Sonntag:
Heute heißt es früh aufstehen, denn das Hilti Badminton Turnier steht an!
Während wir auf unser Taxi warten, leistet uns einer unserer pelzigen Freunde etwas Gesellschaft (wenngleich er etwas enttäuscht ist, dass er dafür nicht mit Leckerli entlohnt wird…).

Wir kommen in dem großen Sama Sportkomplex an, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Badminton, Basketball, Volleyball, Tennis, Squash, Schwimmen, Fechten, Judo,…
Knapp 60 Kollegen nehmen an dem Turnier teil (ursprünglich waren über 100 angemeldet, aber Verbindlichkeit ist hier eher optional 😉). Wir spielen in 8 Teams je 4 Spiele pro Team: Einzel-männlich, Einzel-weiblich, Doppel-mix, Doppel-männlich. Es gibt eine Vorrunde, Halbfinale und Finale. Das Turnier dauert den ganzen Tag und es macht wirklich Spaß! Cliff’s Team scheidet leider in der Vorrunde aus, Isi’s Team schafft es auf den 4. Platz.







Abends fallen wir, nach einem ausgiebigen Snack, müde aber glücklich in unser Bett.
Montag:
Jeder Knochen und Muskel schmerzt, es fällt heute wirklich schwer sich aus dem Bett zu schälen. Wir machen es trotzdem und starten in eine volle, aber glücklicherweise kurze Woche.
Dienstag:
Bei Hilti Indien erhält die gesamte Belegschaft an den Geburtstagen der Mitarbeiter Erinnerungsmails (Datenschutztechnisch in Deutschland unvorstellbar). Heute ist der Geburtstag eines Kollegen. Als wir ihn in der Mittagspause sehen, gratulieren wir ihm. Dabei stellt sich heraus, dass es gar nicht sein Geburtstag ist und er eigentlich erst im November Geburtstag hat. Er erklärt uns, dass es in Indien häufig vorkommt, dass Geburtstage vorgezogen und die offiziellen Dokumente angepasst werden, um Kinder früher einschulen zu können. Interessant.
Auf dem Heimweg tauschen wir noch Isi’s auf Geschäftsreise gerissene Hose um. Der Umtausch klappt nach 10 Telefonaten tadellos, die damit verbundene Bürokratie lässt das Ganze aber über 30 Minuten dauern…
Zu Hause angekommen, beschließen wir unseren müden Muskeln einen kleinen Impuls zu geben, und spielen eine Runde Badminton. Die Belastung wirkt Wunder und nach einer Stunde fühlen wir uns schon wieder viel vitaler.
Mittwoch:
Heute ist ein muslimischer Feiertag: Eid-E-Milad, der Geburtstag des Propheten Mohammed. Alle staatlichen Einrichtungen sind geschlossen, wir müssen aber arbeiten. 😢 Das Büro ist heute angenehm leer, viele Kollegen (auch nicht-Muslime) nutzen den Tag, um frei zu nehmen.
Isi hat heute die umgetauschte Hose an. Da sie der Naht aber nicht traut, nimmt sie sich vorsichtshalber eine Ersatzhose mit. 😂 Am Ende des Tages ist sie glücklich, dass die Naht gehalten hat und die Ersatzhose nicht zum Einsatz kam.
Abends gibt es eine neue Frisur für Isi – Coiffeur: Cliff.

Donnerstag:
Cliff hat eine unruhige Nacht hinter sich: Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen. Daher geht er heute nicht an die Arbeit, Isi macht sich alleine auf den Weg.
Am Abend heißt es für Isi noch Koffer packen, da sie morgen früh nach Mumbai fliegt, um sich mit ihrer Freundin Anka zu treffen. Morgen ist der offizielle Feiertag Raksha Bandhan, der die Verbindung zwischen Geschwistern feiert, und somit freuen wir uns über einen freien Tag.
Da Isi nach einem langen Arbeitstag aber leider keine Motivation mehr zum Packen hat, beschließt sie, lieber früh ins Bett zu gehen, und dafür den Wecker etwas früher für ein effizientes Last-Minute-Packen zu stellen.
Freitag:
Der Wecker klingelt um 4:15 Uhr. Nach geschlagenen 45 Minuten snoozen steht Isi um 5 Uhr endlich auf und beginnt, sich auf ihre Reise vorzubereiten. 6 Uhr wird sie vom Taxi abgeholt und zum Flughafen Vadodara gebracht.
Der Flieger geht um 7:35 Uhr und nach einer knappen Flugstunde landet Isi in Mumbai.

