Woche 39

Sonntag:

Tiruchirappalli – Nach dem Frühstück brechen wir zu viert zum Brahadeeshwara Tempel in Tanjavur auf. Unsere beiden anderen Kollegen sind zu platt vom Vortag und wählen die Langschläfer-Option.

Unterwegs ein kurzer Zwischenstopp in einem Süßigkeitenladen mit südindischen Spezialitäten. Isi’s Kollegen decken sich reichlich ein, Isi verzichtet, weil ihr die indischen Süßigkeiten in der Regel viel zu süß sind.

Nach einer guten Fahrtstunde kommen wir beim Tempel an.

Die beiden Welpen saugen gierig an der abgemagerten Mama (ja, sie lebt noch und schläft nur)
Tempel-Gang
Behind the scenes

Zur großen Belustigung ihrer Kollegen, ist Isi eine beliebte Attraktion auf dem Tempelgelände.

Nach dem Tempelbesuch fahren wir zum Flughafen.

Ein letzter Blick auf das eindrucksvolle Kunstwerk am Flughafen, das eine komplette Wand füllt, diesmal von oben

Nach einer knappen Stunde Flugzeit Ankunft am Flughafen Chennai. Wir gönnen uns ein letztes kühles Bier(e) und verpassen unterdessen beinahe unseren Flug. Wir besteigen das Flugzeug als Letzte, nachdem der Final Call bereits mehrfach ausgerufen war… 🙈

Ankunft am Flughafen Ahmedabad gegen 20:30 Uhr.

Das letzte Gruppenfoto, es hat viel Spaß gemacht mit den Kollegen

Nun geht es noch 2,5 Stunden per Auto zurück nach Vadodara, wo wir gegen 23 Uhr ankommen.

Der Sonntag in Vadodara – Cliff verbringt den Nachmittag mit einem Kollegen, sie machen die Gegend ein wenig unsicher.

Er holt ihn zu Hause ab, wo er zu viert in einer WG wohnt. Unter Anderem mit einem Professor von der hiesigen Universität, der sehr unglamurös in diesem Zimmer haust.

Zuerst gibt es eine kleine Stärkung
Das Neuschwanstein Vadodara’s 😉

An einem See treffen sie auf Blumenverkäufer, die gerade Seerosen sammeln, um sie auf dem Markt zu verkaufen.

Die zwei Chef-Botaniker
Die obligatorischen Äffchen dürfen auch nicht fehlen

Als Isi abends zu Hause ankommt, sieht sie bereits (mal wieder) große Wassermengen von der Wand in den Hof fließen und sie ahnt Böses. Diesmal haben wir aber Glück, es ist “nur” nebenan beim Nachbarn.

Zuhause wird Isi von einem schönen Seerosen-Strauß empfangen, den Cliff den beiden Blumenhändlern bei seinem Sonntags-Ausflug abgekauft hat.

Montag:

Heute fahren wir zum ersten Mal selbst mit unserem Auto zur Arbeit. Cliff meistert die Fahrt souverän. Auf dem Parkplatz des Werksgeländes angekommen, parkt Cliff unter den neugierigen Blicken der Kollegen ein, vergisst aber leider, dass wir unser Ersatzrad am Heck des Autos tragen, und rammt damit schwungvoll einen Laternenpfosten. Weder Auto noch Pfosten haben zum Glück etwas abbekommen. Der Pfosten steht im perfekten 90 Grad Winkel, vielleicht aber erst seitdem Cliff ihn gerade gerückt hat? 😉

Heute feiern wir an der Arbeit die Einweihung einer neuen Montagelinie.

Abends gehen wir auf eine Garba-Veranstaltung, vorerst aber nur als Zuschauer und nicht als Tänzer. Seit Sonntag finden für 9 Nächte die Tanzgebete rund um Navratri statt, die die weibliche Göttin Durga ehren.

Heute erstmal ohne das traditionelle Outfit, aber immerhin mit etwas indisch anmutendem Rock
Wir sind mit unserem österreichischen Kollegen unterwegs, der gerade zu Besuch ist, zum Glück können wir ihn aufgrund seiner Größe im Getümmel nicht verlieren, gegen ihn sind selbst wir Zwerge
Auf dem Fest mit über 40.000 Leuten, treffen wir per Zufall unseren Aadhaar-Officer
Die Leute sind farbenfroh, hübsch und aufwendig gekleidet, dir Stimmung ist ruhig und sehr friedlich

Gegen 1 Uhr morgens kommen wir zu Hause an und begeben uns seit Langem mal wieder auf Hundeschau.

Wir ernten skeptische Blicke
Am Ende finden sich doch noch 2 Opfer

Dienstag:

Der Kopf ist heute ein wenig schwer, die Nacht war zu kurz.

Wir fühlen uns heute beide etwas krank und gehen daher früh ins Bett.

Mittwoch:

Isi hatte eine kurze Nacht wegen sehr starker Halsschmerzen und bleibt deshalb heute zu Hause. Cliff scheint nix abbekommen zu haben und geht an die Arbeit.

Donnerstag:

Isi fühlt sich wieder halbwegs fit und wir fahren morgens gemeinsam an die Arbeit.

Nach der Arbeit holen wir unsere Bilder ab, die Cliff am Wochenende hat rahmen lassen. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wir schicken das Ergebnis dem Künstler, der die Bilder gemacht hat, auch er scheint zufrieden und erstellt direkt einen Post in seine Insta Story.

Abends gehen wir wieder zu einer Garba Veranstaltung, dem United Way of Baroda, der größten Veranstaltung dieser Art weltweit. Das Event ist seit Monaten ausverkauft, wir haben Glück, dass unsere Kollegin Pratima noch 2 Tickets übrig hat.

Wir verabreden uns für 22 Uhr und fahren mit unseren Autos zu dem Event. Wir hatten uns zuvor gewundert, dass die Kollegin vorschlug, mit 2 Autos separat zu fahren, weil wir dachten, dass wir nur zu Viert gehen. Als wir uns dann treffen und 9 Leute (4 Erwachsene und 5 Kinder) aus ihrem Auto aussteigen, staunen wir nicht schlecht.

Freitag:

Isi war gestern etwas zu voreilig, als sie dachte, dass sie wieder fit ist, was sich heute rächt. Es geht ihr gar nicht gut, Fieber inklusive.

Am Nachmittag brechen wir dennoch zu unserem bereits gebuchten Wochenend-Trip auf, denn uns steht ein langes Wochenende aufgrund der Navratri/ Garba Feierlichkeiten bevor.

Auf den Straßen das übliche Chaos
2 Männer gönnen sich ein kleines Nickerchen auf der Ladefläche eines LKW, der ein Sofa transportiert, was sich für das Nickerchen bestens eignet. Wenn wir uns die Transportmethode der Sofas anschauen, sind wir nicht sehr verwundert, dass unsere Sofas bei Lieferung so dreckig waren.
Ankunft nach 5 Stunden Fahrt am Zwischenstopp, Abu Road in Rajasthan

Wir sind müde und gönnen uns nach Ankunft nur noch ein schnelles Abendessen, bevor wir in unser Bett fallen.

Masala Zwiebelringe
Das Hotel ist rein vegetarisch – dem Geschmack des Essens tut das keinen Abbruch

Samstag:

Wir starten den Tag mit einem guten Frühstück und brechen zu unserem finalen Ziel auf, dem Jawai Safari Park in Rajasthan.

Heute ist Isi am Steuer – zum großen Leid von Cliff (#anstrengendsterbeifahrerallerzeiten)

Auch Isi gönnt sich heute einen kleinen Patzer, als sie auf enger Straße an einem in die Straße stehenden Auto vorbei will. Sie vermisst sich mit den Abmessungen des Autos und so kommt es am Hinterrad zu einem Reifen-Reifen-Kontakt (glücklicherweise ohne bleibende Schäden). Der Beifahrer vergisst spontan seinen Patzer vom Montag und geht in den Belehr-Modus über, was Isi beinahe dazu bringt, das Auto an Ort und Stelle stehen zu lassen und den restlichen Weg lieber per Fuß zu gehen. (Entwarnung: wir haben beide das Ziel per Auto erreicht, obwohl Isi die Fahrerin war… 🙂)

Unterwegs ein kurzer Stopp an einem offiziellen Wine Shop – hier überlegt man sich 2mal, ob man eintreten soll, Cliff hat es dennoch gewagt

Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir im Hotel an, nach dem Check-In gibt es direkt erstmal lecker Mittagessen.

Vogelnester, die vom Männchen gebaut und anschließend vom Weibchen begutachtet werden. Sollte das Nest ihre Kriterien nicht erfüllen, muss der Mann nochmals ran und ein neues Nest bauen. Die Nester haben auch einen Fake-Eingang, um Nesträuber zu irritieren. Das eigentliche Nest befindet sich geschützt dahinter mit einem Geheim-Eingang.
Ein verschmähtes Nest, das nicht fertiggestellt wurde
Unsere Bleibe für die nächsten 2 Nächte

Am Nachmittag brechen wir zur Safari auf!

Flamingos
Cliff gönnt sich zwischendurch einen kurzen Ausritt zu Pferd, bevor es per Jeep weitergeht
“Brrr” is international 😂
Es geht über Stock und Stein

Am Ende bekommen wir sogar 2 wunderschöne Leoparden zu Gesicht, leider aber nur aus der Distanz.

Das Männchen versucht das Weibchen zu besteigen – wird aber aggressiv von ihr weggefaucht und zieht enttäuscht von dannen
Das Weibchen genießt unterdessen die Ruhe

Nach der Safari springen wir vor dem Abendessen noch eine Runde in unseren privaten Pool (nackig). Als wir fertig sind und uns für’s Essen bereit machen wollen, müssen wir leider feststellen, dass wir uns aus unserem Zimmer ausgesperrt haben – ohne Handy, glücklicherweise aber immerhin mit unseren Handtüchern…

Also schlägt Cliff sich zuerst durch das den Pool umgebende Dickicht und begibt sich ohne Schuhe auf grobem Kies auf den Weg zur 200 m entfernten Rezeption – mit nichts als einem Handtuch bekleidet. 😂

Hilfe naht nach etwa 5 Minuten, leider aber mit dem falschen Schlüssel. Also warten wir weitere 5 Minuten, bis eine zweite Person kommt, die den richtigen Schlüssel bringt.

Wir genießen ein leckeres Abendessen mit indischer Live-Musik und freuen uns schon auf den morgigen Tag, der hoffentlich weitere Leoparden-Sichtungen mit sich bringt.

Woche 38

Sonntag:

Wir verbringen den Nachmittag mit allgemeinen Haushaltsarbeiten, die bereits lange überfällig sind.

