Woche 32

Sonntag:

Heute heißt es früh aufstehen, denn das Hilti Badminton Turnier steht an!

Während wir auf unser Taxi warten, leistet uns einer unserer pelzigen Freunde etwas Gesellschaft (wenngleich er etwas enttäuscht ist, dass er dafür nicht mit Leckerli entlohnt wird…).

Wir kommen in dem großen Sama Sportkomplex an, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Badminton, Basketball, Volleyball, Tennis, Squash, Schwimmen, Fechten, Judo,…

Knapp 60 Kollegen nehmen an dem Turnier teil (ursprünglich waren über 100 angemeldet, aber Verbindlichkeit ist hier eher optional 😉). Wir spielen in 8 Teams je 4 Spiele pro Team: Einzel-männlich, Einzel-weiblich, Doppel-mix, Doppel-männlich. Es gibt eine Vorrunde, Halbfinale und Finale. Das Turnier dauert den ganzen Tag und es macht wirklich Spaß! Cliff’s Team scheidet leider in der Vorrunde aus, Isi’s Team schafft es auf den 4. Platz.

Woman of the match – Isi darf den Pokal überreichen
Das Sieger-Team
Voller Körpereinsatz inklusive

Abends fallen wir, nach einem ausgiebigen Snack, müde aber glücklich in unser Bett.

Montag:

Jeder Knochen und Muskel schmerzt, es fällt heute wirklich schwer sich aus dem Bett zu schälen. Wir machen es trotzdem und starten in eine volle, aber glücklicherweise kurze Woche.

Dienstag:

Bei Hilti Indien erhält die gesamte Belegschaft an den Geburtstagen der Mitarbeiter Erinnerungsmails (Datenschutztechnisch in Deutschland unvorstellbar). Heute ist der Geburtstag eines Kollegen. Als wir ihn in der Mittagspause sehen, gratulieren wir ihm. Dabei stellt sich heraus, dass es gar nicht sein Geburtstag ist und er eigentlich erst im November Geburtstag hat. Er erklärt uns, dass es in Indien häufig vorkommt, dass Geburtstage vorgezogen und die offiziellen Dokumente angepasst werden, um Kinder früher einschulen zu können. Interessant.

Auf dem Heimweg tauschen wir noch Isi’s auf Geschäftsreise gerissene Hose um. Der Umtausch klappt nach 10 Telefonaten tadellos, die damit verbundene Bürokratie lässt das Ganze aber über 30 Minuten dauern…

Zu Hause angekommen, beschließen wir unseren müden Muskeln einen kleinen Impuls zu geben, und spielen eine Runde Badminton. Die Belastung wirkt Wunder und nach einer Stunde fühlen wir uns schon wieder viel vitaler.

Mittwoch:

Heute ist ein muslimischer Feiertag: Eid-E-Milad, der Geburtstag des Propheten Mohammed. Alle staatlichen Einrichtungen sind geschlossen, wir müssen aber arbeiten. 😢 Das Büro ist heute angenehm leer, viele Kollegen (auch nicht-Muslime) nutzen den Tag, um frei zu nehmen.

Isi hat heute die umgetauschte Hose an. Da sie der Naht aber nicht traut, nimmt sie sich vorsichtshalber eine Ersatzhose mit. 😂 Am Ende des Tages ist sie glücklich, dass die Naht gehalten hat und die Ersatzhose nicht zum Einsatz kam.

Abends gibt es eine neue Frisur für Isi – Coiffeur: Cliff.

Vorerst war nur der Pony dran

Donnerstag:

Cliff hat eine unruhige Nacht hinter sich: Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen. Daher geht er heute nicht an die Arbeit, Isi macht sich alleine auf den Weg.

Am Abend heißt es für Isi noch Koffer packen, da sie morgen früh nach Mumbai fliegt, um sich mit ihrer Freundin Anka zu treffen. Morgen ist der offizielle Feiertag Raksha Bandhan, der die Verbindung zwischen Geschwistern feiert, und somit freuen wir uns über einen freien Tag.

Da Isi nach einem langen Arbeitstag aber leider keine Motivation mehr zum Packen hat, beschließt sie, lieber früh ins Bett zu gehen, und dafür den Wecker etwas früher für ein effizientes Last-Minute-Packen zu stellen.

Freitag:

Der Wecker klingelt um 4:15 Uhr. Nach geschlagenen 45 Minuten snoozen steht Isi um 5 Uhr endlich auf und beginnt, sich auf ihre Reise vorzubereiten. 6 Uhr wird sie vom Taxi abgeholt und zum Flughafen Vadodara gebracht.

Der Flieger geht um 7:35 Uhr und nach einer knappen Flugstunde landet Isi in Mumbai.

Per Taxi geht es zum Taj Mahal Palace, wo Anka bereits auf Isi wartet, da sie bereits am Vorabend von einer Geschäftsreise aus Bangalore und Hyderabad angereist ist. Es scheint unser Glückstag zu sein, denn wir haben ein kostenloses Zimmerupgrade bekommen. Zu Isi’s großem Entzücken hat das Zimmer sogar eine Badewanne! 😍

Eindrücke vom Hotel:

Die Empfangshalle
Der Flur
Kunstobjekte überall
Die Wiedersehensfreude ist groß 🙂

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir ein wenig die Gegend unsicher.

Gateway of India

Nach knapp 500 m Fußmarsch sind wir etwas erschöpft und gönnen uns eine kleine Pause im Café Mondegar.

Nach weiteren 300 anstrengenden Metern, machen wir erneute Rast im Café Leopold.

Dann geht es auf Sightseeing- und Shoppingtour.

Ein Uhrenladen in einer Kirche – ein merkwürdiger Anblick
Der Uhrenturm der Universität
Genervte Camouflage-Katze: sie hat gehofft, dass Isi sie aufgrund ihrer guten Tarnung übersieht
Zwischendrin ein Vada Pav zur Stärkung

Abends kommen wir mit vielen neuen Eindrücken und vollen Einkaufstüten zurück ins Hotel, wo wir uns nur kurz frisch machen, um dann zum Abendessen aufzubrechen.

Es gibt sogar Rind auf der Speisekarte – wohl getarnt, versteht sich 😉

Samstag:

Der Tag startet spät mit einem Kaffee am Pool.

Anschließend brechen wir zum Spätstück auf, um nach der Stärkung erneut Mumbai zu erkunden unsere Kreditkarten glühen zu lassen. 😇

Die Mount Mary Kirche
Unter diesen Planen leben Menschen in einfachsten Verhältnissen 😢
An der Bandras-Festung versperren umfassende Bauarbeiten leider den Blick auf die Skyline Mumbais
Kreative Verkabelung
Nach einem schönen und shoppingtechnisch erfolgreichen Tag, gönnen wir uns erstmal eine kleine Pause mit einem guten Tropfen
Das Polizei-Revier Mumbai
Im Anschluss lassen wir den Abend mit einem gemütlichen und sehr leckeren Abendessen ausklingen

Währenddessen zu Hause in Vadodara:

Nach einer bisher recht erfolglosen Tomatenzucht endlich ein Lichtblick: die erste Frucht nach fast 5 Monaten!

Unser Kollege Sandeep, der auf einer Farm lebt, bringt uns 50 kg Erde für 4 Euro vorbei.

Da Cliff Sandeep sehr ins Herz geschlossen hat und die beiden eine enge Beziehung haben, schenkt Cliff ihm einen 3D Drucker und macht ihm damit eine riesige Freude. Sandeep ist ähnlich technikbegeistert wie Cliff und kann sein Glück kaum fassen. 🙂

Spät abends wird Cliff von einem nicht-enden-wollenden Feuerwerk geweckt. Man merkt, dass allmählich wieder die Festival-Season beginnt: nachdem es wochenlang recht ruhig war, sieht und hört man inzwischen wieder Feierlichkeiten an jeder Ecke.

Sonntag:

In Mumbai startet der Tag mit indischem Filterkaffee und einem ausgiebigen Frühstück.

Nach dem Checkout werden wir um 11:30 von unserem Taxi abgeholt, das wir für den halben Tag gebucht haben.

Zuerst geht es auf in eine finale Shoppingrunde. Dort trifft Isi auf eine Frau, die genau das gleiche Kleid wie sie trägt. Gekauft haben wir es beide in der gleichen Boutique in Udaipur, Rajasthan, 750 km entfernt von Mumbai. Ein lustiger Zufall!

Nach dem Shopping besuchen wir den Shree Siddhivinayak Tempel, was sich als eine recht stressige Erfahrung entpuppt. Menschenmassen drängeln sich vor und in dem Tempel, spirituelle Ruhe Fehlanzeige. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung, nachdem wir Stück für Stück herausgefunden hatten, was wo und wie zu tun ist.

Die Opfergaben
Absperrungen leiten den Weg durch den Tempel bis zum Altar
Und wir mittendrin 😂
Fotos sind eigentlich streng verboten, uns wird aber gestattet, dass wir ein Foto machen dürfen
Der Tempel von außen

Anschließend geht es zum Flughafen, unsere heutige Ausbeute lässt es ganz schon eng werden im Taxi. 🫣

Am Flughafen gönnen wir uns noch einen letzten gemeinsamen Snack, bevor es vorerst Abschied nehmen heißt: für Isi geht es zurück nach Vadodara, während Anka weiter nach Goa reist. Am Mittwoch wird es aber bereits ein Wiedersehen geben, auf das wir uns schon sehr freuen. 🙂

Ein wunderschönes Wochenende geht zu Ende

Zurück in Vadodara trifft Isi auf eine wohlduftende und frisch geputzte Wohnung und wird von Cliff mit einem leckeren Abendessen empfangen. (#chooseyourhusbandwisely 🥰)

Dinner in the Dark

Der aufmerksame Leser hat möglicherweise bemerkt, dass dieser Wochenbericht nicht an einem Samstag endet. Dies hat zwei Gründe: versehentlich hat Isi den Sonntag in diesem Wochenbericht inkludiert und ihn zu löschen und neu zu erstellen, erschien ihr zu aufwändig (copy-paste war leider keine Option). Außerdem gibt es uns nun die Möglichkeit, dem gewöhnlichen Wochenzyklus zu folgen.

