Woche 23

Sonntag:

Wir starten den Tag mit Frühstücks-Dosa in einem nahegelegenen südindischen Restaurant. Auf der Karte stehen zig verschiedene Dosa-Varianten, was uns ein wenig überfordert. Daher ordern wir auf gut Glück und werden nicht enttäuscht.

Dazu eine “kleine” südindische Spezialitätenplatte

Anschließend machen wir ein paar Besorgungen. Wir haben einen Delikatessen-Laden mit internationalen Lebensmitteln gefunden, wo wir uns mit ein paar Leckereien eindecken. Danach geht es zum indisch-italienischen Pizzabäcker unseres Vertrauens, wo wir Mehl, Mozzarella und Tomaten kaufen.

Deutsche Shirt-Aufschriften in indischen Läden
Isi findet Freude in den kleinen Dingen
Tauben-Fütterung

Die Suche nach dem perfekten Vierbeiner geht weiter, deshalb haben wir immer eine Portion Leckerli dabei.

Nachmittags werden Spülmaschine und Ofen geliefert. Der Ofen geht postwendend zurück, da er Dellen hat. Morgen soll ein neuer geliefert werden. Für die Spülmaschine fehlt der passende Anschluss, den wir ebenfalls morgen besorgen wollen.

Von einem Kollegen haben wir uns eine Sauerteigkultur mit nach Indien genommen, mit der Cliff heute eigentlich Brot backen wollte, was aufgrund des fehlenden Ofens aber leider nicht klappt. Aber immerhin hat er ihn heute schonmal gefüttert. Er geht wunderbar auf und scheint die Reise gut überstanden zu haben.

Zwischendurch eine Kokosnuss zur Erfrischung

Dann wird gegärtnert. Isi hat versehentlich statt Erde Kuhmist aus der Tüte gekauft. Die Pflanzen freuen sich, wir uns nicht so…

Abends genießen wir die gute Luft und die angenehmen Temperaturen auf dem Balkon.

Montag:

Wir arbeiten heute nur bis Mittag, um am Nachmittag noch die erforderlichen Anschlüsse und Verlängerungen für unsere neuen Elektrogeräte zu besorgen. Außerdem erwarten wir die Ersatzlieferung unseres Ofens und unser neuer Airfryer hat sich auch für heute angekündigt. Alles kommt planmäßig und unbeschadet an. Das gekaufte Adapterstück für den Wasseranschluss unserer Geschirrspülmaschine passt aber leider erwartungsgemäß nicht und so müssen wir uns weiter auf die Suche nach dem passenden Anschluss machen.

Abends bekommen wir Besuch von unserem Amerikanischen Kollegen Mike, der uns die letzten 4 Wochen bei unserem Qualitätsproblem bei der Arbeit unterstützt hat. Unser ungarischer Expat-Kollege Erik ist auch am Start und so verbringen wir einen gemütlichen Abend mit knusprigem Hähnchenfilet und Kartoffelwedges aus unserem neuen Airfryer, Gurkensalat, gegrillten Paprika, Sour Cream und Guacamole. Bei der Verabschiedung bedanken sich die beiden für das leckere Essen, das zur Abwechslung mal keine Masala- oder PeriPeri-Gewürznote hatte. 🙂

Erik hat uns von seiner letzten Ungarn-Reise vergangene Woche Paprika-Pulver und hausgemachten Palinka mitgebracht.

Dienstag:

Nach dem gewohnten Arbeitsantritt geht es für Isi heute am späten Vormittag zu der Behörde, die die Alkohollizenzen ausstellt. Sie wird von einem Kollegen aus der Personalabteilung begleitet, der sie bei der Behörde unterstützen soll.

Es läuft alles reibungslos und somit hat auch Isi jetzt für die nächsten 6 Monate eine Lizenz mit monatlich 4 Rationen.

Auf dem Rückweg zur Arbeit fährt uns leider ein LKW auf. Da Isi kurz eingedöst war, ist sie ziemlich erschrocken und durch die entspannte Körperhaltung während des Schlafs, hat sich ihr Rücken und Nacken durch den plötzlichen Aufprall unschön verspannt. Aber bereits am Abend ist alles wieder gut.