Isi ärgert sich heute sehr über unseren Kollegen, der während unseres Aufenthalts in Deutschland und Liechtenstein unsere Blumen gegossen hat, denn heute stellt sie fest, dass er stümperhaft Löcher in alle Indoor-Töpfe gemacht hat, um Staunässe zu vermeiden. Bemerkbar machte es sich darin, dass sich nach dem heutigen (längst fälligen) Gießen verdächtige Pfützen auf unserem Wohnzimmerboden breit machten. Wir kaufen also eine Heißklebepistole zum Stopfen der Löcher und werden das Gießen wohl zukünftig wieder unserer automatischen Gießanlage überlassen…

Während unserer Putzarbeiten beobachten wir unterdessen interessante Geschehnisse in unserer Nachbarschaft…

Nachmittags ist Isi mit ihrer Kollegen-Freundin Pratima zum Badminton verabredet.

Nach dem Badminton geht es noch eine Runde auf den Markt, um ein traditionelles Kleid für das anstehende Volksfest Navratri und die dazugehörigen Garba‘s (Tanzveranstaltungen) zu kaufen.

Damit Isi im Getümmel des Marktes nicht verloren geht, wird sie von Pratima fürsorglich an die Hand genommen und auf geht‘s!

Wir werden fündig und auch für Cliff fällt eine Kurta für die anstehenden Feierlichkeiten ab.

Dieser Dreiteiler kostet umgerechnet ca. 22 €
Cliffs Kurta erstehen wir für ca. 4 €

Nach der erfolgreichen Shoppingtour gönnen wir uns Dosas zum Abendessen und lassen den Sonntag gemütlich ausklingen.

Montag:

Heute ist der große Tag, wir holen unser neues Auto ab! Vorfreude und Aufregung sind riesig!

Vor der Übergabe ein kleiner Dämpfer, wir erfahren, dass die Inhaber unseres Autohauses (Mitte und Rechts im Bild) im vergangenen Jahr bei dem Air India Flug von Ahmedabad nach London kurz nach dem Start verunglückt sind (wer sich erinnert, der Absturz war recht prominent in den Medien, weil ein einziger Passagier überlebt hat, der vermeintlich über den Notausgang geflüchtet ist).

Die Spannung steigt
Die Spannung steigt weiter
Die Spannung steigt ins Unermessliche und die indische Bürokratie lässt allmählich Ungeduld aufkommen…
Die Erlösung – da ist er! 🙂
Zur Autoeinweihung gibt es Kuchen, mit dem wir uns gegenseitig per Hand füttern müssen. Ein indisches Ritual, an das wir uns bis heute nicht gewöhnt haben, aber wir spielen trotzdem mit.

Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, begeben wir uns mutig auf den Heimweg.

Cliff ist der Fahrer und Isi übt sich unterdessen darin, eine möglichst entspannte Beifahrerin zu sein (in der Feierabend-Rushhour nicht ganz einfach…).

Wir kommen sicher zu Hause an und Cliff hat seine Jungfernfahrt mit Bravour gemeistert!

Die Farbe des Poojas (das Ritual, um das Auto zu segnen – dazu gehört auch das per Hand aufgemalte Hakenkreuz als Glücksbringer) ist so intensiv, dass sie sich nicht abwaschen lässt- auch nach 3 Tagen hat Isi noch rote Finger

Nach dem Abendessen gehen wir erneut auf Spritztour, diesmal ist Isi an der Reihe! Es läuft ganz gut, wenn da nur nicht Isi‘s über- nervöser Beifahrer Cliff wäre, der sie aus der Ruhe bringt. Auf der Tour erledigen wir unseren ersten Tankstopp und kommen nach knapp 30 Minuten wieder sicher in unserer Tiefgarage an.

Dienstag:

Heute früh wird unser Auto vom selbsternannten Coating-Guru abgeholt, denn es bekommt noch eine schützende Keramik-Beschichtung und einen Unterbodenschutz. Jeder einzelne Schritt wird per Video festgehalten und uns unmittelbar per WhatsApp zugestellt. Das 2-Jahres-Paket kostet gut 200 € und beinhaltet eine jährliche Auffrischung der Beschichtung sowie 2x pro Monat eine Gratis-Wäsche.

Nach der Abholung des Autos bereitet uns Cliff kurz vor Aufbruch zur Arbeit noch einen Protein-Shake im Mixer zu. Leider geht das (mal wieder) schief und der Shake verteilt sich bis in die letzte Ritze in der ganzen Küche. Somit verzögert sich unsere heutige Abreise geringfügig…

Mittwoch:

Nach 6 Monaten der erste „Erfolg“ mit unseren selbstgezüchteten Tomaten. Wir pflücken stolz die erste rote Frucht von einer unserer 14 Pflanzen.

Die Optik passt, der Geschmack lässt zu Wünschen übrig

Nach der Arbeit holen wir unser Auto vom Beschichter ab und bringen es sicher nach Hause.

Donnerstag:

Nach der Arbeit hat Isi mal wieder ein Team-Dinner.

Fancy alkoholfreie Drinks
Statt Alkohol gibt es hier Zucker-Schock

Freitag:

Heute bricht Isi mit 5 weiteren Kollegen geschäftlich nach Tiruchirappalli in Tamil Nadu auf, um am renommierten NIT Trichy (National Institute of Technology) die Trainees für das nächste Jahr auszuwählen.

Während wir auf unsere Kollegin warten, gönnen wir uns eine kleine Trockenfahrt auf ihrem Motorrad

Dann beginnt die lange Reise, 1700 km in den Süden Indiens.

Nach 2,5 h Autofahrt Ankunft am ersten Stop: der Flughafen Ahmedabad.

Männlein und Weiblein müssen hier getrennt durch den Sicherheits-Check
Unsere Kollegin Shweta bemerkt in letzter Sekunde, dass sie auf falschen Pfaden unterwegs ist.

Auf dem Weg nach Ahmedabad empfiehlt Isi‘s Kollegin Dimple ihr heute die App DigiYatra, die für Flugreisen in Indien ein echter Gamechanger ist. Man kann sie nur nutzen, wenn man eine Aadhaar-Karte besitzt, auf die wir 6 Monate warten mussten (typischerweise besitzen sie nur indische Staatsangehörige). In besagter App kann man seine Aadhaar-Nummer verknüpfen, seinen Boardingpass uploaden, und so nur mit Gesichtsscan alle Aktionen erledigen, bei denen man am Flughafen sonst in langen Schlangen für Pass- und Ticketkontrollen stehen müsste.

Dass Isi DigiYatra besitzt und ausschließlich per Gesichtsscan am Flughafen operieren kann, sorgt beim Personal für große Verwirrung. Immer wieder versucht das freundliche Sicherheitspersonal, sie von den Portalen wegzuschicken. Die überraschten Blicke, wenn das Portal dann tatsächlich funktionierte, waren unbezahlbar. In diesem Kontext lernt Isi auch einen neuen Satz auf Hindi: „Maem local humn“ („Ich bin Einheimische“), was für weiter Begeisterungswellen sorgt. 🙂

Auf geht’s!

Nach knapp 3 Stunden Flugzeit kommen wir in Chennai an und wollen uns zur Überbrückung der Wartezeit erstmal ein Bier gönnen. Die Enttäuschung ist groß, als wir an der einzigen Bar des lokalen Flughafens ankommen. Heute sind Wahlen in Tamil Nadu und um Bestechung durch Alkohol zu vermeiden, gilt in Indien an Wahltagen striktes Alkoholverbot.

Also nutzen wir die Wartezeit bis zum nächsten Flug sinnvoller und gehen unseren morgigen Auftritt am NIT Trichy durch.

Gegen 18:30 geht es weiter nach Tiruchirappalli, unserer Endstation. Nach einer knappen Flugstunde in einer kuscheligen Propellermaschine, landen wir pünktlich und werden vom Fahrservice der Universität abgeholt und zum Hotel gebracht.

Nach dem Einchecken und einer kurzen Auffrischung, brechen wir direkt zum Abendessen in eine nahegelegene Bar auf.

Isi bestellt Weißwein. Zur Auswahl werden ihr allerdings zwei Flaschen Rotwein auf den Tisch gestellt. Nach ihrer Reklamation serviert man ihr eine warme Flasche Weißwein. In letzter Sekunde, kurz bevor die Flasche geöffnet wird, kann sie gerade noch intervenieren und bestellt eine kalte Flasche Weißwein. Fünf Minuten später die nächste schlechte Nachricht: Es gibt keinen kalten Weißwein. Also entscheidet sich Isi schließlich doch für Rotwein. Immerhin waren beide Rotweinflaschen, die man ihr zuvor präsentiert hatte, warm – sie geht also davon aus, dass sie damit auf der sicheren Seite ist. Als der Rotwein schließlich eintrifft und ins Glas gegossen wird, bildet sich sofort Kondensation am Glas. Der Wein ist perfekt gekühlt. Stolz berichtet ihr Kollege, dass er extra die kälteste Flasche Rotwein für sie ausgesucht habe. Isi steht kurz vor der Verzweiflung, beschließt aber, die Angelegenheit mit einem dankbaren Lächeln unkommentiert zu lassen. Die Wärme in der Bar wird das Problem sicher bald lösen.

Mit je einer halben Flasche Whisky und Rotwein (inzwischen warm 🙂), verlassen wir halb 12 die Bar und fallen müde in unsere Betten.

Samstag:

Tiruchirappalli: Um 8 Uhr brechen wir zum NIT Trichy auf, und bereiten uns auf einen langen Tag mit vielen Interviews vor, um unseren technischen Nachwuchs für Hilti zu finden.

Die Studis, die sich für unser Programm beworben haben

Am Vormittag gibt es eine Firmenpräsentation mit offener Fragerunde und einem anschließenden Quiz.

Isi bei dem Versuch, den Studis die Firma schmackhaft zu machen 😉
Preisverleihung für die Quizgewinner
Eine leckere südindische Stärkung zum Mittag

Vadodara: Cliff verbindet heute das nötige mit dem angenehmen und erledigt ein paar Wege mit seinem neuen Lieblings-Spielzeug.

Unsere im August gekauften Bilder in Udaipur bekommen heute einen Rahmen
Zum Abendessen eine kleine Stärkung bei einem Kollegen – gegessen wird in Indien häufig auf dem Boden
Stau
Am Abend sichere Ankunft in unserer Tiefgarage

Tiruchirappalli: Nach unzähligen Gesprächen, haben wir abends halb 10 aus über 100 Kandidaten die 6 Studierenden ausgewählt, die ab August 2027 ein Traineeprogramm bei Hilti absolvieren werden.