Woche 31

Sonntag:

Heute wird der Jetlag auskuriert und wir verbringen einen faulen Sonntag zu Hause.

Montag – Donnerstag:

Wie erhofft wird die Woche zwar arbeitsreich, aber ohne besondere Vorkommnisse, somit gibt es diese Woche nicht viel zu berichten.

An den Abenden bereiten wir uns eifrig auf unser Hilti Badminton Turnier vor, was am kommenden Sonntag ansteht.

Am Mittwoch feiert Isi mit dem Management Team mal wieder den Abschied eines indischen Kollegen, der für 3 Jahre nach Schaan zieht (ohne Fotos), und Cliff genießt am Donnerstag ein Team-Dinner in dem Hotel, wo vor 7 Monaten unser Indien-Abenteuer begann.

Freitag:

Das Kunst-Atelier ist eröffnet! Nach der Arbeit lassen wir unseren Plänen Taten folgen und verausgaben uns mit Acryl-Farbe künstlerisch an unseren Blumentöpfen, die bisher nur in traurigem Zement-Grau erstrahlten.

Samstag:

Spätstück im Bett mit Mc Donald’s und Netflix. 😋

Im Anschluss steht etwas Hausarbeit, Blumentopf-Kunst und eine kurze Runde Badminton an.

Heute geht es nicht allzu spät ins Bett, denn morgen wollen wir fit für das Hilti Badminton-Turnier sein. Wir sind schon sehr gespannt, denn es haben sich 100 Kollegen angemeldet und es wurde im Vorfeld sehr akribisch geplant, inkl. eines eigens entwickelten Spiel-Reglements.

Woche 30

Sonntag:

Abreise aus Udaipur nach Ahmedabad, zuvor ist noch eine letzte Shopping-Runde angesagt.

Auf dem Heimweg sieht man überall auf den Straßen friedliche Versammlungen, heute wird der World Tribal Day der Adivasi Stämme gefeiert.

Nach knapp 5 Stunden Fahrtzeit Ankunft in Ahmedabad, wo wir uns zusammen mit unserem Fahrer ein letztes Abendessen gönnen, denn Isi reist heute Nacht nach Thailand für eine Geschäftsreise. Nachdem sie Isi am Flughafen Ahmedabad abgesetzt haben, fährt Cliff weiter nach Vadodara und kommt gegen 11 Uhr zu Hause an.

Blick von der Restaurant-Terrasse

Montag:

Ankunft um 7 Uhr morgens in Bangkok pünktlich zum Sonnenaufgang. Es ist genauso schwül und feucht wie in Indien, aber glücklicherweise ist Isi daher ja schon bestens akklimatisiert.

Bestens auf die Reise vorbereitet, stellt Isi fest, dass sie die E-Arrival Registrierung vergessen hat. Der Express-Service (mit Extra-Gebühr – versteht sich) retten ihr aber glücklicherweise den Hintern und so hält sie nach 20 Minuten das Formular in den Händen, was beim Dokumenten-Check bei der Einreise aber ärgerlicherweise gar niemanden interessiert.

In einer engen Toiletten-Box wechselt sie dann noch schnell vom Freizeit- ins Business-Outfit und schon geht es weiter in das knapp zwei Stunden entfernte Pattaya, wo bereits Isi’s drei Kollegen bei einem Lieferanten auf sie warten. Zwei unserer chinesischen Kollegen, die eigentlich auch kommen wollten, haben es leider aufgrund des Tropensturms Dolphin nicht nach Bangkok geschafft, weil ihre Flüge gestrichen wurden.

Nach einer ausführlichen Werksbesichtigung gibt es erstmal ein super leckeres und vielseitiges Mittagessen.

Anschließend geht es weiter zum nächsten Lieferanten. Dort reißt Isi‘s gestern erst frisch erworbene Hose mit einem lauten „Ratsch“ und ohne jegliche Vorwarnung am Hintern auf (zum Glück passierte es erst gegen Ende des Besuchs, eine lange Bluse konnte das Schlamassel weitestgehend kaschieren).

Frische Kokosnuss mit ausgeklügelter Vorrichtung zum unkomplizierten Trink-Genuss

Nach dem Besuch geht es ins Hotel, gefolgt von einem gemütlichen Dinner mit den Lieferanten am Strand von Pattaya.

Blick aus Isi‘s Hotelzimmer
Eine Geschäftsreise an einen ultra touristischen Urlaubsort lässt das Ereignis irgendwie unreal wirken

Dienstag:

Neuer Tag, neuer Lieferantenbesuch. Abholung am Hotel mit Karaoke-Party-Bus.

Beim Lieferanten gilt Hausschuh-Pflicht
Süße kleine Mini-Shrimps in einem Aquarium

Erneut werden wir mit einem sehr leckeren Mittagessen inkl. Jakobsmuscheln und Monster-Shrimps verwöhnt. Unser indischer Kollege leidet bei jedem Esssen, weil er Vegetarier ist und es größtenteils nur Nüsse oder Brot für ihn gibt, da die meisten Essen mit Fisch-Sauce angemacht sind.

Man beachte den skeptischen Blick unseres indischen Kollegen auf die Meeresfrüchte

Am späten Nachmittag brechen wir mit unserem Karaoke-Bus zurück nach Bangkok auf, wo wir eine Nacht verbringen, bevor es morgen weiter nach Shanghai geht. Der Verkehr in Bangkok ist extrem dicht, dennoch ist er im Vergleich zu Indien super strukturiert und ruhig, kein Hupen, kein Gedrängel – eine Wohltat.

Lieferanten-Besuche machen scheinbar müde

Abends brechen wir zum Abendessen und anschließend zu einem Nachtmarkt per Party-TukTuk auf.

Fisch gefällig?

Unterdessen in Vadodara: Cliff kocht heute zum ersten Mal in Indien sein eigenes Biryani mit den am Wochenende in Udaipur gekauften Gewürzen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, geschmacklich besteht es ebenfalls dem eigenen Urteil des kritischen zukünftigen Biryani-Meisters.

Das Ergebnis stößt auch bei dem bekochten Kollegen auf Begeisterung:

Mittwoch:

Heute gibt es in Bangkok vermeintliche Thüringer Bratwurst zum Frühstück. Nicht einmal mit ganz viel Phantasie lässt sich auch nur annähernd die Brücke zum Original schlagen, aber immerhin enthält sie das Hauptgewürz Majoran.

7:45 Uhr Anreise zum Flughafen Bangkok und Weiterreise nach Shanghai zu weiteren Lieferantenbesuchen. Unser indischer Kollege kann leider nicht mit uns weiterreisen, da er sein Visum für China nicht rechtzeitig bekommen hat.

Flughafen Bangkok
Armband-Shopping zum Zeitvertreib
Interessante Toiletten-Beschriftung – nicht getestet
Bye bye Bangkok

16 Uhr Ankunft in Shanghai, per Taxi geht es zum Hotel. Natürlich bezahlt Isi viel zu viel für das Taxi (was sich später noch herausstellen wird), zudem wird sie noch vor dem falschen Hotel abgesetzt. Die Suche nach dem richtigen Hotel nimmt 10 Minuten in Anspruch, das Personal ist nicht sehr hilfsbereit und die Sprachbarriere macht die Suche nicht leichter. Nach dem dritten Anlauf findet sie über eine Tiefgarage zufällig den Nebeneingang des Hotels.

Hält den Regen ab

Die zwei Kollegen aus Schaan haben einen etwas späteren Flug genommen und so treffen wir uns erst im Hotel wieder. Nach einer kurzen Rast geht es mit unseren chinesischen Kollegen zum Abendessen.

Mit Suppe und Fleischklops gefüllte Dumplings
Peking Ente – ein Traum!

Nach dem Essen geht es ins Hotel, aus der geplanten Amazon Video Session vor dem Schlafen wird aber leider nichts, Isi hatte für einen kurzen Moment vergessen, dass sie sich in China befindet und „The Great Firewall“ ihr einen Strich durch die Rechnung macht.

Unterdessen gibt es in Vadodara die zweite Runde Biryani, die für noch besser als die erste Version befunden wird. Auch der diesmal bekochte Kollege ist durchaus begeistert, kommt aber bezüglich Schärfe an seine Grenzen. Wer hätte das gedacht.

Donnerstag:

Um 7 Uhr startet Isi in Shanghai zu einem 3 h entfernten Lieferanten. Auf halber Strecke gibt es erstmal eine Pipi- und Frühstücks-Pause.

Der Rasthof hat viel zu bieten – es gibt sogar einen weitläufigen Park, in dem man sich die Beine vertreten kann
Unser Frühstück, eine Art Wrap mit Ei, Gemüse und einer Knusperwaffel
Glücklicherweise gibt es immer eine „normale“ Toilette, sodass Isi Pipi-Squads erspart bleiben
An der Raststätte kann man sich lebende Riesen-Heuschrecken als Haustiere kaufen
Das Essen beim Lieferanten ist wie immer vorzüglich

Nach dem Lieferantenbesuch reisen wir am frühen Abend zurück nach Shanghai, auch hier ist der Verkehr zwar sehr dicht, aber alle halten sich an die Regeln, bleiben in ihren Spuren und keiner kommt auf die Idee zu hupen.

Abends gibt es wieder köstliche chinesische Küche.

Halb-frittierte Dumplings
Frittierter Fisch

Nach dem Essen geht es auf 320 Meter Höhe, um Shanghai aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Ganz schön windig in luftigen Höhen

Zum Abschluss gibt es vom Boden aus noch ein obligatorisches Skyline-Selfie, bevor es ab ins Hotel zum Schlafen geht.

