Sonntag:
Isi versucht sich heute auch zum ersten Mal an Sauerteig-Experimenten. Sie entscheidet sich für eine süße Variante in Form eines Sauerteig-Zopfs.

In der Gehzeit bis zum Backen bestellt Isi sich ein Spa-Treatment nach Hause: koreanische Gesichtsbehandlung, Wimpern zupfen und Pediküre. Ein 3-stündiges Treatment für ca. 25€.

Nach der sehr guten und entspannenden Behandlung, wird der Zopf in den Ofen geschoben, bevor etwas Action angesagt ist: wir machen Probefahrten mit unseren zwei Favoriten, dem Mahindra 7X0 und dem Mahindra Thar!




Sätze, die Isi während der Probefahrt zu Cliff sagte:
„Brems!!!“
„Ich glaube jetzt bist du Geisterfahrer.“

Alles in allem verliefen die Probefahrten mit unseren zwei bevorzugten Modellen aber unproblematisch und Cliff hat sich fantastisch im indischen Straßenverkehr geschlagen.
Zu Hause angekommen, gönnen uns erstmal eine Portion Zopf.

Auch Cliff hat wieder Brot gebacken, mit jedem Mal wird es immer noch ein kleines bisschen perfekter. Diesmal backen wir auch Brötchen, aus denen wir uns am Abend einen leckeren Chicken-Burger zaubern.



Montag:
Nach der Arbeit gibt es vor der finalen Entscheidung eine letzte Probefahrt, diesmal mit einem Kia Seltos. An einem Wochentag ist der Verkehr deutlich dichter und chaotischer, aber auch hier schlägt sich Cliff souverän und seine auf Gujarati gelernten Schimpfwörter machen sich endlich bezahlt.

Nach der Probefahrt ist Abendessen angesagt und es wird sich eifrig über die Fahrzeugwahl ausgetauscht. Am Ende des Essens ist die Entscheidung getroffen – stay tuned für die Auflösung. 🙂


Dienstag – Mittwoch:
Business as usual.
Bei Hilti auf dem Werksgelände gilt Helmpflicht, wenn man mit dem Moped oder Motorrad anreist. Ein häufig beobachtetes Phänomen: die Kollegen fahren ohne Helm bis kurz vor das Werksgelände, halten an, ziehen sich den Helm auf und fahren auf das Gelände. #safetyfirst


Der Pflanzen-Wahn geht weiter: wir stellen fest, dass wir zu viele Setzlinge gezogen haben und wollen uns jetzt am liebsten von keinem trennen, allerdings gehen uns allmählich die Töpfe aus.

Donnerstag:
Nach mehr als 180 Tagen in Indien sind wir endlich Aadhaar berechtigt, ein Identitätsnachweis, den wir zum Kauf eines Autos benötigen, aber auch dafür, um nach unserem Indien-Aufenthalt unsere eingezahlten Sozialleistungen wiederzukommen.
Offiziell öffnet das Büro um 10 Uhr, als wir 10:15 Uhr ankommen, ist es immer noch geschlossen und die Menschen warten im strömenden Regen vor dem Gebäude. 10:30 Uhr kommen die Beamten endlich gemütlich anspaziert und öffnen die Pforten.

Es gibt eine lange Schlange, man muss sich zuerst manuell in ein Buch eintragen und dann wieder laaange warten. Als wir zu einem Beamten gerufen werden, dem wir unser Anliegen erklären, erklärt er uns, dass wir noch 5 weitere Monate warten müssen, bis wir Aadhaar-berechtigt sind, weil unser letzter Einreisestempel auf den 15.06. datiert ist. Als Isi daraufhin ein wenig der Kragen platzt, weil das bedeuten würde, dass wir nie Aadhaar berechtigt sein werden, weil wir spätestens alle 3 Monate wegen Cliffs Vorsorgeuntersuchungen aus Indien ausreisen müssen, lenkt der Herr ein und schickt uns in das obere Stockwerk, um es mit dem Chef zu klären. Nach weiteren ermüdenden Minuten/ Stunden, werden wir in das Büro gerufen. Hier interessiert sich plötzlich niemand mehr für Ein- oder Ausreisestempel, das einzige Datum, das zählt, ist das Startdatum unseres indischen Visums, der 08. Januar 2026.
Ein paar Eindrücke aus dem Aadhaar Office:




Nach 3 Stunden ist es endlich geschafft und wir verlassen glücklich das Aadhaar Office. In 1-2 Wochen sollten wir die Aadhaar Karte per Post erhalten.