Unter den 6 Auserwählten ist auch eine junge Lady, über die Isi sich besonders freut
Das glückliche Ende eines langen Tages

Nach getaner Arbeit düsen wir zurück zum Hotel. Beim Durchgehen der abendlichen Optionen, herrscht mal wieder das übliche indische Chaos. Auf dem Weg zum Hotel beschließen wir, direkt bei Ankunft ein Bier in der Hotelbar zu trinken, anschließend den von gestern übrigen Alkohol auf einem der Zimmer zu trinken (man sollte nicht meinen, dass wir alle Erwachsen sind…😉), um anschließend zum Dinner zu gehen. Nach 3 Minuten Planänderung: wir lassen das Bier aus, machen uns kurz frisch, trinken im Anschluss direkt den übrigen Alkohol auf einem der Zimmer und gehen dann in die Bar von gestern. Gesagt getan, Isi begibt sich auf ihr Zimmer und wartet auf die nächsten Anweisungen per Gruppenchat, um zu erfahren, auf welchem Zimmer die Versammlung stattfinden wird. In der Zwischenzeit verpasst sie einen Anruf aus der Gruppe, hält ihn aber für nicht relevant, als es nach wenigen Minuten hektisch an ihrer Zimmertür klopft. Es ist ihre Kollegin, die mit den 2 übrigen Flaschen Alkohol vor ihrem Zimmer steht und ihr aufgeregt mitteilt, dass wir sofort zu der Bar aufbrechen müssen, weil diese um 23 Uhr schließt, uns somit nur noch knapp 30 Minuten bleiben und die Bar uns freundlicherweise erlaubt hat, den Alkohol von gestern wieder mitzubringen. 😃 Die Männer sind natürlich schon längst in der Bar, wenn sie bei anderen Dingen nur ebenso flink und energisch wären…

Offizielles Straßenschild auf dem Weg zur Bar

Somit gibt es heute ein schnelles Dinner inklusive Speed-Drinking, bevor wir gegen Mitternacht müde in unsere Betten fallen.

Und so neigt sich eine sehr ereignisreiche Woche mal wieder in Windeseile dem Ende entgegen…

Woche 37

Sonntag:

Wir stellen unseren Wecker auf 6 Uhr morgens, in der Hoffnung, noch ein paar Tiersichtungen machen zu können.

Wir werden nicht enttäuscht, die Tiershow geht weiter, begleitet von einer wunderschönen Geräuschkulisse der umliegenden Natur.

Neugierige Äffchen, die uns beobachten, es aber nicht mögen, wenn wir sie beobachten
Der typische Pfauen-Ruf
Der Ruf der Pfauen-Ladies scheint Wirkung zu zeigen
Kurz noch einen kleinen Snack, dann nichts wie los zu den Ladies!
September/ Oktober ist die Zeit, wo die männlichen Pfauen ihr prächtiges Gefieder abwerfen, daher sieht man die Männchen inzwischen meist ohne ihr üppiges Federkleid

Um 11 Uhr geht es dann nach dem Frühstück wieder zurück nach Hause, wo Isi den restlichen Tag mit Arbeiten verbringt, denn nächste Woche steht bei Hilti hoher Besuch ins Haus und es gibt noch einige Dinge vorzubereiten.

Cliff ist noch ganz müde vom vielen Chillen gestern
Kann man machen, muss man aber nicht.

Montag:

Einer von Isi‘s Mitarbeitern erzählt ihr heute, dass er im Dezember heiraten wird – allerdings nur im kleinen Kreis mit etwa 1.000 Gästen. Seine zukünftige Frau hat er bei seinem Heimatbesuch im August zum ersten Mal gesehen. Nachdem auch der Astrologe sein Okay gegeben hatte, war der Deal perfekt.

Die Verlobungsfeier sollte eigentlich ebenfalls während seines Heimatbesuchs stattfinden. Doch weil zu dieser Zeit ein Verwandter verstarb, musste die Feier verschoben werden. Da er anschließend wieder zur Arbeit zurückkehren musste, fand die Verlobungsfeier schließlich ohne ihn statt und seine Schwester steckte seiner zukünftigen Frau stattdessen den Verlobungsring an den Finger. Für uns kaum vorstellbar – sich zu verloben, ohne überhaupt selbst dabei zu sein.

In diesem Zuge erfährt Isi auch, dass ein weiterer Mitarbeiter kurz vor seiner Hochzeit steht. Sein potenzieller Schwiegervater hat Hilti kürzlich einen Besuch abgestattet – allerdings nicht aus geschäftlichen Gründen, sondern um im Rahmen eines kleinen „Background-Checks“ die Angaben seines zukünftigen Schwiegersohns auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Dienstag:

Lecker Frühstück mit gegrillter Ananas aus dem Airfryer

Heute Abend ist es mal wieder Zeit für einen kleinen Wasserschaden. Gegen 22 Uhr klingelt es plötzlich an unserer Tür, weil die Bewohner der unteren Wohnungen sich über eindringendes Wasser beschweren. Schnell stellen wir jedoch fest, dass auch wir diesmal nicht die Ursache sind – das Wasser kommt offenbar aus der Wohnung über uns. Unglücklicherweise ist der Nachbar seit 2 Wochen im Urlaub und niemand hat den Ersatzschlüssel…

Immerhin die Taube freut sich über eine erfrischende Dusche
Das Wasser läuft bis unten auf die Straße

Dienstag:

Am nächsten Morgen läuft das Wasser immer noch. Daher macht Cliff kurzerhand Homeoffice, um für den Fall der Fälle zu Hause zu sein und eventuell auftauchende Klempner in die Wohnung zu lassen. Wie das Problem letztendlich gelöst wurde, wissen wir bis heute nicht – irgendwann hörte das Wasser jedenfalls einfach auf zu laufen. 

Mittwoch:

Heute Abend ist Isi mit ihrem Team zum gemeinsamen Abendessen verabredet. Mit dabei sind auch unser Entwicklungschef sowie unsere BU-Chefin aus Schaan.

Als Isi abends gegen 23 Uhr nach Hause kommt, versperrt plötzlich ein Sofa den Weg im Hausflur. Offenbar haben die Möbelpacker bereits im 2. Stock ihre Motivation verloren und kurzerhand beschlossen, das Projekt auf den nächsten Tag zu verschieben. 

Donnerstag:

Start your day right

Nach einem erneut vollgepackten Tag mit zahlreichen Meetings starten wir voller Vorfreude ins nächste lange Wochenende. Denn morgen wird in Indien der Geburtstag von Mahatma Gandhi gefeiert.

Auf dem Heimweg kaufen wir noch ein paar neue Blumentöpfe. Ein aufmerksamer Kollege sieht uns am Straßenrand stehen und hält extra an, weil er denkt, dass wir eine Panne haben.

Im Anschluss gehen wir noch auf den Markt, um uns mit Gemüse und Obst für die nächste Woche einzudecken.

Freitag:

Der Feiertag startet mit einem leckeren Frühstück im Bett.

Den restlichen Tag verbringen wir mit Faulenzen, Gärtnern, Aufräumen und Kochen.

Da wir momentan mit ungewöhnlich vielen Insekten in unserer Wohnung zu kämpfen haben (unter anderem, weil sich seit dem Wasserschaden Tausende Mücken in unserer Waschküche aufhalten), kauft Isi eine elektrische Fliegenklatsche. Schnell stellt sich heraus, dass diese das Potenzial zum neuen Lieblingsspielzeug von Cliff hat. Unermüdlich geht er auf Insektenjagd (inklusive Leiter) und gibt erst Ruhe, als auch das letzte Krabbeltier beseitigt ist.

Samstag:

Wir verbringen einen unspektakulären, aber erholsamen Tag mit Ausruhen, Putzen, Wäschewaschen, Kochen, Badmintonspielen und dem Schmieden von Plänen für die kommenden Wochen. 🙂

Woche 36

Montag:

Heute geht es zurück nach Indien! Wir freuen uns auf die nächste Zeit in Indien, auf die 15 Stündige Rückreise könnten wir aber gut und gerne verzichten.

Wie gewohnt bringt uns Isi’s Mama am Vormittag zum Flughafen Zürich.

Per Fähre geht es von Meersburg nach Konstanz

Am Flughafen läuft alles reibungslos. Unser Flieger ist gespenstisch leer. Sind wir etwa die einzig Verrückten, die freiwillig nach Delhi reisen? 😉

Im Flieger fühlen wir uns auf unseren Stammplätzen inzwischen wie zu Hause, da dürfen die Hausschuhe natürlich nicht fehlen
Bye Bye Europe, see you soon!

Dienstag:

Landung um 0:15 in Delhi, die Immigration zieht sich gewohnt in die Länge. Dann kurzer Spaziergang zum Domestic Terminal, wo wir bis 5:45 Uhr auf unseren Flieger warten müssen. Wir vertreiben uns die Zeit mit arbeiten.

Ankunft pünktlich um 7:30 Uhr in Vadodara.

Danach eine kurze Mütze Schlaf einholen, bevor es gegen Mittag an die Arbeit geht.

Heute feiern wir den Abschied von unserem Expat-Kollegen Erik, der nach 1,5 Jahren wieder zurück nach Ungarn geht.

Der Kuchen erscheint ein wenig unterdimensioniert, geschmacklich konnte er aber durchaus überzeugen

Abends Koffer ausräumen und früh ins Bett.

Mittwoch:

Unsere heimlich geschmuggelte Minze hat erfreulicherweise überlebt!

Nach der Arbeit gibt es den „First look“ mit unserem neuen Auto.

Da ist es – das Abenteuer kann bald beginnen!

Frisch vom Band und schon schmutzig… Angeblich wird es vor Auslieferung noch gründlich gereinigt. Wir sind gespannt.

Der Dachhimmel ist voll mit schwarzen Fingertapsen

Abends kocht Cliff ein leckeres Thai Gericht mit unseren selbst gezüchteten Chilis. Von den 3 Chilis, nimmt Cliff letzten Endes nur eine, da selbst er sie für zu scharf hält, was in 9 Monaten Indien bisher noch nie passiert ist. 😉

Donnerstag:

Heute geht Cliff nachmittags mit zwei Kollegen auf Lieferantenbesuch in Vadodara.

Vor dem Lieferantenbesuch gibt es erstmal ein ausgiebiges Mittagessen
In dieser Straße befindet sich Lieferant 1
Lieferant 1
Lieferant 1
Lieferant 2

Heute ist der letzte Arbeitstag der Woche, denn morgen wird Ganesh Visarjan gefeiert.

Wir lassen den Abend mit Sport, Kochen und Netflix ausklingen.

Freitag:

Ganesh Visarjan ist das feierliche Abschiedsfest für den Elefantengott Ganesha, bei dem seine Lehmstatuen im Wasser versenkt werden. Es symbolisiert seine Rückkehr in die göttliche Heimat auf den Berg Kailash zu seinen Eltern Shiva und Parvati.

Kreislauf des Lebens: Das Eintauchen der Statue in Wasser erinnert daran, dass alles auf der Erde vergänglich ist – auf die Erschaffung folgt die Auflösung.

Befreiung von Sorgen: Es wird geglaubt, dass Ganesha beim Abschied das Unglück und die Hindernisse seiner Gläubigen mit sich nimmt.