Cliff ist abends in Vadodara mit dem gestern bekochten Kollegen beim Abendessen, der inzwischen auch bei uns eingezogen ist und bereits die letzte, wie auch die heutige Nacht in unserem Gästezimmer schläft.

Moped fahren darf nicht fehlen
Gezockt wird auch

Schaut man sich die Behausung an, in der unser Kollege wohnt, verwundert es nicht, dass er gar nicht mehr gehen will…

Freitag:

Heute geht es für Isi in unser chinesisches Werk am Stadtrand von Shanghai. Die chinesischen Kollegen erklären uns, dass das Werk in einer sehr ländlichen Gegend liegt, die „ländliche Gegend“ ist immer noch dichter besiedelt als so manche europäische Großstadt…

Nach dem Mittagessen gibt es erstmal eine Runde Billard zur Verdauung.

Zum Feierabend begeben wir uns wieder ins Zentrum, um den Pearl Tower zu besuchen.

Der Shanghai-Tower, das höchste Gebäude Chinas und das dritthöchste Gebäude der Welt
Blick auf Shanghai vom Glasboden des Pearl-Towers aus ca. 250 m Höhe
Hoffentlich hält das Glas nach all dem Essen der letzten Tage
Der Pearl-Tower von außen, erinnert ein klein bisschen an den Fernsehturm in Berlin

Nach der Turmbesichtigung verabschieden wir uns von unseren europäischen Kollegen, die am Abend ihren Heimflug haben. Isi geht mit den chinesischen Kollegen zum Ausklang der Reise noch Hot Pot essen, da ihr Flieger erst morgen Früh zurück nach Indien geht.

Beef Loading bevor es zurück nach Indien geht, Vegetarier haben es in China nicht so leicht, Fleisch in jeglicher Form dominiert ganz klar die Ernährung
Shrimps
Magen 🙄 Isi hat mit etwas Überwindung probiert und für gut befunden
Der Hot Pot
Moped-Schirm

Unterdessen bedienen sich die Kühe in Vadodara an den Pflanzen unserer Nachbarn.

Abends trifft Cliff zum dritten Mal in Folge seinen Lieblingskollegen Ravi.

Außerdem erhält Cliff von Isi die Auflage, dass der Kollege aus dem Haus ist, wenn sie am Samstagabend wieder nach Hause kommt. 😂

Samstag:

Der Wecker in Shanghai klingelt früh, da Isi um 4:30 Uhr zum Flughafen abgeholt wird. Die Reise wird heute relativ lang mit 2 Umstiegen (Shanghai – Bangkok – Mumbai – Vadodara).

Am Flughafen in Shanghai vertreibt Isi sich die Zeit bis zum Abflug mit ein wenig Bummeln und stößt dabei auf fragwürdige Snacks.

Hühnerfuß to Go

Im Flieger hört Isi in der Reihe hinter sich eine Familie einen sehr vertrauten schwäbischen Dialekt sprechen, als die Mutter mit ihren drei Kindern plötzlich über Meckenbeuren spricht. Isi spricht daraufhin die Frau an, sie kommen tatsächlich vom Bodensee. Sie haben die Schwester des Mannes in Shanghai besucht und verbringen nun noch 2 Wochen Sommerferien in Thailand – klein ist die Welt! 🙂

Cliff verbringt den Nachmittag heute auf dem Land bei einem Kollegen.

Es werden Kokosnüsse gepflückt,…
… Bananen…
… und Papayas geerntet
Moped darf mal wieder nicht fehlen
Blumen werden gekauft – Cliff wird strikt untersagt die Pflanzen zu tragen, stattdessen muss die arme Dame ran…
Pumpwerk zur Wasserversorgung
Im Anschluss wird geshoppt
Cliff‘s Ausbeute für knapp 70 €

Isi hat unterdessen in Bangkok am Flughafen noch etwas Alkohol gekauft, dabei aber nicht bedacht, dass es eine Höchstgrenze von 2 Litern für die Einfuhr in Indien gibt, die sie um einen halben Liter überschreitet. Daher ist sie bei der Zoll-Kontrolle etwas nervös und als ihr Gepäck gescannt wird, gelingt es ihr tatsächlich den Beutel mit dem Alkohol vor den Zollbeamten so selbstverständlich an der Schulter zu tragen, dass sie ihn gar nicht in den Fokus nehmen – Glück gehabt. 😇

20:20 landet Isi’s Flieger pünktlich in Vadodara. Heute wird in Indien der Independence Day gefeiert, weshalb der Flughafen schön geschmückt ist. So muss Cliff nicht auf seinen Nationalfeiertag in Liechtenstein verzichten, der auch auf den 15.08. fällt. Nur fehlt hier leider das Freibier… 😉

Rangoli Kunst

Isi wird von Cliff ganz romantisch per Tuk Tuk abgeholt. Nach Ankunft zu Hause wird noch eine Kleinigkeit gegessen und dann geht es ab ins Bett.

Nach einer erneut ereignisreichen Woche geht es auf in Woche 31, die hoffentlich zur Abwechslung mal etwas weniger aufregend wird. 🙂

Woche 29

Sonntag:

Per App haben wir eine professionelle Sofareinigung bestellt. Der erste Dienstleister sagt nach 45 Minuten Verspätung grundlos ab. Daraufhin haben wir einen neuen Dienstleister bestellt, der ausschließlich mit einem handelsüblichen Staubsauger auftaucht. Heute also keine Sofareinigung, das Geld ist trotzdem weg (zum Glück nur ca. 10 €).

Montag:

An der Arbeit hat sich ein frecher Wauzi an unserem strengen Wachpersonal vorbeigeschlichen und suhlt sich sichtlich zufrieden auf unserer sattgrünen Wiese.

Beim Mittagessen erzählt Isi einem indischen Kollegen, dass sie seit Indien keine Nachrichten mehr verfolgt. Daraufhin empfiehlt dieser ihr, dem deutschen Tagesschau Instagram Kanal zu folgen, da er diesen für sehr informativ hält. Dieser Tipp kam überraschend.

Nach der Arbeit kaufen wir mal wieder Blumentöpfe.

Die Mückenstiche gibt es gratis dazu

Wir kaufen vorerst nur ein farbiges Modell, die farblosen Töpfe bringen uns aber auf eine Idee. Und so bestellen wir auf dem Heimweg 4 Liter Acrylfarbe und Malerpinsel, um uns in Zukunft unsere eigenen Töpfe nach Lust und Laune zu gestalten…

Auf dem Heimweg platzt plötzlich der Himmel auf und es regnet in Strömen. Man beachte den tapferen Schirmhalter auf dem Moped:

Dienstag:

Heute gibt es an der Arbeit eine Wettbewerbsanalyse mit Trennscheiben aus der ganzen Welt. Isi‘s Aufmerksamkeit liegt auf einer Trennscheibe, die aus ihrer ehemaligen Heimat Friedrichshafen vertrieben wird. Ein netter Zufall, der Isi ein klein wenig wehmütig macht.

Seit dieser Woche läuft unser Entfeuchter auf Dauerbetrieb aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit.

Heute hat Cliff sich auf eigene Faust an seine Steuererklärung gesetzt. Innerhalb von 30 Minuten war alles erledigt, eine Nachzahlung von lediglich ca. 50 € wurde fällig. Isi hatte das Privileg einer Steuerklärungsagentur genutzt, alleine für die Zusammenstellung aller erforderlichen Dokumente hat sie 3-4 mal so lange gebraucht. Damit stellte sich der Mehrwert der Agentur durchaus in Frage.

Nach der Arbeit holen wir uns unsere August-Ration im Liquor Shop ab, wie gewohnt verpacken wir es anonym in unserem Reisekoffer für den Abtransport nach Hause.

Außerdem wurde heute unser neues Sideboard geliefert, das wir am Wochenende für unseren Essbereich bestellt haben. Erfreulicherweise sieht es in Echt genauso hübsch aus, wie online dargestellt und so bestellen wir direkt ein weiteres Sideboard dieser Sorte.

Mittwoch:

Nach Feierabend wird mal wieder fleißig umgetopft und die Blumen werden für ein Wochenende „allein zu Hause“ vorbereitet, denn Morgen geht es für Cliff auf Überraschungstrip: Isi hat zum ersten kirchlichen Hochzeitstag einen kleinen Ausflug geplant.

Versehentlich artet der Abend zu einer kleinen Privatparty zu zweit aus, die mit einer Mc Donald‘s Bestellung um 3:30 Uhr morgens endet. 😇

Donnerstag:

Etwas zerknittert starten wir mit knapp 2 h Verspätung am Vormittag per Taxi zu unserem Ziel. Cliff ist nach wie vor ahnungslos.

Die Spuren der Party sind durchaus noch sichtbar

Unterwegs gibt es mal wieder einige Kuriositäten zu bestaunen.

Die offizielle Pipi-Pause lässt Isi gerne aus und verdrückt sich einige Zeit später, als es nicht mehr auszuhalten ist, in ein einsames Gebüsch.

Nach knapp 6 h Fahrt Ankunft in unserer Bleibe.

Wir kommen in einem sehr authentischen und gemütlich eingerichteten Guest House unter und fühlen uns direkt wohl
Von der Dachterrasse unserer Unterkunft haben wir beste Sicht auf den Stadtpalast Udaipurs

Nach einem kurzen taktischen Nachmittagsschlaf brechen wir zu einer ersten kleinen Stadterkundung und zum Abendessen auf.

Vom Restaurant aus haben wir besten Blick auf den Pichola-See
Der Wein schmeckt schon wieder
Die Luft hier ist herrlich und wir frieren fast ein bisschen bei kühlen 26 Grad, die hohe Luftfeuchtigkeit spürt man interessanterweise kaum
Ein Luxushotel mitten auf dem See, das nur per Boot zu erreichen ist

Auch hier prägen die Kühe das Stadtbild, selbst vor den engen verwinkelten Gassen der Altstadt machen sie nicht Halt.

Die Häuserwände in der Altstadt sind mit hübschen Gemälden geschmückt.

