Woche 22

Sonntag:

München – Der Morgen nach der Party.

Spuren der Verwüstung

Wir gucken alle etwas müde aus der Wäsche. Nach einer extra Portion Erholung bricht Isi gegen Mittag zu ihrer Freundin Anka auf, die ebenfalls in München wohnt.

Heutiges Frühstück: Trüffel-Pasta (bringt die Lebensgeister zurück, der Spritz schmeckt auch schon wieder)

15 Uhr wird Isi von Cliff abgeholt und wir brechen Richtung Markdorf zu Isi‘s Eltern auf, unsere letzte Station vor der morgigen Rückreise nach Indien.

Die 3 Männer verfolgen die Fußball WM (1/3 zeigt starkes Desinteresse)
Die Ruhe vor dem Sturm, bevor es morgen wieder zurück ins Chaos geht
Der Säntis aus der Ferne

Montag:

Nach ein paar kniffligen Runden Koffer-Tetris (die Gewichtsbeschränkungen zwingen uns mal wieder dazu, ein paar geliebte Gegenstände zurückzulassen) und einem ausgiebigen Frühstück, starten wir gegen halb 9 Richtung Flughafen Zürich.

Ein letzter Blick auf Meersburg von der Fähre aus
Titanic-Feeling

Mit leichter Verspätung startet unser Flieger von Zürich nach Delhi.

Bye bye Switzerland 🇨🇭

Der Flug verläuft angenehm, kurz vor Mitternacht landen wir pünktlich in Delhi. Direkt nach der Landung buchen wir uns ein top bewertetes Hotel mitten im Terminal zu einem auffällig guten Preis, um in den 5 Stunden Stopover etwas Schlaf zu bekommen.

Die Immigration in Delhi dauert zermürbend lange, aber nach ca. 1 h ist es zum Glück geschafft. Nachdem wir unsere Koffer gefunden haben, die bereits vom Band genommen wurden, weil die Immigration so lange dauerte, werden wir vom Hotel Shuttle am Flughafen abgeholt.

Dienstag:

Das Hotel entpuppt sich als kompletter Betrug. Weder im Terminal gelegen, sondern außerhalb in einer runtergekommenen Siedlung, noch so gemütlich wie angegeben.

Fiktion
Fakt
Fakt
Fiktion
Fakt
Fakt
Fiktion
Fakt
Nicht einmal der Name des Hotels stimmt mit der Buchung überein

Das Bett ist immerhin sauber und halbwegs bequem. Nach knapp 3 h Schlaf sind wir aber dennoch froh, dass wir wieder gehen können.

Wir haben unsere Zeit recht knapp geplant, weshalb wir per Last Call eine lange Schlange beim Check-In überspringen dürfen, worüber wir nicht unglücklich sind. Der Flieger bricht um 6:40 pünktlich Richtung Vadodara auf. Ein letzter Blick auf das allmählich erwachende Delhi.

Ankunft in Vadodara gegen 8 Uhr, noch schnell ein bisschen Window-Shopping am Flughafen, der Geldbeutel ist immer noch nicht groß genug… daher nur gucken, nicht anfassen.

Nach einer kleinen Mütze Schlaf starten wir am späten Vormittag in die Arbeit. Abends spielen wir die erste Runde Badminton in unserem hauseigenen Badminton Court.

Mittwoch:

Auf dem Heimweg von der Arbeit gibt es “frischen” Fisch am Straßenrand zu kaufen.

Ein paar Mutige haben sich bereits gefunden

Unsere Haustaube hat Nachwuchs. Wir wussten nicht, dass Tauben-Babies so hässlich sind, aber süß finden wir sie trotzdem. Jedesmal wenn wir kommen und gehen schauen wir nach ihnen, ob alles noch in Ordnung ist.

Donnerstag:

Das Wetter hat sich seit unserer Rückkehr deutlich geändert. Es ist wesentlich feuchter, etwas kühler und permanent bewölkt.

Ein leichter Schauer führt auf dem Heimweg bereits zu überschwemmten Straßen, wir sind gespannt auf den echten Monsun.

Heute gibt es nach der Arbeit die zweite Badminton-Session, die blutig endet. (Es war der Federball, der gegen eine bestehende Verletzung an Isi’s Knie flog, und damit den Schorf wegsprengte – also alles halb so wild)

Freitag:

Die indischen Ladies begeben sich per LKW Taxi an ihre Arbeitsstelle, ein gewohnter Anblick hier.

Das heutige Mittagessen

Optisch ausbaufähig – geschmacklich top!

Die Luftqualität im Taxi

Marktbesuch nach der Arbeit

Sound on!

Anschließend geht es in den Liquor Shop, um uns mit unserer Juni-Ration an Bier auszustatten.

Die Beute wird möglichst anonym nach Hause gebracht

Nach 6 Monaten findet Isi endlich 4-lagiges Klopapier – es fühlt sich an wie Weihnachten und Ostern zusammen! 😍

Die Zeiten des 2- oder 3-lagigen Klopapiers sind endlich vorbei!

Abends machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich, da es morgen früh wieder an die Arbeit geht.

Samstag:

Wir brechen zu gewohnter Uhrzeit zur Arbeit auf.

Nach der Arbeit sind wir bei unserem Kollegen Harshit zum Abendessen eingeladen. Die Kids freuen sich und beschlagnahmen uns völlig für sich.

Cliff repariert auf die Schnelle Isi’s kaputte Tastatur vor dem Gebets-Schrein unseres Kollegen

Das Abendessen ist seeeehr lecker, vor allem das hausgemachte Mango Chutney rundet das Essen perfekt ab.

Der Blick aus der Wohnung unseres Kollegen. Vadodara wächst rasant – entsprechend prägen zahlreiche Baustellen das Stadtbild.

In den Blech-Hütten wohnen die Bauarbeiter in ärmlichsten Verhältnissen

Auf dem Heimweg gehen wir um 21 Uhr noch kurz zum Elektrofachhandel unseres Vertrauens und kaufen einen Backofen, eine Geschirrspülmaschine (endlich!) und ein besseres Kochfeld für unseren Gasanschluss.

Zu Hause angekommen bringen wir unserer Haustaube etwas Nahrung, damit sie ihre Küken gut versorgen kann.

Vom Sofa aus bestellen wir Online noch die letzten fehlenden Dinge für unsere Wohnung: ein Gästebett inkl. Matratze, einen Couchtisch und einen neuen Airfryer mit mehr Kapazität.

Nach knapp fünf Tagen hat uns Indien schon wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen. Unsere geordnete und strukturierte Welt in Europa scheint bereits in weite Ferne gerückt zu sein. Trotzdem fühlen wir uns hier sehr wohl und sehen den kommenden Wochen mit großer Vorfreude entgegen.

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