Hoffnung auf Wiederkehr: Die Menschen verabschieden ihn mit dem Ruf „Ganpati Bappa Morya, pudhchya varshi lavkar ya“, was bedeutet: „O Herr Ganesha, komm nächstes Jahr schnell wieder!“

Wir selber haben leider keine Videos von dem Event, so kann man es sich aber ungefähr vorstellen:

Wir nutzen den freien Tag, um unserem neuen Auto nochmal einen Besuch abzustatten und um die letzten Details (z.B. zusätzliche Accessoires, Nummernschild, etc.) zu klären. Das Auto ist tatsächlich tadellos geputzt, und der ganze Dreck von Mittwoch ist nahezu komplett verschwunden.

Erste vorsichtige Annäherungsversuche
Deutsch-Rap in Indien

Nach dem Autohausbesuch fährt uns unser Autohändler freundlicherweise nach Hause, natürlich standesgemäß in einem Thar Roxx (das gleiche Modell, wie unser Auto). Wir sind voller Vorfreude, dass wir unser Auto in ca. einer Woche abholen können.

Weniger PS, aber durchaus auch ein ansehnliches Gefährt

Wir machen noch einen kurzen Shopping-Stop in einem Einrichtungshaus, um uns mit ein paar Haushalts-Utensilien einzudecken und machen uns zu Fuß auf den kurzen Heimweg (praktisch, dass auf dem Weg auch unser Lieblings-Dosa-Restaurant liegt, dem wir natürlich auch einen kurzen Besuch abstatten).

Abtransport der Beute, die typisch indische Tragemethode auf dem Kopf ist durchaus angenehmer als die Schlepperei in den Händen

Zu Hause angekommen testen wir direkt unsere neu gekauften Weingläser – mit Bier.

Ab dem Nachmittag beginnen die Feierlichkeiten für Lord Ganesha und von überall her ertönt laute Musik.

Bis spät in die Nacht dröhnen die Bässe und Feuerwerke durch die Straßen, wir genießen die Feierlichkeiten aus sicherer Entfernung von unserem Balkon aus.

Samstag:

Heute hat Cliff eine Überraschung für Isi organisiert und entführt sie ins Ungewisse. Sie bekommt den Auftrag, ihren Koffer für eine Nacht zu packen, inklusive Kleid, Badesachen und Wechsel-Schlüppi. Um 11 Uhr werden wir von unserem Fahrer abgeholt. Unterwegs organisiert Cliff noch Eiswürfel für unsere Kühlbox, das Unterfangen dauert ganze 20 Minuten, weil die Eiswürfel noch von irgendwoher organisiert werden müssen.

Nach 40 Minuten kommen wir am Ziel an, das Rayna Riverwalk Stay vor den Toren Vadodara‘s. Es handelt sich um ein kleines Resort mitten in der Natur, wo Cliff uns für eine Nacht die Familien Suite mit Privatpool gebucht hat. Es ist herrlich idyllisch und wir genießen die Ruhe als einzige Gäste dort. Eine durchaus gelungene Überraschung! 🥰

Unsere bescheidene Dachterrasse
Natür pür

Nach der Ankunft werden wir erstmal mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt.

Der Starter: Manchow Soup, Chili Paneer und vegetarischer Kebab

Beim Hauptgang waren wir zu gierig, daher ohne Fotos. Das Essen ist wirklich köstlich und mengenmäßig könnte man eine Großfamilie damit versorgen.

Nach dem Essen wird gefaulenzt und die wunderschöne Natur beobachtet.

Unsere erste Wild-Sichtung in Indien
Nicht nur wir haben das Wild gesichtet, das Wild hat auch uns gesichtet
So langsam sind wir uns nicht mehr sicher, wer hier wen beobachtet…

Eigenartige Krabbeltiere gibt es auch

Kampf-Käfer in Angriffs-Stellung
Vogel und Eichhörnchen auf Annäherungskurs
Der Nationalvogel Indiens darf natürlich auch nicht fehlen
Sandbad zur Gefiederpflege

Nachmittags gibt es Masala Tee und eine riesen Schüssel mit frittiertem Gemüse (Pakora) und auch Abends gibt es wieder ein umfassendes und unglaublich leckeres Menü.

Ein Glühwürmchen leistet uns zum Essen Gesellschaft

Der Hauptgang ist unser heutiger Endgegner. Wir schaffen nicht mal ein Viertel der Menge und fallen anschließend überfressen in unser Bett.

Woche 35

Montag:

Die Woche in Liechtenstein startet für Isi mit einer morgendlichen Joggingrunde.

Dann geht es an die Arbeit, wir werden von unseren Kollegen herzlich begrüßt. Es ist schön mal wieder da zu sein.

Zum Mittagessen treffen wir uns mit unserem Kollegen-Kumpel Michi beim Italiener in Eschen, wo der neueste Firmen-Gossip bei einer leckeren Pizza ausgetauscht wird.

Wohl gesättigt geht es bei bestem Wetter und wunderschöner Aussicht zurück an die Arbeit.

Nach der Arbeit besuchen wir Cliff‘s Schwester Evi, ihren Mann Ruben und die kleine Lucy. Dort treffen wir auch Cliff‘s Mutter und seine Schwester Natassja.

Im Anschluss geht es zu Cliff’s Schwester Melanie, ihrem Mann Christian und deren Tochter Amy, die direkt um die Ecke wohnen.

Pumpkin, ihr süßer Chihuahua, ist sehr zutraulich und ergaunert sich ausgiebige Streicheleinheiten.

Kuschelrunde in perfekter Tarnung

Amy bereitet uns sehr leckere Pinsas zu und so verbringen wir einen schönen und gemütlichen Abend, bei dem wir uns viel zu erzählen haben, da wir uns bereits 9 Monate nicht mehr gesehen haben.

Auf dem Heimweg legen wir noch einen kurzen Boxenstopp bei unserem Kollegen Roni ein, der uns noch spontan auf einen Absacker eingeladen hat.

Dienstag:

Isi begibt sich wieder auf eine morgendliche Joggingrunde. Die Atmosphäre ist herrlich idyllisch und Isi genießt die frische Luft und die Ruhe.

Heute hat Cliff seine vierteljährlichen Vorsorgeuntersuchungen in St. Gallen. Auf dem Programm stehen Röntgen und MRI, die Ergebnisse gibt es am Donnerstag. Wir sind etwas angespannt, aber dennoch optimistisch.

Nach der Arbeit besuchen wir Cliff’s Zwillingsbruder Samuel, dessen Frau Nathalie und die beiden Kids Theo und Louis. Es wird ausgiebig getobt und sehr gut gegessen.

Die beiden Jungs haben Isi im Schwertkampf besiegt

Der Tag endet mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Mittwoch:

Heute begleitet Cliff Isi auf ihrer morgendlichen Joggingrunde und wieder werden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.

Nach der Arbeit treffen wir uns mit unserer Freundin Schöcki, die uns aus Stuttgart besucht. Wir genießen ein leckeres Abendessen in Feldkirch, machen auf dem Heimweg einen kurzen Abstecher in unserem Lager, wo wir ein paar Dinge für Indien abholen, bevor wir uns in Schöckis Hotel noch einen kleinen Absacker gönnen. Im Flur des Hotels erschrecken wir uns wegen „Butler“ James zu Tode.

Cheese!

Donnerstag:

Check-out aus unserer Bleibe. 6:45 brechen wir Richtung St. Gallen auf, um Cliff‘s Befunde der Vorsorgeuntersuchung zu besprechen.

Wir erhalten erfreuliche Nachrichten, alles ist in Ordnung! Somit fahren wir erleichtert und glücklich zurück nach Liechtenstein.

Bevor Isi sich an die Arbeit begibt, setzt sie Cliff bei seinen zwei Freunden ab, denn für ihn geht es heute auf Motorradtour nach Italien!

Die Vorfreude ist groß

Eindrücke von unterwegs:

Von diesen Benzinpreisen können wir in Deutschland, Schweiz, Österreich gerade nur träumen

Nach der Arbeit besucht Isi noch ihre Kollegen-Freundin Marlene, um ihr neugeborenes Baby zu begrüßen und fährt anschließend zu ihren Eltern nach Markdorf, wo sie die nächsten Tage verbringen wird.

Freitag:

Der Morgen startet für Isi wieder mit einer Joggingrunde.

In der Mittagspause trifft sie sich mit ihren ehemaligen ZF Kollegen in Friedrichshafen. Das Wiedersehen ist schön und herzlich und wir haben sehr viel zu lachen.

Das einzige Curry, das Isi während ihres Europa-Aufenthaltes auf den Teller kommt

Unterdessen in Italien:

Kühe auf der Straße gibt es nicht nur in Indien

Abends ist Isi bei ihrer Freundin Jessi zu Kässpätzle und Bad-Taste-Horrorfilmen eingeladen, ein wohl-gepflegtes Ritual. Die Filmauswahl lässt diesmal aber leider zu wünschen übrig.

Samstag:

Heute geht es für Isi zum Shoppen nach Friedrichshafen!

Sie hat von zwei indischen Kollegen den Auftrag bekommen, Geschenke für ihre Frauen zu kaufen. Gesagt, getan. Und so werden eifrig Bilder hin und her geschickt, bis das passende Stück gefunden ist.

Diese Handtasche ist es am Ende für die Frau unseres Kollegen geworden
Und diese Bluse bekommt die Frau unseres Bankers
Eine kurze Erfrischung nach erfolgreicher Jagd
Schokolade aus der Schweiz ist in Indien heiß begehrt und darf natürlich auch nicht fehlen
Zuhause angekommen wird erstmal eine Runde auf der Terrasse entspannt

Unterdessen auf Motorradtour:

Abends geht es für Isi zu ihrem Freund Mike, der inzwischen in der Wohnung wohnt, in der Isi mehr als 20 Jahre ihres Lebens verbracht hat.

Ein wohl vertrauter Ausblick

Sonntag:

Heute gibt es für Isi Bohnensuppe zum (Kater-)Frühstück. 😋

Zum Mittag ist Isi bei ihrer Schulfreundin Manu zum Grillen eingeladen, wo sie auch ihre Freundin Sam und deren Freund Markus trifft.

Isi’s große Liebe auf 4 Pfoten: Fussel ❤️
Erst kürzlich hat Fussel einen neuen Spielgefährten bekommen: Pelou
Ziegenkäse-Apfel-Camembert, ein Genuss!
Zum Abschied gibt es noch eine Portion Topinambur für den heimischen Garten

Nach dem Grillen bricht Isi zusammen mit ihrer Mama Richtung Liechtenstein auf, um Cliff von seiner Motorradtour abzuholen.