Der Wauzi hat sich zum Schlafen auf ein sicheres Dach begeben

Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang zurück zur Unterkunft, begeben wir uns auf die Dachterrasse, um mit unserer Drohne einen Nachtflug zu starten. Cliff fliegt unbeirrt über die Stadt, den See, entfernte Berge und auch den Stadtpalast, als wir plötzlich von aufgeregten Rufen des Sicherheitspersonals des Stadtpalasts aufgeschreckt werden, die uns wohl zu verstehen geben wollen, dass Drohnenflüge über dem Palast nicht gestattet sind. Wir packen zügig das Equipment zusammen, verschwinden in unserem Zimmer, verstecken die Drohne in einem von Isi’s Kleidern (sicher ist sicher, man kann ja nie wissen 🙂) und fallen müde ins Bett.

Freitag:

Wir gönnen uns heute eine Extra-Portion Schlaf und starten den Tag mit einem ausgiebigen Mittagessen in einem Grill-Restaurant mit hübscher Dachterrasse.

Chicken Biryani
Paneer Masala
Die bisher besten Cocktails, die wir in Indien genossen haben

Im Anschluss erkunden wir weiter die Stadt und besuchen den Stadtpalast, den wir gestern Nacht bereits ausgiebig per Drohne aus der Luft begutachtet haben. Auf dem Palastgelände werden wir mal wieder zu einem begehrten Fotomotiv, sodass es eine ganze Weile dauert, bis wir uns zum Eingang des Palasts vorgearbeitet haben.

Von dieser Mauer rief uns gestern Nacht das Wachpersonal freundlich zu, den Drohnenflug zu unterlassen

Der Palast ist riesig und die Besichtigung sehr ermüdend, sodass wir im Anschluss zurück zu unserer Unterkunft gehen und eine kurze Pause einlegen, bevor wir abends wieder zum Abendessen aufbrechen.

Nicht nur wir fanden den Palastbesuch ermüdend, andere Besucher geben ihrer Müdigkeit direkt nach und machen es sich auf der Palastwiese gemütlich

Mit frisch getankter Kraft brechen wir zum Abendessen auf.

Die Abendessen-Location, auch heute wieder auf einer Dachterrasse (so ziemlich jedes Restaurant besitzt eine)
Eine feine asiatische Pho Suppe und im Hintergrund Laal Maas, eine scharfe Lamm-Spezialität aus Udaipur

Samstag:

Heute heißt es früh aufstehen, denn wir werden um 5:15 von unserem Fahrer abgeholt, um den Sonnenaufgang auf einem nahegelegenen Berg, dem Baahubali, zu beobachten. Das Aufstehen hat sich gelohnt, die Aussicht ist wirklich wunderschön, leider waren wir aber nicht die Einzigen mit dieser Idee, sodass das Erlebnis nicht so einsam wie erwartet wird.

Die Drohne kommt auch zum Einsatz
360 Grad Aufnahmen mit fragwürdigem Equipment als durchaus gutes Geschäftsmodell, die Inderinnen stehen Schlange
Ein Special Maggi Point darf unterwegs zur Stärkung nicht fehlen

Anschließend fahren wir zurück zum Hotel, wo Cliff im Frühstücksraum Bilder entdeckt, die ihm sehr gut gefallen.

Die Objekte der Begierde

Er fragt unseren Gastgeber, wo er die Bilder her hat und dieser erzählt ihm, dass sie von einem lokalen Künstler seien. Prompt ist der Kontakt hergestellt und so begeben wir uns nach dem Frühstück in das 5 Quadratmeter große Atelier von Rajesh Soni, der uns stolz seine Kunst und seine zahlreichen Artikel in Kunstzeitschriften präsentiert. Nach einigen Verhandlungen haben wir 7 der Kunstwerke gekauft, und wir fahren mit Rajesh zu einem Restaurant, das er uns wärmstens empfiehlt, um auf unseren ersten gemeinsamen Kunstkauf anzustoßen.

Anekdote aus dem Atelier: Der Künstler zeigt uns viele seiner Bilder, bei einem ist Isi abgelenkt, das Bild weckt aber ihre Aufmerksamkeit, allerdings hat Rajesh das Bild bereits wieder weggepackt und Isi findet es nicht mehr. Da sie das Bild nochmal sehen will, beschreibt sie das Bild förmlich und etwas kompliziert, dass es sich um eine etwas korpulentere Frau oder Figur handele, die auf dem Boden sitzt oder kniet. Als Rajesh damit nichts anfangen kann, wird Cliff deutlicher und sagt, dass es eine fette Frau war, die auf dem Boden saß. Dann kommt ihm ein Geistesblitz, er zückt prompt das Bild und sagt empört, dass es sich dabei um den Gott Lord Krishna handele. Hupsi 😂

Wir haben einen köstlichen Nachmittagssnack und da wir bei Betreten des Restaurants von kleinen Kindern um Geld oder Essen angebettelt werden, bestellen wir noch eine Extra-Portion Pommes, die wir im Anschluss einem Mädchen anbieten. Wir haben den Eindruck, dass ihr Geld lieber gewesen wäre, dennoch nimmt sie die Pommes zögerlich an.

Unterwegs gibt es wieder einiges zu Bestaunen.

Wir ziehen noch etwas durch die Altstadt Udaipurs, um Gewürze für Cliff‘s Biryani-Experimente zu kaufen (Vision: nach 3 Jahren möchte er DER Biryani-Experte Indiens sein 🙂) und kaufen noch das ein oder andere dekorative Stück für unsere Wohnung.

Kurze Tee-Pause beim Gewürzhändler
Cliff schult kurzerhand zum Spirituosen-Verkäufer um

Zurück in der Unterkunft begeben wir uns auf unsere Dachterrasse, um den Sonnenuntergang zu genießen (leider ist es aber etwas bewölkt, daher ist es eher unspektakulär). Cliff hat Isi noch eine tolle Überraschung zum Jahrestag organisiert, mit der sie nicht gerechnet hatte: die Uhr, die sie vor 2 Wochen anprobiert hatte, als Cliff sich seine Uhr gekauft hat. Außerdem hat er ihr noch eine Uhrenaufbewahrung per 3D Druck gedruckt, die sich beliebig erweitern lässt, damit noch viele weitere Geschenke folgen können. ☺️

Im Anschluss gehen wir ganz romantisch Abendessen in einen Pizza-Imbiss mit sehr guter Pizza, die ihrem italienischen Vorbild recht nahe kommt und beenden den Abend mit einem Absacker auf einer der unzähligen Dachterrassen.

Pure Romance im Pizza-Imbiss ❤️

Woche 28

Sonntag:

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem gemütlichen Start in den Tag, brechen wir zum Cherai Beach im Norden Kochi‘s auf. Wir nehmen eine kleine Abkürzung per Fähre, die uns 30 Minuten Weg spart.

Die 5-minütige Fahrt kostet für Cliff 3 Rupees
(< 3 ct), für Isi ist die Fahrt kostenlos
Vor der Fähre gibt es eine lange Schlange, es ist ein beliebtes Fortbewegungsmittel, da man durch die vielen Wasserkanäle sehr viel Zeit im Vergleich zum Landweg sparen kann
Ankunft auf der anderen Seite

Von dort aus buchen wir uns ein Taxi, um unsere Reise fortzusetzen. Nach 45 Minuten kommen wir am Strand an. Leider setzt pünktlich zu unserer Ankunft auch der Regen ein, sodass wir uns erstmal in ein Restaurant flüchten. Wir gönnen uns eine kleine Stärkung in fester und flüssiger Form.

Die Leergut-Sammelstelle des Restaurants, selten sieht man in Indien so viel Struktur und Ordnung
Generell ist es in Kochi viel sauberer als in Vadodara, vermutlich liegt das an den Mülltonnen, die überall zur Verfügung stehen, selbst für Flaschen gibt es separate Sammelbehälter und die Leute scheinen sich daran zu halten

Nach kurzer Zeit klart der Himmel wieder auf und wir begeben uns an den Strand, um etwas Drohne zu fliegen.

Mit dem besseren Wetter nehmen auch die Menschenmassen am Strand zu
Wir finden einen weitestgehend leeren Strandabschnitt, das Baden lassen wir aber aus

Anschließend treten wir den Rückweg an, da am Abend etwas Kultur angesagt ist: wir besuchen eine Kathakali Tanzshow, für die Kerala sehr berühmt ist. Die Kostüme und Schmink-Kunst sind faszinierend, wenngleich wir etwas Probleme mit der Interpretation der Geschichte haben. Im Grunde ist die Storyline aber immer die Gleiche: ein tapferer Held, das Gute und das Böse, die um das Herz des tapferen Helden kämpfen, am Ende gewinnt natürlich das Gute. 🙂

Die Show beginnt mit einem eigenartigen Augentanz:

Die Bösewichtin:

Grande Finale:

Nach der Show gönnen wir uns ein letztes köstliches Abendessen in unserem Hotel.

Chicken-Biryani im Bananenblatt

Montag:

Zum checkout bekommen wir noch einen schmackhaften Abschiedsgruß, bevor wir zu einer kleinen Shopping- und City-Tour aufbrechen.

Synagoge
Mattancherry Palace mit historischem Museum zur Geschichte Kochis und Keralas
Eine Trage für faule Staatsoberhäupter
Antiquitäten

Ein Gemälde der Straße haben wir uns als Andenken mit nach Hause genommen.

Der Künstler behauptete, dass die Wasserflecken auf dem Bild beabsichtigt seien, um die Regenzeit darzustellen. Wir sind uns bis heute nicht so sicher, aber egal, denn wir mögen das Bild trotzdem sehr – vielleicht gerade weil es so perfekt unperfekt ist, wie so vieles in Indien… 🙂

Im Anschluss geht es an den Flughafen, wo wir uns Dank unserer Bankkarte für schlappe 25 Rupees (< 25 ct) Lounge-Zutritt verschaffen und noch eine kleine Stärkung zu uns nehmen, bevor der Flieger pünktlich kurz nach 18 Uhr abhebt.

