Woche 12

Sonntag:

Pünktlich zum Ostersonntag ist die Hasen-Familie komplett und der technisch versierte Osterhase hat Isi eine Ordnungsbox für ihr Bad-Chaos gebaut. 😍

Auf 10/11 Uhr ist mal wieder ein Sanitär bestellt, um unser Problem mit dem fehlenden warmen Wasser in der Küche zu lösen. Um 12:30 Uhr trudelt er gemütlich ein und das Problem ist schnell gelöst. Da inzwischen zwei unserer Toiletten wieder Wasser verlieren, bitten wir ihn, sich auch diesem Problem anzunehmen. Da er aber mal wieder kein geeignetes Werkzeug dabei hat, geht er und sagt, er komme gleich wieder. Aus dem „gleich“ werden zwei Stunden, weshalb wir beschließen, nicht mehr auf ihn zu warten und zu unserem Kollegen Harshit zu gehen, der uns bei sich zu Hause zum Essen eingeladen hat. Als wir gerade die Türe hinter uns schließen um aufzubrechen, kommt er gemütlich mit einer Plastiktüte angeschlappt, in der sich ein paar Werkzeuge befinden. Wir sagen ihm, dass es jetzt zu spät sei und dass er abends wiederkommen solle (Sonntag ist hier kein Ruhetag). Er bestätigt und zieht von dannen.

Wir verbringen einen schönen Nachmittag mit sehr leckerem Essen bei unserem Kollegen und seiner Familie.

Zuerst wird eine Runde „Mensch Ärgere Dich Nicht“ mit den Kids gespielt

Die indischen Familien leben üblicherweise mit 3 Generationen in einem Haushalt. Hier lebt noch der Vater von Harshit mit in einem 3-Zimmer-Haushalt.

Die Kids haben sogar T-Shirts mit Osterhasen an 🙂

Die Einladung selbst führte anfänglich zu einem Missverständnis. Als wir das Treffen vor ein paar Tagen ausgemacht haben, war es nicht möglich unserem Kollegen eine Uhrzeit zu entlocken, auch nicht als wir ihn konkret um eine Zeitangabe baten, er sprach die ganze Zeit von „Nachmittags„. Also planten wir gegen 5 bei ihm zu sein. Sonntagvormittag um 11 Uhr fragte er dann, wann wir denn kämen und wir sagten ihm, dass wir gegen 5 bei ihm sind. Darauf entgegnete er, dass das Essen fertig sei und sie auf uns warteten… Da wir aber noch auf den Sanitär warten mussten, konnten wir erst gegen halb 3 bei ihnen sein. So gab es dann für uns und die Eltern ein verspätetes Mittagessen, die Kinder und der Opa hatten bereits pünktlich zu Mittag gegessen.🙈

Am Abend fahren wir nach Hause, vom Sanitär wie erwartet keine Spur.

Montag:

Impressionen vom Arbeitsweg.

Abschleppdienst on Duty

Nach der Arbeit geht es in einen Tabakshop, um etwas Zubehör für unsere Wasserpfeife für das nächste soziale Event zu kaufen. Cliff‘s Handel-Instinkt ist mal wieder geweckt, das Schild vor seinem Kopf ignoriert er gekonnt, der Eigentümer bleibt aber hartnäckig und rückt nicht von seiner Preisvorstellung ab. Auch ein Handelkönig muss sich hin und wieder geschlagen geben.

Unser Abendessen: Kartoffelpüree meets Ladyfingers, ein in Indien sehr beliebtes Gemüse.

Dienstag:

Seit heute hat Cliff endlich einen Monitor an der Arbeit, nachdem er die letzten 3 Monate seine Konstruktionen immer auf dem kleinen Laptop-Bildschirm machen musste.

Zu Hause angekommen erwarten uns zwei Pakete. Endlich ist der Topper für unsere Matratze da und Cliff hat sich weitere Filamente für seinen 3D-Drucker gekauft.

Wie auf Wölkchen
Ab jetzt sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.

Mc Dreamy hat in unserer Abwesenheit mal wieder Unfug getrieben und sich dabei an einem Kabel verschluckt.

Zum Abendessen werden wir mit einem steilen Beat aus der Nachbarschaft beschallt.