Anschließend düsen wir ins Büro, unterwegs holen wir uns noch eine kleine Stärkung aus einer Bäckerei.

Zurück im Office klingeln plötzlich alle Handys gleichzeitig- eine Wetterwarnung aufgrund der anhaltend starken Regenfälle. Nachdem unsere Kollegen aber alle entspannt bleiben, beschließen wir, es ihnen gleichzutun.


Zu Hause angekommen, installieren wir das Bewässerungssystem für unsere Pflanzen, da es morgen für ein verlängertes Wochenende auf Reisen geht! Die Vorfreude ist riesig, wir hoffen, dass der anhaltende Regen uns keinen Strich durch unsere Reisepläne macht.

Freitag:
Heute geht es nach Kochi, Kerala! Wir haben frei und starten früh zum Flughafen nach Ahmedabad. Unser Taxi hat den Dichtheitstest aufgrund des ganzen Regens der letzten Stunden nicht bestanden und so gibt es das Fußbad gratis dazu.


Auch Ahmedabad steht unter Wasser, wir kommen dennoch gut vorwärts und erreichen den Flughafen früher als geplant.

Am Flughafen läuft auch alles reibungslos und so haben wir noch ausreichend Zeit für ein gemütliches Frühstück. Der Flug verläuft ruhig und wir kommen nach knapp 2,5 h pünktlich in Kochi an. Auch hier regnet es, allerdings deutlich weniger als in Gujarat.

Nach 1,5 h Fahrt vom Flughafen zur Unterkunft haben sich die Wolken aufgelöst und es erwartet uns ein strahlend blauer Himmel.




Erste Station nach Ankunft: ein Diner, das Beef Burger mit Bacon anbietet. 🤫 (in Kerala ganz normal)

Dann brechen wir zu einem Spaziergang auf, um die Gegend ein wenig zu erkunden. Erster Stop: die chinesischen Fischernetze.



Danach treffen wir auf Isi‘s persönliches Paradies: zwei Hundemamas mit insgesamt mehr als 15 Welpen! 😍






Samstag:
7 Uhr morgens startet der Tag mit einem geführten Heritage Walk durch Fort Kochi.








Reges Treiben auf dem Fischmarkt am frühen Morgen. Die meisten der Fische sind noch am Leben – zwar ist es das beste Frischekriterium, leider aber eine Qual für die armen Fische…





Die Einwohner Kochis sind morgens sportlich sehr aktiv: es wird gejoggt oder geradelt, es gibt Outdoor-Fitnesskurse, es wird Fußball oder Cricket gespielt.

Nach dem Sightseeing gehen wir zurück ins Hotel und frühstücken ausgiebig. Dann wird eine Runde gefaulenzt, bevor es am Nachmittag per Boot in die Backwaters von Kochi geht!





Wir stoppen auf dem Grundstück einer älteren Dame, die uns zeigt, wie man aus Kokosfasern ein Seil herstellt und wie man aus den Blättern einer Kokospalme ein Dach flechtet.





Anschließend begeben wir uns auf den Rückweg, nicht ohne mal wieder eine neue Hundefreundschaft geschlossen zu haben. Isi hat den Hund von seiner Leine befreit, der Abdruck am Hals und die riesige Begeisterung über seine neu gewonnene Freiheit deuten darauf hin, dass er sein Dasein hauptsächlich an einen Strick gefesselt fristet. Wir werden wohl nie erfahren, ob es der Dame gelingen wird, den Hund wieder einzufangen…



Wieder zu Hause angekommen, machen wir uns kurz frisch und brechen in ein nahegelegenes Restaurant auf, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Außerdem erreichen uns heute erfreuliche News von der Aadhaar-Behörde. Unsere Anträge wurden genehmigt, somit steht dem Autokauf nun nichts mehr im Wege. 🙂 Auf allzeit gute Fahrt und viele neue Abenteuer…