Woche 36

Montag:

Heute geht es zurück nach Indien! Wir freuen uns auf die nächste Zeit in Indien, auf die 15 Stündige Rückreise könnten wir aber gut und gerne verzichten.

Wie gewohnt bringt uns Isi’s Mama am Vormittag zum Flughafen Zürich.

Per Fähre geht es von Meersburg nach Konstanz

Am Flughafen läuft alles reibungslos. Unser Flieger ist gespenstisch leer. Sind wir etwa die einzig Verrückten, die freiwillig nach Delhi reisen? 😉

Im Flieger fühlen wir uns auf unseren Stammplätzen inzwischen wie zu Hause, da dürfen die Hausschuhe natürlich nicht fehlen
Bye Bye Europe, see you soon!

Dienstag:

Landung um 0:15 in Delhi, die Immigration zieht sich gewohnt in die Länge. Dann kurzer Spaziergang zum Domestic Terminal, wo wir bis 5:45 Uhr auf unseren Flieger warten müssen. Wir vertreiben uns die Zeit mit arbeiten.

Ankunft pünktlich um 7:30 Uhr in Vadodara.

Danach eine kurze Mütze Schlaf einholen, bevor es gegen Mittag an die Arbeit geht.

Heute feiern wir den Abschied von unserem Expat-Kollegen Erik, der nach 1,5 Jahren wieder zurück nach Ungarn geht.

Der Kuchen erscheint ein wenig unterdimensioniert, geschmacklich konnte er aber durchaus überzeugen

Abends Koffer ausräumen und früh ins Bett.

Mittwoch:

Unsere heimlich geschmuggelte Minze hat erfreulicherweise überlebt!

Nach der Arbeit gibt es den „First look“ mit unserem neuen Auto.

Da ist es – das Abenteuer kann bald beginnen!

Frisch vom Band und schon schmutzig… Angeblich wird es vor Auslieferung noch gründlich gereinigt. Wir sind gespannt.

Der Dachhimmel ist voll mit schwarzen Fingertapsen

Abends kocht Cliff ein leckeres Thai Gericht mit unseren selbst gezüchteten Chilis. Von den 3 Chilis, nimmt Cliff letzten Endes nur eine, da selbst er sie für zu scharf hält, was in 9 Monaten Indien bisher noch nie passiert ist. 😉

Donnerstag:

Heute geht Cliff nachmittags mit zwei Kollegen auf Lieferantenbesuch in Vadodara.

Vor dem Lieferantenbesuch gibt es erstmal ein ausgiebiges Mittagessen
In dieser Straße befindet sich Lieferant 1
Lieferant 1
Lieferant 1
Lieferant 2

Heute ist der letzte Arbeitstag der Woche, denn morgen wird Ganesh Visarjan gefeiert.

Wir lassen den Abend mit Sport, Kochen und Netflix ausklingen.

Freitag:

Ganesh Visarjan ist das feierliche Abschiedsfest für den Elefantengott Ganesha, bei dem seine Lehmstatuen im Wasser versenkt werden. Es symbolisiert seine Rückkehr in die göttliche Heimat auf den Berg Kailash zu seinen Eltern Shiva und Parvati.

Kreislauf des Lebens: Das Eintauchen der Statue in Wasser erinnert daran, dass alles auf der Erde vergänglich ist – auf die Erschaffung folgt die Auflösung.

Befreiung von Sorgen: Es wird geglaubt, dass Ganesha beim Abschied das Unglück und die Hindernisse seiner Gläubigen mit sich nimmt.

Hoffnung auf Wiederkehr: Die Menschen verabschieden ihn mit dem Ruf „Ganpati Bappa Morya, pudhchya varshi lavkar ya“, was bedeutet: „O Herr Ganesha, komm nächstes Jahr schnell wieder!“

Wir selber haben leider keine Videos von dem Event, so kann man es sich aber ungefähr vorstellen:

Wir nutzen den freien Tag, um unserem neuen Auto nochmal einen Besuch abzustatten und um die letzten Details (z.B. zusätzliche Accessoires, Nummernschild, etc.) zu klären. Das Auto ist tatsächlich tadellos geputzt, und der ganze Dreck von Mittwoch ist nahezu komplett verschwunden.