Ankunft um 21 Uhr in Ahmedabad, Rückreise nach Vadodara mit dem Taxi (zum Glück ohne Regen), Ankunft zu Hause um 23:30 Uhr. Im EG erwartet uns eine große Lieferung, nach langem Warten ist endlich unser Gästebett angekommen! Besucher sind ab sofort also herzlich Willkommen. 🙂

Wir schleppen als letzten Akt des Tages die Pakete in die Wohnung und fallen anschließend müde ins Bett.

Dienstag:

Nachdem wir unsere Aadhaar-Nummer nun haben, gehen wir nach der Arbeit ins Autohaus und bestellen unser Wunsch-Auto. Dort erfahren wir, dass nun noch zusätzlich die Steuer- und Aadhaar-Nummer miteinander verknüpft werden müssen, was unser Unterfangen erneut verzögert.

Anschließend gönnen wir uns ein Abendessen mit stilvollem Sushi-Haus (vegetarisch, aus Sicherheitsgründen 😉).

Dimsum
Curry-Ramen

Mittwoch:

Nach der Arbeit gehen wir in ein Uhrengeschäft, weil Cliff sich eine Uhr für den Alltag kaufen möchte. Seine Wahl fällt auf die indische Marke Titan, die geschmackvolle Uhren zu erschwinglichen Preisen anbietet.

Auf dieses Modell ist Cliff‘s Wahl gefallen, kostet ca. 130 €

Isi stöbert auch ein wenig, belässt es aber ausnahmsweise beim Gucken.

Keramik-Modelle sind etwas teurer und liegen bei ca. 450 €

Donnerstag:

Marktbesuch nach der Arbeit. Anders als sonst, werden wir heute permanent und sehr aufdringlich von bettelnden Kindern verfolgt. Als Cliff ihnen 10 Pflaumen kauft, rennen sie sofort weg, um kurze Zeit später ohne die Pflaumen wiederzukommen, und mit ihrer Bettelei weiterzumachen. Wir schwanken zwischen Mitleid und Genervtheit, haben aber den Eindruck, dass es sich bei den Kindern um einen Teil der bekannten Bettelmafia handelt, da die üblichen Bettler nicht so aufdringlich sind. Wir sind jedenfalls froh, als wir mit unseren Einkäufen fertig sind und uns wieder in unser Auto begeben können.

Abends baut Cliff das Gästebett auf, leider müssen wir feststellen, dass die Füße teilweise falsch geliefert wurden und keine einheitliche Farbe haben.

Gold
Schwarz
Schwarz

Nun ja, mal wieder eine kleine Extra-Runde, die wir drehen müssen…

Freitag:

Als wir gerade aufstehen wollen, bekommen wir einen Anruf von unserem Fahrer. Er empfiehlt uns, aufgrund der starken Regenfälle heute nicht an die Arbeit zu gehen.

Wir sind uns unschlüssig, bekommen aber Stück für Stück von einigen Kollegen mit, dass auch diese nicht an die Arbeit kommen, weil die Straßen teilweise knietief unter Wasser stehen.

Eindrücke aus der Wohnung eines Kollegen

Somit gibt es heute einen ungeplanten Tag im Homeoffice, den Isi effizient mit Multitasking verbringt.

Am frühen Abend kommt unser Autoverkäufer bei uns vorbei, um die Anzahlung zu finalisieren, nachdem die Verknüpfung unserer Steuer- und Aadhaar-Nummer gestern bestätigt wurde. Somit steht dem Kauf nun nichts mehr im Wege, die Lieferzeit beträgt 1-2 Monate, wir sind schon voller Vorfreude und Aufregung!

Abends setzt Isi Sauerteig für ein neues Back-Experiment an. Diesmal gibt es Zimtschnecken! 😋 Nachts um 12 ist der Teig fertig, morgen früh um 6 geht es weiter.

Samstag:

Vor Arbeitsbeginn macht Isi die Zimtschnecken fertig: Teig ausrollen, befüllen, zusammenrollen, portionieren und auf dem Blech platzieren.

Dann heißt es wieder Warten. Da es auch heute stark regnet und wir beide nicht wirklich gesund sind (Isi plagt ihr Infekt seit 5 Wochen, Cliff schwächelt seit dieser Woche mit ähnlichen Symptomen), beschließen wir, nicht an die Arbeit zu fahren und unsere Aufgaben von zu Hause aus zu erledigen.

Nach 3 Stunden Gehzeit, kommen die Zimtschnecken in den Ofen.

Davor
Dazwischen
Danach

Hoffentlich schmecken sie so gut wie sie aussehen! 😍

Durch den Regen herrscht eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die die eigentlich angenehmen 26 Grad recht unerträglich macht.

Die Feuchtigkeit drückt auch merklich in die Wohnung, glücklicherweise lässt sich das aber mit der Klimaanlage relativ gut regulieren.

91 % Luftfeuchtigkeit

Gegen Mittag werden die Zimtschnecken verkostet, sie sind unfassbar lecker! 🤤

Monsun-Gespräche:

Isi und Cliff stehen am Fenster und schauen nach draußen.

Isi: „Es ist schon verrückt, der Regen hier in Indien ist teilweise ganz anders, viel feiner. Man schaut raus, denkt es regnet nicht und trotzdem regnet es in Strömen. Oder?“

Cliff: „Keine Ahnung, habe ich noch nicht beobachtet. Und gerade regnet es ja nicht.“

Isi schaut Cliff verwundert an.

Isi: „Dann schau nochmal genauer hin.“ 🙂

Abends muss Cliff erstmal das Internet reparieren…

… bevor es per Flugsimulator von Vadodara nach Ahmedabad geht.

Nach einer sanften Landung folgt ein gemütlicher Wochenausklang auf dem Sofa.

Woche 27

Sonntag:

Isi versucht sich heute auch zum ersten Mal an Sauerteig-Experimenten. Sie entscheidet sich für eine süße Variante in Form eines Sauerteig-Zopfs.

Mal schauen, ob das was wird

In der Gehzeit bis zum Backen bestellt Isi sich ein Spa-Treatment nach Hause: koreanische Gesichtsbehandlung, Wimpern zupfen und Pediküre. Ein 3-stündiges Treatment für ca. 25€.

Nach der sehr guten und entspannenden Behandlung, wird der Zopf in den Ofen geschoben, bevor etwas Action angesagt ist: wir machen Probefahrten mit unseren zwei Favoriten, dem Mahindra 7X0 und dem Mahindra Thar!

Von außen sieht er schonmal sehr gelungen aus!
Auf dem Weg zum Autohaus gibt es mal wieder allerhand Kuriositäten zu bestaunen
Trockenübung, bevor es auf die Straße geht
Die Praxis überlässt Isi für‘s Erste aber doch lieber Cliff

Sätze, die Isi während der Probefahrt zu Cliff sagte:

„Brems!!!“

„Ich glaube jetzt bist du Geisterfahrer.“

Eindrücke von unterwegs: wenn man mal etwas Cabrio-Feeling braucht, aber gerade keines zur Hand hat

Alles in allem verliefen die Probefahrten mit unseren zwei bevorzugten Modellen aber unproblematisch und Cliff hat sich fantastisch im indischen Straßenverkehr geschlagen.

Zu Hause angekommen, gönnen uns erstmal eine Portion Zopf.

Schmeckt wunderbar!

Auch Cliff hat wieder Brot gebacken, mit jedem Mal wird es immer noch ein kleines bisschen perfekter. Diesmal backen wir auch Brötchen, aus denen wir uns am Abend einen leckeren Chicken-Burger zaubern.

Montag:

Nach der Arbeit gibt es vor der finalen Entscheidung eine letzte Probefahrt, diesmal mit einem Kia Seltos. An einem Wochentag ist der Verkehr deutlich dichter und chaotischer, aber auch hier schlägt sich Cliff souverän und seine auf Gujarati gelernten Schimpfwörter machen sich endlich bezahlt.

Nach der Probefahrt ist Abendessen angesagt und es wird sich eifrig über die Fahrzeugwahl ausgetauscht. Am Ende des Essens ist die Entscheidung getroffen – stay tuned für die Auflösung. 🙂

Veganes Jackfruit Shawerma – unglaublich lecker!

Dienstag – Mittwoch:

Business as usual.

Bei Hilti auf dem Werksgelände gilt Helmpflicht, wenn man mit dem Moped oder Motorrad anreist. Ein häufig beobachtetes Phänomen: die Kollegen fahren ohne Helm bis kurz vor das Werksgelände, halten an, ziehen sich den Helm auf und fahren auf das Gelände. #safetyfirst

Der Pflanzen-Wahn geht weiter: wir stellen fest, dass wir zu viele Setzlinge gezogen haben und wollen uns jetzt am liebsten von keinem trennen, allerdings gehen uns allmählich die Töpfe aus.

Donnerstag:

Nach mehr als 180 Tagen in Indien sind wir endlich Aadhaar berechtigt, ein Identitätsnachweis, den wir zum Kauf eines Autos benötigen, aber auch dafür, um nach unserem Indien-Aufenthalt unsere eingezahlten Sozialleistungen wiederzukommen.

Offiziell öffnet das Büro um 10 Uhr, als wir 10:15 Uhr ankommen, ist es immer noch geschlossen und die Menschen warten im strömenden Regen vor dem Gebäude. 10:30 Uhr kommen die Beamten endlich gemütlich anspaziert und öffnen die Pforten.

