Sonntag:
Da unsere Klimaanlage im Schlafzimmer uns nachts immer zu stark anbläst (Cliff reklamiert, dass es nur ihn auf seiner kleinen Bettseite betrifft – na gut), druckt er mit seinem 3D-Drucker Klimagebläse-Volumenstrom-Umlenkschaufeln in Leichtbauweise. Die Montage ist unkompliziert und die Wirkung wie erhofft. Einziger Nachteil: wir schwitzen seither mehr. 😂

Mittags treibt uns der Hunger auf die Straße und als wir auf das TukTuk warten, beobachten wir am Nachbargebäude einen abenteuerlichen Fensterputzer.



Unterwegs wieder Spuren des Großbauprojekts der Schnellzugstrecke. Die ganze Straße ist aufgerissen für die unterirdische Stromzufuhr. Rechts und links keinerlei Sicherung, die Stände verkaufen fröhlich weiter auf engstem Raum.

Am Ziel angekommen gibt es Pizza und Pasta aus einem Teigteller – sehr lecker!


Wir kaufen dem Chef noch 4 sehr delikate Büffelmozzarella aus Delhi, 2,5 kg San Marzano Tomatensoße und 2 kg Pizzamehl ab und gehen in einen Einrichtungsladen ganz in der Nähe, um weiteren Krimskrams für unsere Wohnung zu kaufen.


Der restliche Tag wird mit Putzen, Chillen und Hindi-Stunden verbracht.
Montag:
Wer dachte, dass Deutsch eine schwere Sprache ist, hatte es noch nie mit Hindi zu tun. Isi’s Lernfortschritte gehen nur sehr langsam voran, aber sie gibt nicht auf.


Ein neuer Metzger im Test, die Qualität kann leider nicht überzeugen, das Fleisch ist geschmacklich zwar gut, aber leider zu zäh. So können sich die Straßenhunde über ein Extra-Leckerli freuen.

Dienstag:
Isi hat ein Teams-Meeting mit einem Kollegen, der eigentlich Urlaub hat und sich auf einer spirituellen Reise befindet, sich aufgrund der Dringlichkeit aber Zeit für das Meeting nimmt. Isi staunt nicht schlecht, als der Kollege plötzlich oberkörperfrei vor ihr sitzt. (Zum Schutz des Kollegen und seines Kindes haben wir ihn unkenntlich gemacht und seinen Namen geschwärzt. 😉)

Cliff macht seinen üblichen Ausflug zum Teestand, die Ausflüge werden aufgrund der steigenden Temperaturen aber immer beschwerlicher.

Mittwoch:
Family on Tour, ein ganz normaler Anblick in Indien.

Abends halb 9 klingelt es an unserer Tür. Schon beim Öffnen vernehmen wir ein lautes Wasserplätschern aus dem Flur. Der Nachbar über uns steht nervös vor der Tür und fragt uns, ob wir wüssten, wo sich der Hauptwasserhahn in den Wohnungen befindet. Cliff macht sich auf die Suche und kann nach kurzer Zeit helfen. Ursache des Problems war wohl ein geplatzter Wassersprenkler, das Ergebnis sieht so aus:
(Isi’s Befürchtung von Anfang der Woche, dass es in dieser Woche möglicherweise nicht so viel für den Blog zu berichten gibt, hat sich somit spätestens mit Beendigung des Mittwochs in Wohlgefallen aufgelöst.)
Donnerstag:
Romantische Lagerfeuer-Stimmung beim High Tea.




Auf dem Heimweg streift unser Taxi ein entgegenkommendes Moped und es tut einen lauten Schlag. Als wir uns umdrehen, um zu sehen, ob etwas passiert ist, fährt der Mopedfahrer relativ unbeirrt weiter. Aus einer der Milchkannen, die er rechts und links über seinen Sitz geladen hat, fließt die Milch in Strömen. Die Milchkanne hat ihm wohl als Airbag gedient.
Heute sollte eigentlich unser Sofa geliefert werden, leider müssen wir uns aber noch bis Dienstag gedulden.
Abends packen wir die Koffer für unseren Wochenend-Trip nach Mumbai und fallen zufrieden ins Bett.

Freitag:
Off to Mumbai! Nach der Arbeit geht es direkt zum Flughafen.

1 h später landen wir in Mumbai. Vom Flughafen zum Hotel dauert die Fahrt noch 1 Stunde. Sie führt uns über eine 22 km lange Meeres-Brücke, die erst 2024 eröffnet wurde und die Anreisezeit deutlich verkürzt.

Unterwegs das übliche Verkehrschaos.



Ankunft im Hotel.



Wir haben ein sehr schönes Zimmer im Taj Mahal Tower mit direktem Blick auf das Gateway of Mumbai.

Zur Begrüßung wurden wir gesegnet, unser erster indischer „Punkt“.🙂

Nach einer kurzen Ruhepause ziehen wir los um etwas Essen zu gehen.


Beschwipst machen wir uns gegen Mitternacht auf den Heimweg und fallen erschöpft in unsere gemütlichen Betten (jeder hat sein eigenes 😂).
Samstag:
Der Tag startet mit einem ausgiebigen Frühstück und Isi hat – nach wochenlanger Abstinenz – endlich wieder eine Dosa zum Frühstück!



Anschließend gibt es eine kleine Erkundungstour durch das Hotel.




Zurück auf dem Zimmer stellt Isi fest, dass eine weiße Hose nicht gerade die beste Wahl in Indien ist. Das Ergebnis nach nur einem Tag.

Nach einer Runde Faulenzen geht es schon wieder zum Essen, es gibt Vada Pavs, fluffige Brötchen, die mit einer frittierten Kartoffelmasse gefüllt sind.



Anschließend machen wir uns im Food Koma auf zur Sightseeing Tour.








Zwischendrin eine kleine Stärkung.


Nach der Stärkung machen wir eine Shopping-Mall unsicher. Unser Geldbeutel wird weitestgehend geschont, da wir zu faul sind, Dinge anzuprobieren und es sich hauptsächlich um internationale Marken handelt, die man zum gleichen Preis auch bei uns bekommt.



Auf dem Rückweg zum Hotel besuchen wir noch einen Gewürzmarkt.


zerkleinert
21 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel und wollen eigentlich nur eine kurze Ruhepause einlegen, bevor wir zum Abendessen losziehen. Als wir das nächste Mal die Augen öffnen, ist es Sonntagmorgen 6 Uhr, immerhin pünktlich zum Sonnenaufgang. Die letzten Tage waren wohl zu ereignisreich und eine extra Mütze voll Schlaf dringend nötig.