Das ist der Übeltäter
Der Schaden ist nicht sehr groß, die Warterei auf die Polizei in der Mittagshitze ist aber nicht sehr erfreulich

Nach knapp 30 Minuten wird Isi von einem anderen Taxi abgeholt und wieder in die Firma gebracht.

Abends spielen wir Badminton, langsam entwickelt sich Isi zu einer ernstzunehmenden Gegnerin für Cliff. 🙂

Mittwoch:

Am Teestand lernen Cliff und unser Praktikant Kaif in der Pause den Besitzer einer nahegelegenen Zerspanungsfirma kennen. Da Cliff’s Neugierde geweckt ist, machen sie sich zu Dritt per Roller auf den Weg zu der Firma (wenige Meter mit wenig Verkehr 😇).

Immerhin ist Cliff mit guter Knautschzone ausgestattet…
Anschließend geht es per Probefahrt mit dem Auto des Fabrikbesitzers, einem Mahindra Thar, zurück an die Arbeit – Cliff ist der Fahrer
Die Inder lassen die Sitze gerne in Folie eingewickelt, um sie vor Schmutz zu schützen

Abends holen wir auf dem Heimweg ein Holzbrett ab, das wir uns für unsere Waschküche zur Ablage haben machen lassen.

Die Werkstatt
Das Ergebnis
Indische Qualität lässt grüßen

Donnerstag:

Cliff macht Homeoffice, wir erwarten mal wieder einen Sanitär, um endlich unsere Spülmaschine nutzen zu können. Er kommt pünktlich um 8, mal wieder nur mit einem kleinen Stoffbeutel ausgestattet. Zu Cliff’s großer Überraschung, befindet sich aber genau der passende Anschluss darin und er bringt unsere Spülmaschine zum Laufen.

Da zwei unserer Toiletten mal wieder undicht sind, bittet Cliff ihn, sich auch diesem Problem anzunehmen. Dafür muss er aber noch das passende Werkzeug holen und verspricht, später wiederzukommen. Cliff fragt ihn außerdem nach einem Elektriker, den wir für eine Tote Steckdose benötigen. Er verspricht, dass er ihn später mitbringt. Natürlich warten wir mal wieder vergebens auf die Rückkehr der beiden Fachkräfte…

Dann geht das Sauerteig-Experiment weiter: es wird gefüttert, gefaltet und zwischendurch laaange gewartet – und morgen wird endlich gebacken!

Abends gibt es wieder eine Runde Badminton, diesmal kommt Isi dem Sieg so gefährlich nahe, dass Cliff seine Tipps und Tricks, die er immer gibt, allmählich bereut. 😉

Danach trifft ungarisches Paprikapulver auf indischen Paneer – ein Genuss!

Freitag:

Anruf von unserem Taxiunternehmen. Isi stoppt den Anrufer und bittet ihn darum, Englisch zu sprechen. Empört erwidert er, dass er bereits Englisch spreche. Isi ist das etwas unangenehm.

Die Babies unserer Haustaube entwickeln sich prächtig, unseren Haferflocken-Wasser-Brei hat sie zur Fütterung ihrer Babies allerdings dankend abgelehnt.

Abends wird gebacken.

Das Brot wird in einem gusseisernen Topf gebacken, der erstmal ordentlich vorgeheizt wird

Unsere ersten Versuche als Brot-Bäcker können sich sehen lassen! Der Teig ist noch etwas dicht, geschmacklich dennoch bereits top!

Dazu gibt es selbstgemachten Hüttenkäse, optisch nicht so überzeugend wie das Brot, geschmacklich aber sehr gut.

Samstag:

Morgens starten wir wie gewohnt zur Arbeit. Nach der Arbeit geht es auf den Markt.

Auf dem Markt treffen wir immer wieder auf unbekannte Gemüse- und Obstsorten, für deren Identifikation wir die Google Bildersuche bemühen müssen.

Die Tomatensamen, die Isi von ihrem Papa beim letzten Besuch bekommen hat, entwickeln sich prächtig, wir freuen uns schon auf das Ergebnis.

5 Tage nach Aussaat

Die restlichen Pflanzen entwickeln sich auch gut und unsere zuerst gezogenen Tomatenpflanzen bekommen ihre ersten Blüten. Läuft bei uns!

Abends fallen wir müde auf’s Sofa und starten in ein kurzes Wochenende.

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