Die beiden Mädels warten auch auf die Öffnung, beim Schutz vor dem Regen werden sie kreativ

Es gibt eine lange Schlange, man muss sich zuerst manuell in ein Buch eintragen und dann wieder laaange warten. Als wir zu einem Beamten gerufen werden, dem wir unser Anliegen erklären, erklärt er uns, dass wir noch 5 weitere Monate warten müssen, bis wir Aadhaar-berechtigt sind, weil unser letzter Einreisestempel auf den 15.06. datiert ist. Als Isi daraufhin ein wenig der Kragen platzt, weil das bedeuten würde, dass wir nie Aadhaar berechtigt sein werden, weil wir spätestens alle 3 Monate wegen Cliffs Vorsorgeuntersuchungen aus Indien ausreisen müssen, lenkt der Herr ein und schickt uns in das obere Stockwerk, um es mit dem Chef zu klären. Nach weiteren ermüdenden Minuten/ Stunden, werden wir in das Büro gerufen. Hier interessiert sich plötzlich niemand mehr für Ein- oder Ausreisestempel, das einzige Datum, das zählt, ist das Startdatum unseres indischen Visums, der 08. Januar 2026.

Ein paar Eindrücke aus dem Aadhaar Office:

Bitte lächeln!
Kaum zu glauben, dass sich in einem so runtergekommenen Gebäude eine offizielle Behörde befindet. Immerhin wird uns stolz von dem neu angeschafften, hochfortschrittlichen IT-Equipment berichtet – ein ziemlicher Widerspruch.

Nach 3 Stunden ist es endlich geschafft und wir verlassen glücklich das Aadhaar Office. In 1-2 Wochen sollten wir die Aadhaar Karte per Post erhalten.

Während der Warterei regnete es unermüdlich, inzwischen verstehen wir, warum die Einheimischen meistens nur in Schlappen rumlaufen, vor allem während der Monsun-Zeit.

Anschließend düsen wir ins Büro, unterwegs holen wir uns noch eine kleine Stärkung aus einer Bäckerei.

Zurück im Office klingeln plötzlich alle Handys gleichzeitig- eine Wetterwarnung aufgrund der anhaltend starken Regenfälle. Nachdem unsere Kollegen aber alle entspannt bleiben, beschließen wir, es ihnen gleichzutun.

Rosige Aussichten für die nächsten Tage

Zu Hause angekommen, installieren wir das Bewässerungssystem für unsere Pflanzen, da es morgen für ein verlängertes Wochenende auf Reisen geht! Die Vorfreude ist riesig, wir hoffen, dass der anhaltende Regen uns keinen Strich durch unsere Reisepläne macht.

Freitag:

Heute geht es nach Kochi, Kerala! Wir haben frei und starten früh zum Flughafen nach Ahmedabad. Unser Taxi hat den Dichtheitstest aufgrund des ganzen Regens der letzten Stunden nicht bestanden und so gibt es das Fußbad gratis dazu.

Unterwegs steht alles unter Wasser, die Autobahn ebenfalls, wir sind mehr als glücklich, als wir nach 2 h Autobahn endlich in Ahmedabad ankommen.

Auch Ahmedabad steht unter Wasser, wir kommen dennoch gut vorwärts und erreichen den Flughafen früher als geplant.

Am Flughafen läuft auch alles reibungslos und so haben wir noch ausreichend Zeit für ein gemütliches Frühstück. Der Flug verläuft ruhig und wir kommen nach knapp 2,5 h pünktlich in Kochi an. Auch hier regnet es, allerdings deutlich weniger als in Gujarat.

Nach 1,5 h Fahrt vom Flughafen zur Unterkunft haben sich die Wolken aufgelöst und es erwartet uns ein strahlend blauer Himmel.

Erste Station nach Ankunft: ein Diner, das Beef Burger mit Bacon anbietet. 🤫 (in Kerala ganz normal)

Dann brechen wir zu einem Spaziergang auf, um die Gegend ein wenig zu erkunden. Erster Stop: die chinesischen Fischernetze.

Hübsch
Nicht so hübsch
Kochi ist für indische Verhältnisse extrem sauber, nur ausgerechnet an einer der Haupt-Touristenattraktionen, türmt sich der Müll.
Wir legen selbst Hand an und bedienen eines der Fischernetze

Danach treffen wir auf Isi‘s persönliches Paradies: zwei Hundemamas mit insgesamt mehr als 15 Welpen! 😍

Der Schal weckt besonderes Interesse
Hier wird sich erstmal eine Runde ausgeruht, bevor wieder wild weitergetobt wird
Die älteste Kirche Indiens
Ausklang des Abends mit einem köstlichen Südindischen Abendessen im Hotel

Samstag:

7 Uhr morgens startet der Tag mit einem geführten Heritage Walk durch Fort Kochi.

Unser Hotel von außen
Imposante Rain Trees prägen das Stadtbild von Kochi
Die Fischernetze aus einer anderen Perspektive

Reges Treiben auf dem Fischmarkt am frühen Morgen. Die meisten der Fische sind noch am Leben – zwar ist es das beste Frischekriterium, leider aber eine Qual für die armen Fische…

Die Katzen wissen, wo sie sein müssen, um auch etwas von der Beute abzubekommen. Ironischerweise handelt es sich bei dem Fisch um einen „Catfish“.
Wir treffen auch wieder auf unsere pelzigen Freunde, diesmal sind sie aber nicht ganz so aktiv wie am Vortag.

Die Einwohner Kochis sind morgens sportlich sehr aktiv: es wird gejoggt oder geradelt, es gibt Outdoor-Fitnesskurse, es wird Fußball oder Cricket gespielt.

Nach dem Sightseeing gehen wir zurück ins Hotel und frühstücken ausgiebig. Dann wird eine Runde gefaulenzt, bevor es am Nachmittag per Boot in die Backwaters von Kochi geht!

Unser Boot
Cliff‘s erster Outdoor-Flug mit seiner neuen Drohne, und das direkt auf dem Wasser – gewagt, aber es geht zum Glück alles gut. 🙂 (die atemberaubenden Videos folgen in einem separaten Beitrag)

Wir stoppen auf dem Grundstück einer älteren Dame, die uns zeigt, wie man aus Kokosfasern ein Seil herstellt und wie man aus den Blättern einer Kokospalme ein Dach flechtet.

Anschließend begeben wir uns auf den Rückweg, nicht ohne mal wieder eine neue Hundefreundschaft geschlossen zu haben. Isi hat den Hund von seiner Leine befreit, der Abdruck am Hals und die riesige Begeisterung über seine neu gewonnene Freiheit deuten darauf hin, dass er sein Dasein hauptsächlich an einen Strick gefesselt fristet. Wir werden wohl nie erfahren, ob es der Dame gelingen wird, den Hund wieder einzufangen…

Wieder zu Hause angekommen, machen wir uns kurz frisch und brechen in ein nahegelegenes Restaurant auf, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Das beste Dessert seit wir in Indien sind: Kokosnusspudding, leicht und frisch mit nur wenig Süße – ein Traum! P.S.: Kerala bedeutet übrigens übersetzt „Land der Kokosnuss“

Außerdem erreichen uns heute erfreuliche News von der Aadhaar-Behörde. Unsere Anträge wurden genehmigt, somit steht dem Autokauf nun nichts mehr im Wege. 🙂 Auf allzeit gute Fahrt und viele neue Abenteuer…

Woche 26

Sonntag:

Der Wecker klingelt 7:30 Uhr für das WM Spiel Schweiz gegen Argentinien.

Anschließend verbringen wir den Vormittag faul im Bett. Nachmittags same procedure as every Sunday: Putzen, Gärtnern, Kochen, Büroarbeiten,…

Das Pürieren im indischen Mixer geht leider schief, die Brokkoli-Suppe können wir jetzt von den Wänden löffeln…

Die Suppe hat sich bis in den letzten Ritz verteilt
Verbrennungen inklusive

Montag:

Cliff bleibt heute zu Hause, weil er abends die Nachtschicht als Night-Duty-Officer antritt. Aufgrund der aktuell angespannten Situation, müssen die Mitarbeiter im Wechsel Nachtschicht machen, um sicherzustellen, dass auch nachts alles ordnungsgemäß produziert wird. Isi ist von der Regelung ausgeschlossen, weil sie als Frau aus gesetzlichen Gründen nach 22 Uhr nicht arbeiten darf, ohne dass die Firma zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen trifft.

Schlangensichtung auf dem Werksgelände – zum Glück ein ungefährliches Exemplar
Einer arbeitet – 5 gucken zu 🙂 (ein Phänomen, was man nicht nur aus Indien kennt)
Nachtversorgung – geschmacklich wie immer deutlich besser als die Optik vermuten lässt

Dienstag:

Keine besonderen Vorkommnisse.

Mittwoch:

Der Monsun ist noch nicht so recht in Schwung gekommen. Seit dem letzten Starkregen vergangenen Montag regnet es heute am frühen Abend zum ersten Mal wieder sehr stark.

Das erste Mal „kalt“ genug (28 Grad), um statt der Klimaanlage abends einfach das Fenster zu öffnen und die frische Luft zu genießen. Irgendwann drückt die Luftfeuchtigkeit aber unangenehm stark in die Wohnung, daher müssen wir zum Schlafen leider wieder auf Klima umsteigen.

Donnerstag:

Mal wieder ein kleiner Wasserschaden

Abends testen wir einen neuen Dosa Spot – unser bisheriger Favorit!

Mrs. Kitchen – von außen Bescheiden, aber es kommt ja bekanntlich auf die inneren Werte an 🙂
Cliff‘s Vorfreude ist nicht zu übersehen

Zu Hause angekommen, erhält Isi ihren ersten indischen Steuererbescheid: knapp 4 € Rückzahlung sind fällig – Frechheit!

Nachdem spät am Abend die liegengebliebene Arbeit erledigt ist, die wir über den Tag nicht geschafft haben, gönnen wir uns als Absacker noch einen kleinen Schuss indischen Rums

Freitag:

Sir Odlot ist zurück und hat seine Familie mitgebracht.