Dazu ein gutes „Bier“.

Mittwoch:

Ein neues 3D gedrucktes Utensil!

Morgens kommt immer der Müllwagen vorbei, der Mann fährt und die Frau sammelt den Müll auf und sortiert ihn während der Fahrt, während sie mitten im Müll steht.

Der erste Einrichtungsgegenstand für das Wohnzimmer ist bereits seit letztem Wochenende da und wartet sehnsüchtig auf Gesellschaft.

Nach dem Abendessen packt es uns und wir buchen uns einen Trip nach Mumbai für das übernächste Wochenende.

Cliff beschwert sich immer, dass er zu wenig Platz im Bett hat, Isi zweifelt das aber an und unterstellt ihm, zu übertreiben. In einem unbeobachteten Moment macht er ein Beweisfoto. Abstreiten zwecklos, die Übeltäterin ist überführt!

Donnerstag:

Hin und wieder nehmen wir uns selbstgekochtes Essen vom Vorabend mit in die Firma. Da es keine Mikrowelle oder Ähnliches gibt, die Temperaturen aber allmählich die 40 Grad ankratzen, hat Cliff sich eine alternative Aufwärmmethode ausgedacht und stellt unser Essen immer 30 Minuten vor der Mittagspause in die Sonne.

Eindrücke vom Heimweg.

Ein Friseurladen
Der Marktstand packt zusammen
Die Einkäufe werden heimgebracht
Die Kühe stehen oft Mitten in den Müllhaufen und suchen sich Futter
Reges Treiben zu Feierabend an den Essens- und Markständen

Seit einiger Zeit zieht sich ein riesiges Bauprojekt durch Vadodara, es wird eine neue Schnellzugstrecke gebaut, die zukünftig Mumbai mit Delhi (1400 km) in Rekordzeit verbinden soll. Überall in der Stadt sieht man die Bauarbeiten in vollem Gange.

Zuhause erwartet uns eine neue Möbellieferung. Weil eine der Kisten nicht in den Aufzug passt, müssen wir diese selbst zu uns in den 3. Stock tragen, was ein ganz schöner Kraftakt ist (vor allem für Isi, die 2 Tage später noch über schweren Muskelkater klagt).

Zur Stärkung gibt es Parmesan aus dem Himalaya, schmeckt fast so gut wie echter Parmesan.

Freitag:

Heute geht es nach der Arbeit Blumen shoppen!

Ich glaub ich steh im Wald
Der Blumenverkäufer rechnet eifrig zusammen und freut sich über sein Freitagabend-Geschäft

Nach der Bezahlung vereinbaren wir eine Lieferung der Pflanzen für Samstagmittag und brechen pünktlich zum Sonnenuntergang Richtung Zuhause auf.

Für den Heimweg gibt es heute ein luxuriöses Mercedes-TukTuk.

Sogar mit Ambiente-Beleuchtung

Noch ein kurzer Stop in einem Drogeriemarkt, dann geht es nach Hause.

Im UG dieses Gebäudes befindet sich der Drogeriemarkt

Samstag:

Nach dem Frühstück brechen wir auf um einen Adapter für unseren Gartenschlauch zu kaufen. Nach dem zweiten Anlauf sind wir erfolgreich und bekommen das passende Adapterstück für den Wasserhahn. Vor dem Laden treffen wir auf einen fliegenden Obsthändler und decken uns mit unserer wöchentlichen Obst-Ration ein.

Zuhause wird mit unserem nun funktionierenden Gartenschlauch erstmal der Balkon gründlich entstaubt. Die Lieferung der Pflanzen ist auf 12 Uhr angekündigt, diesmal werden wir überrascht und die Lieferanten stehen bereits 11:30 vor unserer Türe.

Alle packen mit an und nach 15 Minuten haben wir alle Blumen in unserer Wohnung.

Nach der Schlepperei wird erstmal geruht.

Cliff träumt sich gedanklich auf sein Sofa, das hoffentlich bald geliefert wird

Zum Wochenausklang noch ein paar Eindrücke unserer Möbel.

Schuhschrank
Wohnzimmer Sideboard
Isi’s Kleiderschrank in ihrem Bad

Zufrieden beenden wir den Tag mit Netflix und passendem Popcorn. 🙂

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