Ein letzter Blick auf das wunderschöne Rheintal für die nächsten 3 Monate
Direkt nach der Tour bekommen die Mopeds erstmal ein umfassendes SPA Treatment

Die Tour-Zusammenfassung:

Auf dem Heimweg machen wir noch einen kurzen Boxen-Stop in unserem Lager, um die letzten Dinge zu verstauen, die wir aus Platzgründen leider nicht mit nach Indien nehmen können.

Unser Lager ist sogar mit einer Toilette und strikten Regeln ausgestattet

Unseren letzten Abend vor der morgigen Rückreise nach Indien verbringen wir bei Isi’s Eltern mit köstlichen Grillspezialitäten und selbstgemachten Zitronenpesto-Spaghetti.

Das letzte Beef für die nächsten 3 Monate

Bye bye, see you back in India next week!

Woche 34

Montag:

Der Tag startet früh mit einem wunderschönen Sonnenaufgang.

Nach dem Frühstück begeben sich Isi und ihr Papa auf eine kleine Radtour durch den Thüringer Wald.

Kurzer Zwischenstopp an der Blockhütte am Hainfelsen

Nach dem Mittagessen geht es für Cliff und Isi nach Weimar, wo sie den restlichen Tag mit zwei Freunden verbringen, die dort leben.

Auf den Spuren von Goethe und Schiller

Nach der ersten Wiedersehensfreude begeben wir uns in die Innenstadt, wo wir zuerst zu einer Elektro-Kutschfahrt durch die Stadt aufbrechen. Die Fahrt führt uns an den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei.

Nach der Kutschfahrt gönnen wir uns ein Eis und die Ladies machen einen kleinen Abstecher in eine hübsche Boutique, wo wir uns einen Pulli im Partnerlook gönnen.

Nach 1-2 weiteren Boxenstopps begeben wir uns in den Goethe-Park, aber nicht ohne uns zuvor noch eine kleine Stärkung mit auf den Weg zu nehmen.

Praxis Lehrgang: wie öffne ich eine Flasche mit einer weiteren Flasche
Auch Shakespeare weilte einst in Weimar
Cliff, der Ziegen-Flüsterer
Unter Schafen
Das Goethe Gartenhäuschen

Nach dem Spaziergang gönnen wir uns ein leckeres italienisches Abendessen.

Frisch gestärkt brechen wir zu einem letzten Verdauungsspaziergang durch Weimar auf (die Weinbegleitung darf natürlich nicht fehlen 😉), bevor es zu unseren Freunden geht, wo wir den Abend gemütlich mit GZSZ ausklingen lassen.

Dienstag:

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Freunden und brechen wieder Richtung Altenbergen auf.

Unterwegs gibt es noch einen Zwischenstopp im IKEA Erfurt, wo wir für Isi’s Eltern noch ein paar Dinge für ihre neue Küche besorgen müssen. Nach einem gewohnt intensiven IKEA-Erlebnis, gönnen wir uns erstmal lecker Döner, den wir in Indien schmerzlich vermissen.

Zu Hause angekommen, geht es wieder auf eine kurze Bike-Tour durch den Thüringer Wald.

Heutiges Ziel: Bergsee Ebertswiese

Am Abend gibt es einen Thüringer Klassiker: Thüringischer Rostbratwurst mit Kartoffelbrei und Sauerkraut – ebenfalls schmerzlich vermisst in Indien. Ein Gedicht!

Mittwoch:

Heute gibt es eine kurze Urlaubspause für Isi, sie muss ein paar Arbeitstermine wahrnehmen.

Die Küche von Isi’s Eltern bekommt unterdessen eine neue Arbeitsplatte, Cliff unterstützt Isi’s Papa und ist der erste Mann im Hause Ortlepp, der Wolfi vom Hauptakteur zum Zuarbeiter macht. 😉

Nach der Arbeit gibt es noch eine kleine Joggingrunde durch den Thüringer Wald, bevor wir den sonnigen Tag auf der Terrasse mit einer kleinen Weinverkostung ausklingen lassen.

Donnerstag:

Der letzte Feinschliff an der Küche.

Währenddessen begibt sich Isi auf eine kleine Garten-Tour, um die letzten Pflaumen zu pflücken, aus denen in den nächsten Tagen ein leckerer Pflaumenkuchen entstehen soll.

Die Ausbeute

Am frühen Nachmittag schwingen wir uns mal wieder auf die Räder. Das heutige Ziel: die Wechmarer Hütte, eine bewirtschaftete Hütte mitten im Thüringer Wald, in der Isi‘s Mama als Kind 12 Jahre gelebt hat, da deren Eltern die Hütte damals bewirtschaftet haben.

Nach ein paar Irrfahrten ist das Ziel endlich erreicht

Als wir um 17 Uhr ankommen, schließen die Wirte gerade die Türen ab, um auf Pilzsuche in den Wald zu gehen. Wir können sie überzeugen uns dennoch Getränke auszugeben. Und so verabschieden wir die Wirtsleute und genießen ein kühles Bier in vollkommener Einsamkeit.

Freitag:

Heute geht es unseren Bäumen im Garten an den Kragen. Sie bekommen alle einen modischen Kurzhaarschnitt.

Davor
Danach
Abtransport der Schnittreste, nach 3 vollen Ladungen ist der Job erledigt

Danach bekommt unsere bisher unbehandelte Holzbank, die ein Hochzeitgeschenk von Isi‘s Eltern war, noch einen schützenden Lasur-Anstrich.

Nach einem Tag voller Arbeit fallen wir nach dem Abendessen müde ins Bett – Sonnenbrand für Isi inklusive, da sie nach 9 Monaten Indien die europäische Sonne maßlos unterschätzt hat.

Samstag:

Heute schwingen wir uns wieder auf die Räder und gehen auf neuerliche Erkundungstour durch den Thüringer Wald.

Vor knapp zwei Wochen wütete ein Tornado über die Gegend, die Spuren sind im Wald an vielen Stellen noch zu sehen.

Unterwegs halten wir nebenbei Ausschau nach Pilzen und werden tatsächlich auch reichlich fündig.

Die Hohle Eiche – über 900 Jahre alt, ausgehöhlt durch einen Blitzeinschlag und trotzdem noch am Leben
Blick ins Innere
Kurze Stärkung
Heutiges Ziel: die Ohratalsperre

Zu Hause angekommen gibt es leckeren selbstgebackenen Pflaumenkuchen von den zwei Tage zuvor gepflückten Pflaumen und am Abend wird gegrillt.

Sonntag:

Heute heißt es Koffer packen, denn wir fahren nach Liechtenstein, wo wir die nächste Woche verbringen werden, da Cliff seine vierteljährliche Vorsorgeuntersuchung am Dienstag und Donnerstag in St. Gallen hat, und um vom Hilti Headquarter aus zu arbeiten.

Vor der Abreise gibt es noch ein letztes Probesitzen auf unserer frisch lasierten Bank und eine kleine Stärkung in Form einer Pilzpfanne aus den gestern gesammelten Steinpilzen.

Wir kommen abends halb 9 in Liechtenstein an (glücklicherweise ohne Pilzvergiftung 😉) und treffen uns noch auf ein fixes Willkommensgetränk mit Freunden, bevor wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft noch einen kurzen Stop bei Mc Donald‘s einlegen.

Die Unterkunft ist uns wohl Vertraut, denn es ist genau die, wo wir auch die letzten 3 Monate vor unserer verzögerten Abreise nach Indien gestrandet waren.

Weckt Erinnerungen an eine aufreibende aber auch schöne Zeit

Müde fallen wir uns Bett und sind gespannt, was die neue Woche für uns bereithält.

Woche 33

Montag:

Business as usual.

Unser Wohnungseingang hat etwas schmückendes Beiwerk erhalten, Isi hat ihn mit der gesegneten Blumenkette aus dem Tempel in Mumbai geschmückt.

Da wir bald mit unserem neuen Auto auf Abenteuertour durch Indien gehen, hat Isi in Mumbai passende Hüte für die anstehenden Touren gekauft. Wir fühlen uns direkt eine Spur abenteuerlicher…

Dienstag:

Der Tag ist voll gepackt und Isi beendet ihre letzten Telefonate um 22 Uhr. Da es morgen früh nach Delhi geht, heißt es jetzt eigentlich noch Koffer packen, da wir aber müde und unmotiviert sind, entscheiden wir uns stattdessen für Gin Tonic mit frischem Kokosnusswasser und vertagen das Packen auf den frühen Morgen, was sich noch als riskantes Wagnis herausstellen wird. Gegen Mitternacht gehen wir ins Bett und stellen den Wecker auf 4 Uhr.

Mittwoch:

Der Wecker klingelt um 4 Uhr und Isi entscheidet sich für eine weitere Snooze-Runde. Als sie das nächste Mal auf den Wecker schaut und sich wundert, dass er gar nicht mehr geklingelt hat, ist es bereits 5:30 Uhr, somit bleibt nur noch eine Stunde, um alles zu packen (auch für die am Wochenende anstehende 2-wöchige Heimreise nach Liechtenstein/ Deutschland) und die Wohnung urlaubsbereit zu machen.

Zur eigentlich geplanten Abfahrtszeit um 6:30 Uhr rennt Isi noch panisch und unbekleidet durch die Wohnung, um ihre letzten Sachen zu packen. 6:40 Uhr sitzen wir dann glücklicherweise im Taxi und kommen 6:55 Uhr am Flughafen in Vadodara an, Abflugzeit ist 8 Uhr. Wir (vor allem aber Isi) sind ein bisschen nervös. Am Check-in ist glücklicherweise keine Schlange und wir gönnen uns noch ein Upgrade auf Premium Economy für 15 € pro Nase.

Nach knapp 1,5 Stunden Ankunft in Delhi

Heute gibt es ein Wiedersehen mit Isi’s Freundin Anka, die die letzten Tage in Goa verbracht hat. Die nächsten 3 Tage verbringen wir gemeinsam in Delhi und Agra, um das Taj Mahal zu besuchen. Wir werden von Pappu, unserem Fahrer für die nächsten 3 Tage, am Terminal abgeholt. Im Anschluss holen wir Anka an einem anderen Terminal ab. Wir brechen Richtung Delhi auf und gönnen uns erstmal ein ausgiebiges Mittagessen.

Nach dem Mittagessen gibt es einen Verdauungs-Spaziergang durch den Lodhi-Park.

Eis-Genuss

Dann geht es zum Humayun Mausoleum, eine Weltkulturerbe-Stätte.

Fair und diskriminierend zugleich
Immerhin muss man sich für den höheren Preis nicht in der langen Schlange anstellen
Prinzessinnen-Flip

Anschließend brechen wir zur 4-stündigen Fahrt nach Agra auf! Im Hotel angekommen, machen wir uns kurz frisch und gehen anschließend zum Abendessen.

Wer kennt es nicht?!

Nach dem Abendessen fallen wir müde ins Bett, da wir morgen sehr früh aufstehen werden, um das Taj Mahal zu besichtigen.