Kleiner Frechdachs – anstatt sich über unsere mitgebrachten Kekse zu freuen, frisst er lieber die Riesen-Ameisen vom
Boden, die ihn mit ihrer Säure piesacken. Wir sind uns nicht mehr so sicher, ob wir ihm einen Gefallen tun würden, wenn wir ihn bei uns aufnehmen.
Isi im siebten Hunde-Himmel
Unterwegs die üblichen Unterbringungen der mittellosen indischen Bevölkerung – irgendwann ist man nicht mehr so schockiert darüber, Gewohnheit wird es aber nie

Auf dem Heimweg von der Arbeit sehen wir die vorläufige Höchstzahl an Personen auf einem Moped: 5!

Die Kleinste sitzt seitlich auf dem Schoß ihrer Mama
Die Kleinste ist glücklicherweise (?) immer noch auf dem Moped, aus dieser Perspektive sieht man sie nur nicht

Abends geht es nach der Arbeit zu einem Mahindra-Händler, um uns unser neues Auto auszusuchen. Wir haben uns noch nicht final entschieden, aktuell schwanken wir zwischen einem Mahindra und einem Kia.

Für Basic Abenteurer – Bolero
Für fortgeschrittene Abenteurer – Thar
Für die Weichgespülten – Scorpio N

Unser Favoritenmodell haben wir leider vergessen zu fotografieren. 🤔 Es kommt aber dem Scorpio N relativ nah, nur ein wenig kleiner.

Samstag:

Heute geht es morgens wieder an die Arbeit. Die Samstage an der Arbeit sind immer unglaublich produktiv, weil es kaum Ablenkung durch die üblichen Meeting-Marathons gibt. Es reicht sogar für eine kurze Kaffeepause mit Aussicht, ein seltener Moment in den letzten Wochen.

Cliff kann heute in Ruhe seine Versuche mit Prototypen-Werkzeugteilen durchführen, die er über Nacht zu Hause gedruckt hat. Er ist soweit zufrieden mit dem Outcome der heutigen Versuche.

Nach der Arbeit besuchen wir einen Kia-Händler, um unsere Favoritenmodelle zu vergleichen. Fotos haben wir mal wieder vergessen. Unser Kia-Wunschmodell – den Kia Seltos – haben wir allerdings bereits in einem früheren Blog-Beitrag vorgestellt. Nachdem uns der Vergleichsbesuch noch mehr verwirrt, gehen wir im Anschluss erneut zum gestrigen Mahindra Händler. Am Ende ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wir haben allerdings beide eine leichte Tendenz zum Mahindra.

Eine seltene Situation – da wir es ausnahmsweise mit einer Verkäuferin zu tun haben, regeln die Ladies heute das Business (Cliff wird weitestgehend von der Verkäuferin ignoriert – welcome to Isi’s world)

Da Autos gucken hungrig macht, gehen wir im Anschluss zu einem neuen Dosa Spot, der nicht enttäuscht. Heute gibt es zusätzlich zu den Dosas noch Idli, ebenfalls eine südindische Spezialität, die aus dem gleichen Teig wie Dosa besteht (fermentiert aus Bohnen und Reis), im Gegensatz zu Dosa aber gedämpft und nicht gebraten wird.

Im Anschluss geht es per TukTuk nach Hause und es folgt ein gemütlicher Abend mit Brot backen, Sachen des täglichen Bedarfs bestellen und Autovideos (Kia vs. Mahindra 🙂) auf YouTube gucken.

Wenigstens wird das Sportzimmer von unserem Sauerteig genutzt (weil es hier schön warm ist) – wir sollten uns ein Beispiel an ihm nehmen. Naja, vielleicht nächste Woche. 😇

Woche 25

Sonntag:

Das Brot wird immer besser!

Heute versuchen wir uns außerdem erneut an selbst gemachtem Mozzarella, nachdem der erste Anlauf vergangenes Wochenende in Hüttenkäse endete.

Der erste Step gelingt schonmal besser – Dank neu erworbenem Thermometer (der Freestyle-Anlauf vergangene Woche war wohl doch etwas zu optimistisch)
Fragwürdige Konsistenz, die eher an Feta statt an Mozzarella erinnert, ein bisschen stolz sind wir trotzdem
Erwärmt schmilzt er sogar und wird überraschend cremig

Die Gärtnerei wird ausgeweitet – Anschaffung eines neuen Kräutergartens.

Minze bestellt
Leere Tüte bekommen
Chilis
Die importierten Tomatensamen entwickeln sich prächtig
Die erste Tomatencharge entwickelt die ersten Blüten
Basilikum

Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit versperrt uns die Sicht nach draußen.

Die Tauben-Teenies werden immer aktiver, bald werden sie uns wohl verlassen

Montag:

Heute treffen wir beim Warten auf unser Taxi auf ein sehr vielversprechendes Vierbeiner-Exemplar, wir taufen ihn Sir Odlot (Toldo rückwärts🙂). Er ist noch etwas scheu, aber sehr freundlich und interessiert an uns.

Street Art
Feierabend-Kokosnuss

Heute läutet der erste Starkregen den offiziellen Start in den Monsun ein.

Dienstag – Freitag:

Isi plagt ein Infekt mit quälendem Husten und eine Blasenentzündung, deshalb arbeitet sie den Rest der Woche von zu Hause. Cliff geht fleißig an die Arbeit. Als Isi am Donnerstag ebenfalls wieder arbeiten gehen möchte, lässt Cliff sie in der Wohnung stehen und erteilt ihr Hausarrest für den Rest der Woche, um vollständig zu genesen. Isi ist nicht begeistert, beugt sich aber widerwillig den Anweisungen ihres Ehegatten.

Unsere Anlage hat inzwischen ein „Dach“ als Regenschutz
Werkzeug ist paradoxerweise ein rares Gut bei Hilti in Indien: es gibt genau einen Schraubenzieher für 6 Anlagen

Am Mittwochmorgen klingelt der Wecker um 1:30, da Cliff das Achtelfinale der Schweiz gegen Kolumbien gucken will. Isi will eigentlich mitgucken, ist aber zu müde und bleibt liegen. Als sie wach wird, rafft sie sich auf und beschließt, mitsamt ihres Bettzeugs Cliff im Wohnzimmer Gesellschaft zu leisten. Als sie es sich gerade gemütlich gemacht hat, stellt sie fest, dass das Spiel bereits vorbei ist, die Mühe des Aufstehens für umsonst war und sie von Cliff direkt wieder ins Bett bugsiert wird.

Auf dem Heimweg von der Arbeit besucht Cliff am Donnerstag unseren Stamm-Markt

Isi‘s Freude während ihres Hausarrests: ein Fernglas mit dem sie mit großer Begeisterung und Besessenheit Sir Odlot auf der benachbarten Wiese von der Wohnung aus beobachten kann. 😌

Lieferung unseres neuen Couch-Tisches

Online-Werbung in Indien. 🙂

Freitagabend gibt es Schweizer Rösti, sehr lecker!

Samstag:

Erster Ausgang nach 4 Tagen für Isi, wir spazieren zum nahegelegenen Wine-Shop, um unsere Monatsration zu kaufen, die wir inzwischen als Zwischenhändler auch an Kollegen weitergeben (ohne Gewinn).

In der Nachbarschaft ist ein großes Bauprojekt, die Wanderarbeiter leben in Blechhütten und nutzen die entstandene „Pfütze“ vom Regen für den Badespaß der Kids. In solchen Momenten wird die Schere zwischen Arm und Reich besonders deutlich.

Die Mama von Sir Odlot ist hier auch dabei, leider haben wir seit gestern Früh Sir Odlot nicht mehr gesehen, hoffentlich ist ihm nichts passiert 😢

Unsere Ware wird im Wine-Shop sicher verpackt.

Die auf Bali gekaufte Drohne bei ihrem Jungfernflug.

Das Chaos bitte ausblenden! 🙈
Wir gönnen uns ein Kochfeld-Upgrade, das heute installiert wird

Neuer Mozzarella-Anlauf mit Büffelmilch.

Leider sind wir mal wieder gescheitert wegen zu viel Lab, dafür haben wir jetzt Hüttenkäse und Feta. 🙂 Morgen wagen wir frischen Mutes einen neuen Anlauf…

Aber immerhin war das Brot wieder ein voller Erfolg – das Sonntagsfrühstück ist gesichert!

Woche 24

Sonntag:

Wir werden von den Rufen unseres Obsthändlers geweckt und decken uns erstmal mit einer ordentlichen Portion Obst ein.

Anschließend gibt es Frühstück mit unserem selbstgebackenen Sauerteigbrot – ein Genuss!

Die zweite Charge Brot ist bereits nahezu perfekt

Den restlichen Tag verbringen wir mit gärtnern, putzen, kochen und backen, dazu gibt es eine kleine Weinbegleitung.

Riesling aus Indien – durchaus schmackhaft

Montag:

Diese Woche erwarten wir an der Arbeit mal wieder hohen Besuch: unsere neue BU Chefin und unser scheidender Global Manufacturing Chef haben sich angekündigt. Uns erwartet eine arbeitsreiche Woche.

Auch weit nach Feierabend tüfteln wir zu Hause an Lösungen zur Optimierung unserer Produktion – sieht chaotisch aus, ist es auch.

Dienstag:

Start in den Tag mit Honigbrot – der Honig ist importiert aus der Heimat von unseren hauseigenen Bienen aus Thüringen (Dank geht raus an Isi’s Eltern 😘).

Schmeckt nach Heimat 😋

Einweihung unserer neuen Laserschweißanlage.

Mittwoch:

Nach der Arbeit trifft sich das indische Management Team zum Dinner mit BU Chefin, GM Chef und den restlichen Besuchern aus dem Headquarter im Laxmi Palast Vadodara zum Abendessen. Die Königsfamilie lebt dort noch, Sie ist eine berühmte indische Influencerin, die sich für LGBTQ stark macht, Er besitzt eine erfolgreiche Hotelkette – Royals im 21. Jahrhundert. 🙂

Donnerstag:

Geburtstagsfeier und Abschiedszeremonie für unseren GM Chef.

Eine rauschende Geburtstags-Sause

Am Nachmittag folgt die Abschiedsfeier.

