Woche 26

Sonntag:

Der Wecker klingelt 7:30 Uhr für das WM Spiel Schweiz gegen Argentinien.

Anschließend verbringen wir den Vormittag faul im Bett. Nachmittags same procedure as every Sunday: Putzen, Gärtnern, Kochen, Büroarbeiten,…

Das Pürieren im indischen Mixer geht leider schief, die Brokkoli-Suppe können wir jetzt von den Wänden löffeln…

Die Suppe hat sich bis in den letzten Ritz verteilt
Verbrennungen inklusive

Montag:

Cliff bleibt heute zu Hause, weil er abends die Nachtschicht als Night-Duty-Officer antritt. Aufgrund der aktuell angespannten Situation, müssen die Mitarbeiter im Wechsel Nachtschicht machen, um sicherzustellen, dass auch nachts alles ordnungsgemäß produziert wird. Isi ist von der Regelung ausgeschlossen, weil sie als Frau aus gesetzlichen Gründen nach 22 Uhr nicht arbeiten darf, ohne dass die Firma zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen trifft.

Schlangensichtung auf dem Werksgelände – zum Glück ein ungefährliches Exemplar
Einer arbeitet – 5 gucken zu 🙂 (ein Phänomen, was man nicht nur aus Indien kennt)
Nachtversorgung – geschmacklich wie immer deutlich besser als die Optik vermuten lässt

Dienstag:

Keine besonderen Vorkommnisse.

Mittwoch:

Der Monsun ist noch nicht so recht in Schwung gekommen. Seit dem letzten Starkregen vergangenen Montag regnet es heute am frühen Abend zum ersten Mal wieder sehr stark.

Das erste Mal „kalt“ genug (28 Grad), um statt der Klimaanlage abends einfach das Fenster zu öffnen und die frische Luft zu genießen. Irgendwann drückt die Luftfeuchtigkeit aber unangenehm stark in die Wohnung, daher müssen wir zum Schlafen leider wieder auf Klima umsteigen.

Donnerstag:

Mal wieder ein kleiner Wasserschaden

Abends testen wir einen neuen Dosa Spot – unser bisheriger Favorit!

Mrs. Kitchen – von außen Bescheiden, aber es kommt ja bekanntlich auf die inneren Werte an 🙂
Cliff‘s Vorfreude ist nicht zu übersehen

Zu Hause angekommen, erhält Isi ihren ersten indischen Steuererbescheid: knapp 4 € Rückzahlung sind fällig – Frechheit!

Nachdem spät am Abend die liegengebliebene Arbeit erledigt ist, die wir über den Tag nicht geschafft haben, gönnen wir uns als Absacker noch einen kleinen Schuss indischen Rums

Freitag:

Sir Odlot ist zurück und hat seine Familie mitgebracht.

Kleiner Frechdachs – anstatt sich über unsere mitgebrachten Kekse zu freuen, frisst er lieber die Riesen-Ameisen vom
Boden, die ihn mit ihrer Säure piesacken. Wir sind uns nicht mehr so sicher, ob wir ihm einen Gefallen tun würden, wenn wir ihn bei uns aufnehmen.
Isi im siebten Hunde-Himmel
Unterwegs die üblichen Unterbringungen der mittellosen indischen Bevölkerung – irgendwann ist man nicht mehr so schockiert darüber, Gewohnheit wird es aber nie

Auf dem Heimweg von der Arbeit sehen wir die vorläufige Höchstzahl an Personen auf einem Moped: 5!

Die Kleinste sitzt seitlich auf dem Schoß ihrer Mama
Die Kleinste ist glücklicherweise (?) immer noch auf dem Moped, aus dieser Perspektive sieht man sie nur nicht

Abends geht es nach der Arbeit zu einem Mahindra-Händler, um uns unser neues Auto auszusuchen. Wir haben uns noch nicht final entschieden, aktuell schwanken wir zwischen einem Mahindra und einem Kia.

Für Basic Abenteurer – Bolero
Für fortgeschrittene Abenteurer – Thar
Für die Weichgespülten – Scorpio N

Unser Favoritenmodell haben wir leider vergessen zu fotografieren. 🤔 Es kommt aber dem Scorpio N relativ nah, nur ein wenig kleiner.

Samstag:

Heute geht es morgens wieder an die Arbeit. Die Samstage an der Arbeit sind immer unglaublich produktiv, weil es kaum Ablenkung durch die üblichen Meeting-Marathons gibt. Es reicht sogar für eine kurze Kaffeepause mit Aussicht, ein seltener Moment in den letzten Wochen.

Cliff kann heute in Ruhe seine Versuche mit Prototypen-Werkzeugteilen durchführen, die er über Nacht zu Hause gedruckt hat. Er ist soweit zufrieden mit dem Outcome der heutigen Versuche.

Nach der Arbeit besuchen wir einen Kia-Händler, um unsere Favoritenmodelle zu vergleichen. Fotos haben wir mal wieder vergessen. Unser Kia-Wunschmodell – den Kia Seltos – haben wir allerdings bereits in einem früheren Blog-Beitrag vorgestellt. Nachdem uns der Vergleichsbesuch noch mehr verwirrt, gehen wir im Anschluss erneut zum gestrigen Mahindra Händler. Am Ende ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wir haben allerdings beide eine leichte Tendenz zum Mahindra.

Eine seltene Situation – da wir es ausnahmsweise mit einer Verkäuferin zu tun haben, regeln die Ladies heute das Business (Cliff wird weitestgehend von der Verkäuferin ignoriert – welcome to Isi’s world)

Da Autos gucken hungrig macht, gehen wir im Anschluss zu einem neuen Dosa Spot, der nicht enttäuscht. Heute gibt es zusätzlich zu den Dosas noch Idli, ebenfalls eine südindische Spezialität, die aus dem gleichen Teig wie Dosa besteht (fermentiert aus Bohnen und Reis), im Gegensatz zu Dosa aber gedämpft und nicht gebraten wird.

Im Anschluss geht es per TukTuk nach Hause und es folgt ein gemütlicher Abend mit Brot backen, Sachen des täglichen Bedarfs bestellen und Autovideos (Kia vs. Mahindra 🙂) auf YouTube gucken.

Wenigstens wird das Sportzimmer von unserem Sauerteig genutzt (weil es hier schön warm ist) – wir sollten uns ein Beispiel an ihm nehmen. Naja, vielleicht nächste Woche. 😇

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