Donnerstag:

4:30 Uhr klingelt der Wecker und wir schälen uns voller Vorfreude aus dem Bett.

Mit einem lokalen Tourguide im Gepäck brechen wir um 5:15 Uhr auf. Am Eingang zum Taj Mahal ist nur eine sehr kurze Schlange und insgesamt sind verhältnismäßig wenig Leute unterwegs.

Das Haupttor, im Hintergrund kann man bereits das Taj Mahal erahnen
Beim Blick durch das Haupttor wirkt das Taj Mahal wie eine Illusion
Die Stimmung vor Ort ist mystisch und das Taj Mahal ist wirklich beeindruckend schön und wirkt irgendwie unreal
Die Taj Mahal Gang
Wenn man sich an einer natürlichen Foto-Pose versucht
Filigrane Marmor-Arbeiten am Taj Mahal
Optische Täuschung: eine glatte Fläche…
…, die aus der Entfernung wie eine Stern-Form aussieht

Nach dem Taj Mahal Besuch gehen wir zurück ins Hotel und machen einen kurzen Power-Nap, bevor wir um 9:30 Uhr von unserem Fahrer abgeholt werden. Er hat wieder den aufdringlichen Tourguide vom Morgen dabei, den wir eigentlich glaubten abgewimmelt zu haben, weil er uns unbedingt noch zeigen möchte, wie die Marmor-Kunst am Taj Mahal hergestellt wird, was natürlich auch mit einer ausgiebigen Verkaufsshow kombiniert wird.

Wir werden erwartungsgemäß fündig und nehmen uns zwei Andenken mit: einen Marmor-Elefanten und eine kleine Schmuck-Dose aus Marmor

Der Tourguide möchte uns anschließend noch in einen Schmuckladen schleppen, wir wimmeln ihn aber ab und werden ihn nach einigen Diskussionen endgültig los. Nach einem letzten Frühstück in Agra brechen wir wieder Richtung Delhi auf und kommen am frühen Nachmittag an unserem Hotel in Old Delhi an. Die letzten 350 Meter müssen wir per Tuk Tuk zurücklegen, da die Straßen in Old Delhi zu eng für Autos sind.

Auf dem Weg zum Hotel kommen wir an dem eindrücklichen Akshardham-Tempel vorbei
Der Abhol-Service zum Hotel
Der Weg zum Hotel, Cliff ist nicht so begeistert 😂
Ankunft am Hotel

Wir sind etwas skeptisch, was das Hotel angeht, da die Häuser von außen alle sehr heruntergekommen aussehen. Das Hotel entpuppt sich aber glücklicherweise als geschmackvolle Oase inmitten allen Trubels.

Wir beziehen unsere geräumigen und gemütlichen Zimmer und nach einer kurzen Erfrischung ziehen wir los, um Old Delhi zu erkunden.

Das Hotel besitzt ein angeschlossenes kleines Museum mit hübschen Kuriositäten.

Nach dem kurzen Museumsbesuch geht es zu Fuß durch Old Delhi.

Die Moschee Jama Masjid
Wir müssen leider draußen bleiben, weil wir leider kein Bargeld dabei haben, da in Indien üblicherweise alles per App bezahlt werden kann
Schlafende Menschen auf dem Mittelstreifen, die sich von all dem Lärm und Chaos nicht beeindrucken lassen

Überwältigt von allen Eindrücken begeben wir uns am frühen Abend in ein hübsches Restaurant.

Das Restaurant Chor Bizarre am Rande von Old Delhi

Frisch gestärkt brechen wir per Tuk Tuk zum Gate of India auf.

Cliff fährt vorne mit und hat sich mal wieder in Windeseile mit unserem Fahrer angefreundet
Das Gate of India

Auf dem Platz herrscht reges Treiben und wir werden mal wieder zum begehrten Foto-Objekt. Irgendwann wird es so viel, dass wir flüchten müssen, weil immer mehr Menschen kommen und Fotos wollen.

Zurück im Hotel finden wir idyllische Ruhe nach einem sehr turbulenten Tag vor und fallen müde in unsere Betten.

Samstag:

Nach einem leckeren Frühstück im Hotel checken wir aus und lassen uns von Pappu zur Roten Festung von Delhi fahren.

In der Festung gibt es ein interessantes Museum, das über die Geschichte Indiens während der britischen Besetzung sowie dem grausamen Freiheitskampf berichtet.

Das Festungsgelände ist riesig und es gibt einiges zu sehen.

Neugierige Hörnchen auf Entdeckertour

Zwischenzeitlich gönnen wir uns einen kühle Erfrischung, auf einen Snack verzichten wir lieber.

Vor der Roten Festung gibt es einen Vergnügungspark mit dem wohl schnellsten Riesenrad, das wir je gesehen haben. 😂

Es herrscht reger Trubel und wir werden mal wieder von allen Seiten angequatscht. Überwältigt von den vielen Eindrücken, sind wir froh, als wir wieder bei unserem Taxi ankommen, um weiter zum Connaught Palace zu fahren, wo wir eine Runde shoppen gehen wollen.

Nach einer initialen Shoppingrunde gibt es erstmal eine kleine Stärkung.

Ramen Suppe mit Shrimps
Am Nachbartisch gönnt man sich einen kleinen Mittagsschlaf

Während des Essens beginnt es stark zu regnen und als wir uns wieder auf den Weg machen wollen, finden wir die Straßen voller Wasser vor.

Nach einer weiteren kleinen Shoppingrunde geht es per Taxi zum vorletzten Stop unserer Delhi Tour, dem Lotus Tempel. Leider hat der Tempel um 18 Uhr bereits geschlossen, aber immerhin können wir noch einen Blick von außen erhaschen.

Der Lotus Tempel, 27 m hoch, erstellt aus Keramik

Dann gib es noch ein letztes Essen vor dem Abflug nach Zürich. In dem Restaurant gibt es kein Besteck, es wird mit Fingern gegessen.

Das Restaurant befindet sich in einem Hotel mit eindrücklicher Lobby

Im Anschluss bringt uns Pappu zum Flughafen Delhi, wo es für Cliff und Isi nach Zürich geht, Anka reist zurück nach München.

Abschiedsfoto mit Pappu, einen besseren Fahrer hätten wir uns für die letzten 3 Tage nicht vorstellen können

Samstag:

Wir landen um 6:20 Uhr in Zürich und genießen wie gewohnt den Premium-Abholservice von Isi’s Mutter.

Von dort aus fahren wir nach Liechtenstein, um einen Laptop und eine Kamera bei Cliff‘s Bruder abzuholen, die Cliff dorthin bestellt hat, da elektronische Geräte in der Schweiz deutlich günstiger sind. Wir werden mit leckeren Pancakes zum Frühstück empfangen und Cliff‘s Neffen freuen sich riesig ihren Onkel wiederzuhaben.

Im Anschluss geht es kurz zu Isi‘s Eltern nach Markdorf, um etwas Gepäck abzuladen, bevor es weiter nach Stuttgart zu Isi’s Bruder Chrisu geht. Heute feiern wir die Geburtstage von Chrisu (vorzeitig) und seiner Frau Annika, die bereits gestern Geburtstag hatte.

Isi mit Patenkind Johanna 🥰
Rindfleisch 🤤

Sonntag:

Nach einem leckeren Frühstück brechen wir auf nach Thüringen in Isi‘s Heimat, wo wir die nächste Woche verbringen werden.

Kühle 22 Grad lassen uns frieren, weshalb Cliff sich in eine Decke einwickelt
Home Sweet Home 🥰

Wir verbringen einen gemütlichen Abend auf unserer Terrasse und genießen die Schönheit der Natur und die Ruhe. Wir freuen uns auf eine entspannte Woche in der Heimat, um Kraft für das letzte Quartal 2026 in Indien zu tanken, was sicher nicht weniger langweilig als die letzten drei Quartale wird. 🙂

Woche 32

Sonntag:

Heute heißt es früh aufstehen, denn das Hilti Badminton Turnier steht an!

Während wir auf unser Taxi warten, leistet uns einer unserer pelzigen Freunde etwas Gesellschaft (wenngleich er etwas enttäuscht ist, dass er dafür nicht mit Leckerli entlohnt wird…).

Wir kommen in dem großen Sama Sportkomplex an, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Badminton, Basketball, Volleyball, Tennis, Squash, Schwimmen, Fechten, Judo,…

Knapp 60 Kollegen nehmen an dem Turnier teil (ursprünglich waren über 100 angemeldet, aber Verbindlichkeit ist hier eher optional 😉). Wir spielen in 8 Teams je 4 Spiele pro Team: Einzel-männlich, Einzel-weiblich, Doppel-mix, Doppel-männlich. Es gibt eine Vorrunde, Halbfinale und Finale. Das Turnier dauert den ganzen Tag und es macht wirklich Spaß! Cliff’s Team scheidet leider in der Vorrunde aus, Isi’s Team schafft es auf den 4. Platz.

Woman of the match – Isi darf den Pokal überreichen
Das Sieger-Team
Voller Körpereinsatz inklusive

Abends fallen wir, nach einem ausgiebigen Snack, müde aber glücklich in unser Bett.

Montag:

Jeder Knochen und Muskel schmerzt, es fällt heute wirklich schwer sich aus dem Bett zu schälen. Wir machen es trotzdem und starten in eine volle, aber glücklicherweise kurze Woche.

Dienstag:

Bei Hilti Indien erhält die gesamte Belegschaft an den Geburtstagen der Mitarbeiter Erinnerungsmails (Datenschutztechnisch in Deutschland unvorstellbar). Heute ist der Geburtstag eines Kollegen. Als wir ihn in der Mittagspause sehen, gratulieren wir ihm. Dabei stellt sich heraus, dass es gar nicht sein Geburtstag ist und er eigentlich erst im November Geburtstag hat. Er erklärt uns, dass es in Indien häufig vorkommt, dass Geburtstage vorgezogen und die offiziellen Dokumente angepasst werden, um Kinder früher einschulen zu können. Interessant.

Auf dem Heimweg tauschen wir noch Isi’s auf Geschäftsreise gerissene Hose um. Der Umtausch klappt nach 10 Telefonaten tadellos, die damit verbundene Bürokratie lässt das Ganze aber über 30 Minuten dauern…

Zu Hause angekommen, beschließen wir unseren müden Muskeln einen kleinen Impuls zu geben, und spielen eine Runde Badminton. Die Belastung wirkt Wunder und nach einer Stunde fühlen wir uns schon wieder viel vitaler.

Mittwoch:

Heute ist ein muslimischer Feiertag: Eid-E-Milad, der Geburtstag des Propheten Mohammed. Alle staatlichen Einrichtungen sind geschlossen, wir müssen aber arbeiten. 😢 Das Büro ist heute angenehm leer, viele Kollegen (auch nicht-Muslime) nutzen den Tag, um frei zu nehmen.