Erste vorsichtige Annäherungsversuche
Deutsch-Rap in Indien

Nach dem Autohausbesuch fährt uns unser Autohändler freundlicherweise nach Hause, natürlich standesgemäß in einem Thar Roxx (das gleiche Modell, wie unser Auto). Wir sind voller Vorfreude, dass wir unser Auto in ca. einer Woche abholen können.

Weniger PS, aber durchaus auch ein ansehnliches Gefährt

Wir machen noch einen kurzen Shopping-Stop in einem Einrichtungshaus, um uns mit ein paar Haushalts-Utensilien einzudecken und machen uns zu Fuß auf den kurzen Heimweg (praktisch, dass auf dem Weg auch unser Lieblings-Dosa-Restaurant liegt, dem wir natürlich auch einen kurzen Besuch abstatten).

Abtransport der Beute, die typisch indische Tragemethode auf dem Kopf ist durchaus angenehmer als die Schlepperei in den Händen

Zu Hause angekommen testen wir direkt unsere neu gekauften Weingläser – mit Bier.

Ab dem Nachmittag beginnen die Feierlichkeiten für Lord Ganesha und von überall her ertönt laute Musik.

Bis spät in die Nacht dröhnen die Bässe und Feuerwerke durch die Straßen, wir genießen die Feierlichkeiten aus sicherer Entfernung von unserem Balkon aus.

Samstag:

Heute hat Cliff eine Überraschung für Isi organisiert und entführt sie ins Ungewisse. Sie bekommt den Auftrag, ihren Koffer für eine Nacht zu packen, inklusive Kleid, Badesachen und Wechsel-Schlüppi. Um 11 Uhr werden wir von unserem Fahrer abgeholt. Unterwegs organisiert Cliff noch Eiswürfel für unsere Kühlbox, das Unterfangen dauert ganze 20 Minuten, weil die Eiswürfel noch von irgendwoher organisiert werden müssen.

Nach 40 Minuten kommen wir am Ziel an, das Rayna Riverwalk Stay vor den Toren Vadodara‘s. Es handelt sich um ein kleines Resort mitten in der Natur, wo Cliff uns für eine Nacht die Familien Suite mit Privatpool gebucht hat. Es ist herrlich idyllisch und wir genießen die Ruhe als einzige Gäste dort. Eine durchaus gelungene Überraschung! 🥰

Unsere bescheidene Dachterrasse
Natür pür

Nach der Ankunft werden wir erstmal mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt.

Der Starter: Manchow Soup, Chili Paneer und vegetarischer Kebab

Beim Hauptgang waren wir zu gierig, daher ohne Fotos. Das Essen ist wirklich köstlich und mengenmäßig könnte man eine Großfamilie damit versorgen.

Nach dem Essen wird gefaulenzt und die wunderschöne Natur beobachtet.

Unsere erste Wild-Sichtung in Indien
Nicht nur wir haben das Wild gesichtet, das Wild hat auch uns gesichtet
So langsam sind wir uns nicht mehr sicher, wer hier wen beobachtet…

Eigenartige Krabbeltiere gibt es auch

Kampf-Käfer in Angriffs-Stellung
Vogel und Eichhörnchen auf Annäherungskurs
Der Nationalvogel Indiens darf natürlich auch nicht fehlen
Sandbad zur Gefiederpflege

Nachmittags gibt es Masala Tee und eine riesen Schüssel mit frittiertem Gemüse (Pakora) und auch Abends gibt es wieder ein umfassendes und unglaublich leckeres Menü.

Ein Glühwürmchen leistet uns zum Essen Gesellschaft

Der Hauptgang ist unser heutiger Endgegner. Wir schaffen nicht mal ein Viertel der Menge und fallen anschließend überfressen in unser Bett.

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