Der obligatorische Turban darf nicht fehlen

Auf dem Heimweg entdecken wir einen wunderschönen Pfau und stoppen unser Taxi, um ein paar Bilder zu machen.

Abends gibt es lecker Dosa im Restaurant um die Ecke.

Mal wieder eine neue Dosa-Variante getestet und für gut befunden

Ein neuer pelziger Freund, der unsere Aufmerksamkeit weckt.

Freitag:

Der Monsun ist dieses Jahr verspätet, die ersten Regenschauer sind aber bereits da, es ist deutlich kühler (um die 30 Grad) und die Luftfeuchtigkeit erreicht bis zu 90%.

Heute machen wir Homeoffice, da Isi kränkelt und Cliff in Ruhe seine wichtigen Konstruktionen abschließen will.

Nach Feierabend geht Cliff zum Friseur und macht ein paar Besorgungen.

Eine indische Spezialität: Paan (Betelblätter gefüllt mit einer Zuckermasse und Gewürzen, die die Verdauung unterstützen sollen)

Samstag:

Isi bleibt heute zu Hause, weil es ihr immer noch nicht so gut geht, Cliff geht an die Arbeit. Es hat bereits etwas ergiebiger geregnet, der Monsun in seiner vollen Kraft ist aber immer noch nicht da.

Unsere Werkshallen halten den Regen leider nicht ausreichend ab, sodass das Wasser bis in unsere Maschinen läuft.

Auf dem Firmengelände fließt der Regen durch die lange Trockenheit nur langsam ab

Wir warten gespannt auf den „echten“ Monsun.

Woche 23

Sonntag:

Wir starten den Tag mit Frühstücks-Dosa in einem nahegelegenen südindischen Restaurant. Auf der Karte stehen zig verschiedene Dosa-Varianten, was uns ein wenig überfordert. Daher ordern wir auf gut Glück und werden nicht enttäuscht.

Dazu eine “kleine” südindische Spezialitätenplatte

Anschließend machen wir ein paar Besorgungen. Wir haben einen Delikatessen-Laden mit internationalen Lebensmitteln gefunden, wo wir uns mit ein paar Leckereien eindecken. Danach geht es zum indisch-italienischen Pizzabäcker unseres Vertrauens, wo wir Mehl, Mozzarella und Tomaten kaufen.

Deutsche Shirt-Aufschriften in indischen Läden
Isi findet Freude in den kleinen Dingen
Tauben-Fütterung

Die Suche nach dem perfekten Vierbeiner geht weiter, deshalb haben wir immer eine Portion Leckerli dabei.

Nachmittags werden Spülmaschine und Ofen geliefert. Der Ofen geht postwendend zurück, da er Dellen hat. Morgen soll ein neuer geliefert werden. Für die Spülmaschine fehlt der passende Anschluss, den wir ebenfalls morgen besorgen wollen.

Von einem Kollegen haben wir uns eine Sauerteigkultur mit nach Indien genommen, mit der Cliff heute eigentlich Brot backen wollte, was aufgrund des fehlenden Ofens aber leider nicht klappt. Aber immerhin hat er ihn heute schonmal gefüttert. Er geht wunderbar auf und scheint die Reise gut überstanden zu haben.

Zwischendurch eine Kokosnuss zur Erfrischung

Dann wird gegärtnert. Isi hat versehentlich statt Erde Kuhmist aus der Tüte gekauft. Die Pflanzen freuen sich, wir uns nicht so…

Abends genießen wir die gute Luft und die angenehmen Temperaturen auf dem Balkon.

Montag:

Wir arbeiten heute nur bis Mittag, um am Nachmittag noch die erforderlichen Anschlüsse und Verlängerungen für unsere neuen Elektrogeräte zu besorgen. Außerdem erwarten wir die Ersatzlieferung unseres Ofens und unser neuer Airfryer hat sich auch für heute angekündigt. Alles kommt planmäßig und unbeschadet an. Das gekaufte Adapterstück für den Wasseranschluss unserer Geschirrspülmaschine passt aber leider erwartungsgemäß nicht und so müssen wir uns weiter auf die Suche nach dem passenden Anschluss machen.

Abends bekommen wir Besuch von unserem Amerikanischen Kollegen Mike, der uns die letzten 4 Wochen an der Arbeit unterstützt hat. Unser ungarischer Expat-Kollege Erik ist auch am Start und so verbringen wir einen gemütlichen Abend mit knusprigem Hähnchenfilet und Kartoffelwedges aus unserem neuen Airfryer, Gurkensalat, gegrillten Paprika, Sour Cream und Guacamole. Bei der Verabschiedung bedanken sich die beiden für das leckere Essen, das zur Abwechslung mal keine Masala- oder PeriPeri-Gewürznote hatte. 🙂

Erik hat uns von seiner letzten Ungarn-Reise vergangene Woche Paprika-Pulver und hausgemachten Palinka mitgebracht.

Dienstag:

Nach dem gewohnten Arbeitsantritt geht es für Isi heute am späten Vormittag zu der Behörde, die die Alkohollizenzen ausstellt. Sie wird von einem Kollegen aus der Personalabteilung begleitet, der sie bei der Behörde unterstützen soll.

Es läuft alles reibungslos und somit hat auch Isi jetzt für die nächsten 6 Monate eine Lizenz mit monatlich 4 Rationen.

Auf dem Rückweg zur Arbeit fährt uns leider ein LKW auf. Da Isi kurz eingedöst war, ist sie ziemlich erschrocken und durch die entspannte Körperhaltung während des Schlafs, hat sich ihr Rücken und Nacken durch den plötzlichen Aufprall unschön verspannt. Aber bereits am Abend ist alles wieder gut.

Das ist der Übeltäter
Der Schaden ist nicht sehr groß, die Warterei auf die Polizei in der Mittagshitze ist aber nicht sehr erfreulich

Nach knapp 30 Minuten wird Isi von einem anderen Taxi abgeholt und wieder in die Firma gebracht.

Abends spielen wir Badminton, langsam entwickelt sich Isi zu einer ernstzunehmenden Gegnerin für Cliff. 🙂

Mittwoch:

Am Teestand lernen Cliff und unser Praktikant Kaif in der Pause den Besitzer einer nahegelegenen Zerspanungsfirma kennen. Da Cliff’s Neugierde geweckt ist, machen sie sich zu Dritt per Roller auf den Weg zu der Firma (wenige Meter mit wenig Verkehr 😇).

Immerhin ist Cliff mit guter Knautschzone ausgestattet…
Anschließend geht es per Probefahrt mit dem Auto des Fabrikbesitzers, einem Mahindra Thar, zurück an die Arbeit – Cliff ist der Fahrer
Die Inder lassen die Sitze gerne in Folie eingewickelt, um sie vor Schmutz zu schützen

Abends holen wir auf dem Heimweg ein Holzbrett ab, das wir uns für unsere Waschküche zur Ablage haben machen lassen.

Die Werkstatt
Das Ergebnis
Indische Qualität lässt grüßen

Donnerstag:

Cliff macht Homeoffice, wir erwarten mal wieder einen Sanitär, um endlich unsere Spülmaschine nutzen zu können. Er kommt pünktlich um 8, mal wieder nur mit einem kleinen Stoffbeutel ausgestattet. Zu Cliff’s großer Überraschung, befindet sich aber genau der passende Anschluss darin und er bringt unsere Spülmaschine zum Laufen.

Da zwei unserer Toiletten mal wieder undicht sind, bittet Cliff ihn, sich auch diesem Problem anzunehmen. Dafür muss er aber noch das passende Werkzeug holen und verspricht, später wiederzukommen. Cliff fragt ihn außerdem nach einem Elektriker, den wir für eine Tote Steckdose benötigen. Er verspricht, dass er ihn später mitbringt. Natürlich warten wir mal wieder vergebens auf die Rückkehr der beiden Fachkräfte…

Dann geht das Sauerteig-Experiment weiter: es wird gefüttert, gefaltet und zwischendurch laaange gewartet – und morgen wird endlich gebacken!

Abends gibt es wieder eine Runde Badminton, diesmal kommt Isi dem Sieg so gefährlich nahe, dass Cliff seine Tipps und Tricks, die er immer gibt, allmählich bereut. 😉

Danach trifft ungarisches Paprikapulver auf indischen Paneer – ein Genuss!

Freitag:

Anruf von unserem Taxiunternehmen. Isi stoppt den Anrufer und bittet ihn darum, Englisch zu sprechen. Empört erwidert er, dass er bereits Englisch spreche. Isi ist das etwas unangenehm.

Die Babies unserer Haustaube entwickeln sich prächtig, unseren Haferflocken-Wasser-Brei hat sie zur Fütterung ihrer Babies allerdings dankend abgelehnt.

Abends wird gebacken.

Das Brot wird in einem gusseisernen Topf gebacken, der erstmal ordentlich vorgeheizt wird

Unsere ersten Versuche als Brot-Bäcker können sich sehen lassen! Der Teig ist noch etwas dicht, geschmacklich dennoch bereits top!

Dazu gibt es selbstgemachten Hüttenkäse, optisch nicht so überzeugend wie das Brot, geschmacklich aber sehr gut.

Samstag:

Morgens starten wir wie gewohnt zur Arbeit. Nach der Arbeit geht es auf den Markt.

Auf dem Markt treffen wir immer wieder auf unbekannte Gemüse- und Obstsorten, für deren Identifikation wir die Google Bildersuche bemühen müssen.

Die Tomatensamen, die Isi von ihrem Papa beim letzten Besuch bekommen hat, entwickeln sich prächtig, wir freuen uns schon auf das Ergebnis.

5 Tage nach Aussaat

Die restlichen Pflanzen entwickeln sich auch gut und unsere zuerst gezogenen Tomatenpflanzen bekommen ihre ersten Blüten. Läuft bei uns!

Abends fallen wir müde auf’s Sofa und starten in ein kurzes Wochenende.