Auf den Fahrten zur Firma und zurück nach Hause gibt es wie immer viel zu sehen.
Ziege im Tuk Tuk
Als Isi Freitagabend nach Hause kommt, wird sie von Cliff mit einem sehr leckeren Chicken-Burger empfangen.
Samstag:
Isi ist wieder genesen und wir starten den Tag gemütlich auf unserem Balkon. Abends kommt uns ein Kollege aus Liechtenstein besuchen, der aktuell aus beruflichen Gründen für 2 Wochen in Vadodara ist. Wir verbringen einen unterhaltsamen Abend mit Thai Curry, Mangos und zu viel Rum…
Heute gehen wir den Tag langsam an und entfernen uns nicht weit von der Unterkunft, da es Cliff immer noch nicht gut geht.
Wir mieten einen Roller und machen uns auf den Weg zu ein paar Wasserfällen, die es auf Bali wie Sand am Meer gibt. In den Höhen ist es heute recht neblig.
Buyan LakeWild wachsende Weihnachtssterne
Auch an den Wasserfällen, die sonst überfüllt sein sollen, sind wir fast alleine. Den Wasserfall, den wir für unser Bad auswählen, haben wir sogar völlig für uns alleine.
Auf dem Heimweg stoppen wir in einem kleinen balinesischen Restaurant mit Bauernhof-Atmosphäre. Ein Hahn kräht hier merkwürdiger als der andere, was uns sehr amüsiert.
Nasi CampurFrittierte BananenVon Munduk aus ist die Nordküste Balis nicht mehr weit.
Wieder zu Hause angekommen wird es ein ruhiger Abend, da sich Cliff mit Fieber und Schüttelfrost plagt.
Auf den Reisfeldern wird vor allem abends immer fröhlich gezündelt, die Rauchbelästigung gibt uns den gewohnten „Taste of India“, den wir bisher nicht vermisst haben.
Montag:
Cliff geht es ein wenig besser, das Hotelpersonal kümmert sich rührend um ihn und versorgt ihn mit allen möglichen Hausmitteln. Während Cliff sich noch ein wenig ausruht, macht Isi es sich am Pool gemütlich.
Nachmittags machen wir uns per Roller auf den Weg zu einem nahegelegenen See mit einem schwimmenden Tempel.
Gemütlicher Ausklang des Tages in unserer Unterkunft
Dienstag:
Heute geht es an die Nordküste Bali’s, nach Lovina!
Die Balinesen sind ähnlich kreativ wie die Inder, wenn es darum geht, möglichst viel auf einmal auf einem Moped zu transportieren.
Bevor es an den Strand geht, besuchen wir noch den Bramavihara-Arama Tempel.
Nach dem Tempelbesuch gibt es eine kleine Stärkung in einer sizilianischen Pizzeria. Sie ist so authentisch, dass man sich tatsächlich wie in Italien fühlt.
Am Strand angekommen, sind wir mal wieder fast die Einzigen. Allmählich fühlen wir uns tatsächlich etwas einsam…
Auf dem Heimweg, der uns mitten durchs balinesische Dickicht führt, beobachten wir ein Volleyball-Match und werden direkt zum Mitspielen aufgefordert, was wir aufgrund notorischer Faulheit aber ablehnen.
Mittwoch:
Zurück in den Süden nach Uluwatu! Nach einem letzten Frühstück in unserer schönen Unterkunft, werden wir um 11 Uhr von unserem Fahrer für die 3,5-stündige Fahrt abgeholt. Wegen des dichten Verkehrs brauchen wir 1,5 h länger als geplant.
In Uluwatu ist wesentlich mehr los als in den bisherigen Regionen Bali’s, dennoch fühlt es sich alles andere als überfüllt an, Strände, Shops, Restaurants und Bars sind angenehm gefüllt.
Direkt nach Ankunft wird erstmal der Pool genossenDann machen wir ein paar der unzähligen Shops unsicherEine Katze hat sich in einen der Läden geschmuggelt und es sich in einem Regal mit Strandtüchern gemütlich gemachtAbends genießen wir ein unglaublich gutes Abendessen (Red Snapper)
Donnerstag:
Zum Frühstück beobachten wir ein paar Surfer, um uns schonmal ein paar Tricks für unseren eigenen Surfkurs am Nachmittag abzugucken.
Anschließend erkunden wir ein bisschen die Gegend und chillen am Pool, bevor wir uns auf den Weg zu unserem Surfkurs machen.
Nach knapp 2 h Kurs sind wir völlig platt. Was am Vormittag bei den geübteren Surfern so einfach aussah, ist in Wirklichkeit wahnsinnig anstrengend. Cliff entpuppt sich als Naturtalent und bereits beim dritten Anlauf gelingt es ihm, bis fast an den Strand zurück zu surfen. Isi tut sich etwas schwerer, schafft es aber immerhin auch ein paar Sekunden auf dem Brett zu stehen und ist vor allem stolz auf sich, ihre Angst vor dem offenen Meer weitestgehend im Griff gehabt, und den Surfkurs ohne größere Panikattacke überstanden zu haben.
Wir werden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt
Freitag:
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es in eine neue Shoppingrunde und anschließend zur Pediküre.
Eine kleine Prise HeimatDie Pediküre stößt nicht bei allen auf BegeisterungDie Katzen werden überall sehr tolerant geduldet- auch im Supermarkt
Den restlichen Nachmittag verbringen wir gemütlich am Pool, bevor es abends in ein Steakhaus geht.
#beefloading600 g Beef für Cliff sollten für‘s Erste reichen
Samstag:
Abreisetag, heute ist der erste Schlechtwettertag seitdem wir auf Bali sind. Am Vormittag genießen wir nochmal den Pool, dann wird gepackt und wir werden um 11:30 zum Flughafen abgeholt.
Nach der nicht artgerechten Hinreise, haben wir uns für den Rückflug ein Upgrade gegönnt und genießen auf beiden Flügen extra Beinfreiheit, was die Reise wesentlich angenehmer macht.
Der Zwischenstopp in Kuala Lumpur ist diesmal so kurz, dass wir direkt beim Aussteigen aus dem Flieger abgepasst werden, wenngleich noch 2mal nachgefragt wird, ob wir uns sicher sind, dass wir nach Indien wollen.
Halb 11 landen wir in Ahmedabad, werden bei der Immigration gefragt, wie wir das heiße Wetter in Indien als Europäer überhaupt überleben können, schreiten mal wieder etwas nervös durch den Zoll, weil wir wieder allerhand Unerlaubtes dabei haben, und werden sogar 15 Minuten vor der Zeit von unserem Taxifahrer für die 2,5-stündige Fahrt nach Vadodara abgeholt.
Auf den Straßen Ahmedabads begrüßen uns zwei Inder auf ihrem Roller, die neben uns fahren, mit einem herzlichen „Welcome to India“. Diese kleine Geste erleichtert uns den Wiedereinstieg und bringt Vorfreude auf die nächsten Wochen, in denen Indien sicher wieder die ein oder andere Überraschung für uns bereithält. 🙂