Per Taxi geht es zum Taj Mahal Palace, wo Anka bereits auf Isi wartet, da sie bereits am Vorabend von einer Geschäftsreise aus Bangalore und Hyderabad angereist ist. Es scheint unser Glückstag zu sein, denn wir haben ein kostenloses Zimmerupgrade bekommen. Zu Isi’s großem Entzücken hat das Zimmer sogar eine Badewanne! 😍
Eindrücke vom Hotel:




Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir ein wenig die Gegend unsicher.

Nach knapp 500 m Fußmarsch sind wir etwas erschöpft und gönnen uns eine kleine Pause im Café Mondegar.


Nach weiteren 300 anstrengenden Metern, machen wir erneute Rast im Café Leopold.

Dann geht es auf Sightseeing- und Shoppingtour.








Abends kommen wir mit vielen neuen Eindrücken und vollen Einkaufstüten zurück ins Hotel, wo wir uns nur kurz frisch machen, um dann zum Abendessen aufzubrechen.

Samstag:
Der Tag startet spät mit einem Kaffee am Pool.

Anschließend brechen wir zum Spätstück auf, um nach der Stärkung erneut Mumbai zu erkunden unsere Kreditkarten glühen zu lassen. 😇









Währenddessen zu Hause in Vadodara:
Nach einer bisher recht erfolglosen Tomatenzucht endlich ein Lichtblick: die erste Frucht nach fast 5 Monaten!

Unser Kollege Sandeep, der auf einer Farm lebt, bringt uns 50 kg Erde für 4 Euro vorbei.

Da Cliff Sandeep sehr ins Herz geschlossen hat und die beiden eine enge Beziehung haben, schenkt Cliff ihm einen 3D Drucker und macht ihm damit eine riesige Freude. Sandeep ist ähnlich technikbegeistert wie Cliff und kann sein Glück kaum fassen. 🙂


Spät abends wird Cliff von einem nicht-enden-wollenden Feuerwerk geweckt. Man merkt, dass allmählich wieder die Festival-Season beginnt: nachdem es wochenlang recht ruhig war, sieht und hört man inzwischen wieder Feierlichkeiten an jeder Ecke.
Sonntag:
In Mumbai startet der Tag mit indischem Filterkaffee und einem ausgiebigen Frühstück.

Nach dem Checkout werden wir um 11:30 von unserem Taxi abgeholt, das wir für den halben Tag gebucht haben.
Zuerst geht es auf in eine finale Shoppingrunde. Dort trifft Isi auf eine Frau, die genau das gleiche Kleid wie sie trägt. Gekauft haben wir es beide in der gleichen Boutique in Udaipur, Rajasthan, 750 km entfernt von Mumbai. Ein lustiger Zufall!

Nach dem Shopping besuchen wir den Shree Siddhivinayak Tempel, was sich als eine recht stressige Erfahrung entpuppt. Menschenmassen drängeln sich vor und in dem Tempel, spirituelle Ruhe Fehlanzeige. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung, nachdem wir Stück für Stück herausgefunden hatten, was wo und wie zu tun ist.






Anschließend geht es zum Flughafen, unsere heutige Ausbeute lässt es ganz schon eng werden im Taxi. 🫣

Am Flughafen gönnen wir uns noch einen letzten gemeinsamen Snack, bevor es vorerst Abschied nehmen heißt: für Isi geht es zurück nach Vadodara, während Anka weiter nach Goa reist. Am Mittwoch wird es aber bereits ein Wiedersehen geben, auf das wir uns schon sehr freuen. 🙂

Zurück in Vadodara trifft Isi auf eine wohlduftende und frisch geputzte Wohnung und wird von Cliff mit einem leckeren Abendessen empfangen. (#chooseyourhusbandwisely 🥰)


Der aufmerksame Leser hat möglicherweise bemerkt, dass dieser Wochenbericht nicht an einem Samstag endet. Dies hat zwei Gründe: versehentlich hat Isi den Sonntag in diesem Wochenbericht inkludiert und ihn zu löschen und neu zu erstellen, erschien ihr zu aufwändig (copy-paste war leider keine Option). Außerdem gibt es uns nun die Möglichkeit, dem gewöhnlichen Wochenzyklus zu folgen.