Isi hat heute die umgetauschte Hose an. Da sie der Naht aber nicht traut, nimmt sie sich vorsichtshalber eine Ersatzhose mit. 😂 Am Ende des Tages ist sie glücklich, dass die Naht gehalten hat und die Ersatzhose nicht zum Einsatz kam.

Abends gibt es eine neue Frisur für Isi – Coiffeur: Cliff.

Vorerst war nur der Pony dran

Donnerstag:

Cliff hat eine unruhige Nacht hinter sich: Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen. Daher geht er heute nicht an die Arbeit, Isi macht sich alleine auf den Weg.

Am Abend heißt es für Isi noch Koffer packen, da sie morgen früh nach Mumbai fliegt, um sich mit ihrer Freundin Anka zu treffen. Morgen ist der offizielle Feiertag Raksha Bandhan, der die Verbindung zwischen Geschwistern feiert, und somit freuen wir uns über einen freien Tag.

Da Isi nach einem langen Arbeitstag aber leider keine Motivation mehr zum Packen hat, beschließt sie, lieber früh ins Bett zu gehen, und dafür den Wecker etwas früher für ein effizientes Last-Minute-Packen zu stellen.

Freitag:

Der Wecker klingelt um 4:15 Uhr. Nach geschlagenen 45 Minuten snoozen steht Isi um 5 Uhr endlich auf und beginnt, sich auf ihre Reise vorzubereiten. 6 Uhr wird sie vom Taxi abgeholt und zum Flughafen Vadodara gebracht.

Der Flieger geht um 7:35 Uhr und nach einer knappen Flugstunde landet Isi in Mumbai.

Per Taxi geht es zum Taj Mahal Palace, wo Anka bereits auf Isi wartet, da sie bereits am Vorabend von einer Geschäftsreise aus Bangalore und Hyderabad angereist ist. Es scheint unser Glückstag zu sein, denn wir haben ein kostenloses Zimmerupgrade bekommen. Zu Isi’s großem Entzücken hat das Zimmer sogar eine Badewanne! 😍

Eindrücke vom Hotel:

Die Empfangshalle
Der Flur
Kunstobjekte überall
Die Wiedersehensfreude ist groß 🙂

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir ein wenig die Gegend unsicher.

Gateway of India

Nach knapp 500 m Fußmarsch sind wir etwas erschöpft und gönnen uns eine kleine Pause im Café Mondegar.

Nach weiteren 300 anstrengenden Metern, machen wir erneute Rast im Café Leopold.

Dann geht es auf Sightseeing- und Shoppingtour.

Ein Uhrenladen in einer Kirche – ein merkwürdiger Anblick
Der Uhrenturm der Universität
Genervte Camouflage-Katze: sie hat gehofft, dass Isi sie aufgrund ihrer guten Tarnung übersieht
Zwischendrin ein Vada Pav zur Stärkung

Abends kommen wir mit vielen neuen Eindrücken und vollen Einkaufstüten zurück ins Hotel, wo wir uns nur kurz frisch machen, um dann zum Abendessen aufzubrechen.

Es gibt sogar Rind auf der Speisekarte – wohl getarnt, versteht sich 😉

Samstag:

Der Tag startet spät mit einem Kaffee am Pool.

Anschließend brechen wir zum Spätstück auf, um nach der Stärkung erneut Mumbai zu erkunden unsere Kreditkarten glühen zu lassen. 😇

Die Mount Mary Kirche
Unter diesen Planen leben Menschen in einfachsten Verhältnissen 😢
An der Bandras-Festung versperren umfassende Bauarbeiten leider den Blick auf die Skyline Mumbais
Kreative Verkabelung
Nach einem schönen und shoppingtechnisch erfolgreichen Tag, gönnen wir uns erstmal eine kleine Pause mit einem guten Tropfen
Das Polizei-Revier Mumbai
Im Anschluss lassen wir den Abend mit einem gemütlichen und sehr leckeren Abendessen ausklingen

Währenddessen zu Hause in Vadodara:

Nach einer bisher recht erfolglosen Tomatenzucht endlich ein Lichtblick: die erste Frucht nach fast 5 Monaten!

Unser Kollege Sandeep, der auf einer Farm lebt, bringt uns 50 kg Erde für 4 Euro vorbei.

Da Cliff Sandeep sehr ins Herz geschlossen hat und die beiden eine enge Beziehung haben, schenkt Cliff ihm einen 3D Drucker und macht ihm damit eine riesige Freude. Sandeep ist ähnlich technikbegeistert wie Cliff und kann sein Glück kaum fassen. 🙂

Spät abends wird Cliff von einem nicht-enden-wollenden Feuerwerk geweckt. Man merkt, dass allmählich wieder die Festival-Season beginnt: nachdem es wochenlang recht ruhig war, sieht und hört man inzwischen wieder Feierlichkeiten an jeder Ecke.

Sonntag:

In Mumbai startet der Tag mit indischem Filterkaffee und einem ausgiebigen Frühstück.

Nach dem Checkout werden wir um 11:30 von unserem Taxi abgeholt, das wir für den halben Tag gebucht haben.

Zuerst geht es auf in eine finale Shoppingrunde. Dort trifft Isi auf eine Frau, die genau das gleiche Kleid wie sie trägt. Gekauft haben wir es beide in der gleichen Boutique in Udaipur, Rajasthan, 750 km entfernt von Mumbai. Ein lustiger Zufall!

Nach dem Shopping besuchen wir den Shree Siddhivinayak Tempel, was sich als eine recht stressige Erfahrung entpuppt. Menschenmassen drängeln sich vor und in dem Tempel, spirituelle Ruhe Fehlanzeige. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung, nachdem wir Stück für Stück herausgefunden hatten, was wo und wie zu tun ist.

Die Opfergaben
Absperrungen leiten den Weg durch den Tempel bis zum Altar
Und wir mittendrin 😂
Fotos sind eigentlich streng verboten, uns wird aber gestattet, dass wir ein Foto machen dürfen
Der Tempel von außen

Anschließend geht es zum Flughafen, unsere heutige Ausbeute lässt es ganz schon eng werden im Taxi. 🫣

Am Flughafen gönnen wir uns noch einen letzten gemeinsamen Snack, bevor es vorerst Abschied nehmen heißt: für Isi geht es zurück nach Vadodara, während Anka weiter nach Goa reist. Am Mittwoch wird es aber bereits ein Wiedersehen geben, auf das wir uns schon sehr freuen. 🙂

Ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende

Zurück in Vadodara trifft Isi auf eine wohlduftende und frisch geputzte Wohnung und wird von Cliff mit einem leckeren Abendessen empfangen. (#chooseyourhusbandwisely 🥰)

Dinner in the Dark

Der aufmerksame Leser hat möglicherweise bemerkt, dass dieser Wochenbericht nicht an einem Samstag endet. Dies hat zwei Gründe: versehentlich hat Isi den Sonntag in diesem Wochenbericht inkludiert und ihn zu löschen und neu zu erstellen, erschien ihr zu aufwändig (copy-paste war leider keine Option). Außerdem gibt es uns nun die Möglichkeit, dem gewöhnlichen Wochenzyklus zu folgen.

Woche 31

Sonntag:

Heute wird der Jetlag auskuriert und wir verbringen einen faulen Sonntag zu Hause.

Montag – Donnerstag:

Wie erhofft wird die Woche zwar arbeitsreich, aber ohne besondere Vorkommnisse, somit gibt es diese Woche nicht viel zu berichten.

An den Abenden bereiten wir uns eifrig auf unser Hilti Badminton Turnier vor, was am kommenden Sonntag ansteht.

Am Mittwoch feiert Isi mit dem Management Team mal wieder den Abschied eines indischen Kollegen, der für 3 Jahre nach Schaan zieht (ohne Fotos), und Cliff genießt am Donnerstag ein Team-Dinner in dem Hotel, wo vor 7 Monaten unser Indien-Abenteuer begann.

Freitag:

Das Kunst-Atelier ist eröffnet! Nach der Arbeit lassen wir unseren Plänen Taten folgen und verausgaben uns mit Acryl-Farbe künstlerisch an unseren Blumentöpfen, die bisher nur in traurigem Zement-Grau erstrahlten.

Samstag:

Spätstück im Bett mit Mc Donald’s und Netflix. 😋

Im Anschluss steht etwas Hausarbeit, Blumentopf-Kunst und eine kurze Runde Badminton an.

Heute geht es nicht allzu spät ins Bett, denn morgen wollen wir fit für das Hilti Badminton-Turnier sein. Wir sind schon sehr gespannt, denn es haben sich 100 Kollegen angemeldet und es wurde im Vorfeld sehr akribisch geplant, inkl. eines eigens entwickelten Spiel-Reglements.

Woche 30

Sonntag:

Abreise aus Udaipur nach Ahmedabad, zuvor ist noch eine letzte Shopping-Runde angesagt.

Auf dem Heimweg sieht man überall auf den Straßen friedliche Versammlungen, heute wird der World Tribal Day der Adivasi Stämme gefeiert.

Nach knapp 5 Stunden Fahrtzeit Ankunft in Ahmedabad, wo wir uns zusammen mit unserem Fahrer ein letztes Abendessen gönnen, denn Isi reist heute Nacht nach Thailand für eine Geschäftsreise. Nachdem sie Isi am Flughafen Ahmedabad abgesetzt haben, fährt Cliff weiter nach Vadodara und kommt gegen 11 Uhr zu Hause an.

Blick von der Restaurant-Terrasse

Montag:

Ankunft um 7 Uhr morgens in Bangkok pünktlich zum Sonnenaufgang. Es ist genauso schwül und feucht wie in Indien, aber glücklicherweise ist Isi daher ja schon bestens akklimatisiert.

Bestens auf die Reise vorbereitet, stellt Isi fest, dass sie die E-Arrival Registrierung vergessen hat. Der Express-Service (mit Extra-Gebühr – versteht sich) retten ihr aber glücklicherweise den Hintern und so hält sie nach 20 Minuten das Formular in den Händen, was beim Dokumenten-Check bei der Einreise aber ärgerlicherweise gar niemanden interessiert.

In einer engen Toiletten-Box wechselt sie dann noch schnell vom Freizeit- ins Business-Outfit und schon geht es weiter in das knapp zwei Stunden entfernte Pattaya, wo bereits Isi’s drei Kollegen bei einem Lieferanten auf sie warten. Zwei unserer chinesischen Kollegen, die eigentlich auch kommen wollten, haben es leider aufgrund des Tropensturms Dolphin nicht nach Bangkok geschafft, weil ihre Flüge gestrichen wurden.

Nach einer ausführlichen Werksbesichtigung gibt es erstmal ein super leckeres und vielseitiges Mittagessen.

Anschließend geht es weiter zum nächsten Lieferanten. Dort reißt Isi‘s gestern erst frisch erworbene Hose mit einem lauten „Ratsch“ und ohne jegliche Vorwarnung am Hintern auf (zum Glück passierte es erst gegen Ende des Besuchs, eine lange Bluse konnte das Schlamassel weitestgehend kaschieren).

Frische Kokosnuss mit ausgeklügelter Vorrichtung zum unkomplizierten Trink-Genuss

Nach dem Besuch geht es ins Hotel, gefolgt von einem gemütlichen Dinner mit den Lieferanten am Strand von Pattaya.

Blick aus Isi‘s Hotelzimmer
Eine Geschäftsreise an einen ultra touristischen Urlaubsort lässt das Ereignis irgendwie unreal wirken

Dienstag:

Neuer Tag, neuer Lieferantenbesuch. Abholung am Hotel mit Karaoke-Party-Bus.

Beim Lieferanten gilt Hausschuh-Pflicht
Süße kleine Mini-Shrimps in einem Aquarium

Erneut werden wir mit einem sehr leckeren Mittagessen inkl. Jakobsmuscheln und Monster-Shrimps verwöhnt. Unser indischer Kollege leidet bei jedem Esssen, weil er Vegetarier ist und es größtenteils nur Nüsse oder Brot für ihn gibt, da die meisten Essen mit Fisch-Sauce angemacht sind.

Man beachte den skeptischen Blick unseres indischen Kollegen auf die Meeresfrüchte

Am späten Nachmittag brechen wir mit unserem Karaoke-Bus zurück nach Bangkok auf, wo wir eine Nacht verbringen, bevor es morgen weiter nach Shanghai geht. Der Verkehr in Bangkok ist extrem dicht, dennoch ist er im Vergleich zu Indien super strukturiert und ruhig, kein Hupen, kein Gedrängel – eine Wohltat.

Lieferanten-Besuche machen scheinbar müde

Abends brechen wir zum Abendessen und anschließend zu einem Nachtmarkt per Party-TukTuk auf.

Fisch gefällig?

Unterdessen in Vadodara: Cliff kocht heute zum ersten Mal in Indien sein eigenes Biryani mit den am Wochenende in Udaipur gekauften Gewürzen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, geschmacklich besteht es ebenfalls dem eigenen Urteil des kritischen zukünftigen Biryani-Meisters.

Das Ergebnis stößt auch bei dem bekochten Kollegen auf Begeisterung:

Mittwoch:

Heute gibt es in Bangkok vermeintliche Thüringer Bratwurst zum Frühstück. Nicht einmal mit ganz viel Phantasie lässt sich auch nur annähernd die Brücke zum Original schlagen, aber immerhin enthält sie das Hauptgewürz Majoran.

7:45 Uhr Anreise zum Flughafen Bangkok und Weiterreise nach Shanghai zu weiteren Lieferantenbesuchen. Unser indischer Kollege kann leider nicht mit uns weiterreisen, da er sein Visum für China nicht rechtzeitig bekommen hat.

Flughafen Bangkok
Armband-Shopping zum Zeitvertreib
Interessante Toiletten-Beschriftung – nicht getestet
Bye bye Bangkok

16 Uhr Ankunft in Shanghai, per Taxi geht es zum Hotel. Natürlich bezahlt Isi viel zu viel für das Taxi (was sich später noch herausstellen wird), zudem wird sie noch vor dem falschen Hotel abgesetzt. Die Suche nach dem richtigen Hotel nimmt 10 Minuten in Anspruch, das Personal ist nicht sehr hilfsbereit und die Sprachbarriere macht die Suche nicht leichter. Nach dem dritten Anlauf findet sie über eine Tiefgarage zufällig den Nebeneingang des Hotels.

Hält den Regen ab

Die zwei Kollegen aus Schaan haben einen etwas späteren Flug genommen und so treffen wir uns erst im Hotel wieder. Nach einer kurzen Rast geht es mit unseren chinesischen Kollegen zum Abendessen.

Mit Suppe und Fleischklops gefüllte Dumplings
Peking Ente – ein Traum!

Nach dem Essen geht es ins Hotel, aus der geplanten Amazon Video Session vor dem Schlafen wird aber leider nichts, Isi hatte für einen kurzen Moment vergessen, dass sie sich in China befindet und „The Great Firewall“ ihr einen Strich durch die Rechnung macht.

Unterdessen gibt es in Vadodara die zweite Runde Biryani, die für noch besser als die erste Version befunden wird. Auch der diesmal bekochte Kollege ist durchaus begeistert, kommt aber bezüglich Schärfe an seine Grenzen. Wer hätte das gedacht.

Donnerstag:

Um 7 Uhr startet Isi in Shanghai zu einem 3 h entfernten Lieferanten. Auf halber Strecke gibt es erstmal eine Pipi- und Frühstücks-Pause.

Der Rasthof hat viel zu bieten – es gibt sogar einen weitläufigen Park, in dem man sich die Beine vertreten kann
Unser Frühstück, eine Art Wrap mit Ei, Gemüse und einer Knusperwaffel
Glücklicherweise gibt es immer eine „normale“ Toilette, sodass Isi Pipi-Squads erspart bleiben
An der Raststätte kann man sich lebende Riesen-Heuschrecken als Haustiere kaufen
Das Essen beim Lieferanten ist wie immer vorzüglich

Nach dem Lieferantenbesuch reisen wir am frühen Abend zurück nach Shanghai, auch hier ist der Verkehr zwar sehr dicht, aber alle halten sich an die Regeln, bleiben in ihren Spuren und keiner kommt auf die Idee zu hupen.

Abends gibt es wieder köstliche chinesische Küche.

Halb-frittierte Dumplings
Frittierter Fisch

Nach dem Essen geht es auf 320 Meter Höhe, um Shanghai aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Ganz schön windig in luftigen Höhen

Zum Abschluss gibt es vom Boden aus noch ein obligatorisches Skyline-Selfie, bevor es ab ins Hotel zum Schlafen geht.

Cliff ist abends in Vadodara mit dem gestern bekochten Kollegen beim Abendessen, der inzwischen auch bei uns eingezogen ist und bereits die letzte, wie auch die heutige Nacht in unserem Gästezimmer schläft.

Moped fahren darf nicht fehlen
Gezockt wird auch

Schaut man sich die Behausung an, in der unser Kollege wohnt, verwundert es nicht, dass er gar nicht mehr gehen will…

Freitag:

Heute geht es für Isi in unser chinesisches Werk am Stadtrand von Shanghai. Die chinesischen Kollegen erklären uns, dass das Werk in einer sehr ländlichen Gegend liegt, die „ländliche Gegend“ ist immer noch dichter besiedelt als so manche europäische Großstadt…

Nach dem Mittagessen gibt es erstmal eine Runde Billard zur Verdauung.

Zum Feierabend begeben wir uns wieder ins Zentrum, um den Pearl Tower zu besuchen.

Der Shanghai-Tower, das höchste Gebäude Chinas und das dritthöchste Gebäude der Welt
Blick auf Shanghai vom Glasboden des Pearl-Towers aus ca. 250 m Höhe
Hoffentlich hält das Glas nach all dem Essen der letzten Tage
Der Pearl-Tower von außen, erinnert ein klein bisschen an den Fernsehturm in Berlin

Nach der Turmbesichtigung verabschieden wir uns von unseren europäischen Kollegen, die am Abend ihren Heimflug haben. Isi geht mit den chinesischen Kollegen zum Ausklang der Reise noch Hot Pot essen, da ihr Flieger erst morgen Früh zurück nach Indien geht.

Beef Loading bevor es zurück nach Indien geht, Vegetarier haben es in China nicht so leicht, Fleisch in jeglicher Form dominiert ganz klar die Ernährung
Shrimps
Magen 🙄 Isi hat mit etwas Überwindung probiert und für gut befunden
Der Hot Pot
Moped-Schirm

Unterdessen bedienen sich die Kühe in Vadodara an den Pflanzen unserer Nachbarn.

Abends trifft Cliff zum dritten Mal in Folge seinen Lieblingskollegen Ravi.

Außerdem erhält Cliff von Isi die Auflage, dass der Kollege aus dem Haus ist, wenn sie am Samstagabend wieder nach Hause kommt. 😂

Samstag:

Der Wecker in Shanghai klingelt früh, da Isi um 4:30 Uhr zum Flughafen abgeholt wird. Die Reise wird heute relativ lang mit 2 Umstiegen (Shanghai – Bangkok – Mumbai – Vadodara).

Am Flughafen in Shanghai vertreibt Isi sich die Zeit bis zum Abflug mit ein wenig Bummeln und stößt dabei auf fragwürdige Snacks.

Hühnerfuß to Go

Im Flieger hört Isi in der Reihe hinter sich eine Familie einen sehr vertrauten schwäbischen Dialekt sprechen, als die Mutter mit ihren drei Kindern plötzlich über Meckenbeuren spricht. Isi spricht daraufhin die Frau an, sie kommen tatsächlich vom Bodensee. Sie haben die Schwester des Mannes in Shanghai besucht und verbringen nun noch 2 Wochen Sommerferien in Thailand – klein ist die Welt! 🙂

Cliff verbringt den Nachmittag heute auf dem Land bei einem Kollegen.

Es werden Kokosnüsse gepflückt,…
… Bananen…
… und Papayas geerntet
Moped darf mal wieder nicht fehlen
Blumen werden gekauft – Cliff wird strikt untersagt die Pflanzen zu tragen, stattdessen muss die arme Dame ran…
Pumpwerk zur Wasserversorgung
Im Anschluss wird geshoppt
Cliff‘s Ausbeute für knapp 70 €

Isi hat unterdessen in Bangkok am Flughafen noch etwas Alkohol gekauft, dabei aber nicht bedacht, dass es eine Höchstgrenze von 2 Litern für die Einfuhr in Indien gibt, die sie um einen halben Liter überschreitet. Daher ist sie bei der Zoll-Kontrolle etwas nervös und als ihr Gepäck gescannt wird, gelingt es ihr tatsächlich den Beutel mit dem Alkohol vor den Zollbeamten so selbstverständlich an der Schulter zu tragen, dass sie ihn gar nicht in den Fokus nehmen – Glück gehabt. 😇

20:20 landet Isi’s Flieger pünktlich in Vadodara. Heute wird in Indien der Independence Day gefeiert, weshalb der Flughafen schön geschmückt ist. So muss Cliff nicht auf seinen Nationalfeiertag in Liechtenstein verzichten, der auch auf den 15.08. fällt. Nur fehlt hier leider das Freibier… 😉

Rangoli Kunst

Isi wird von Cliff ganz romantisch per Tuk Tuk abgeholt. Nach Ankunft zu Hause wird noch eine Kleinigkeit gegessen und dann geht es ab ins Bett.

Nach einer erneut ereignisreichen Woche geht es auf in Woche 31, die hoffentlich zur Abwechslung mal etwas weniger aufregend wird. 🙂