Sonntag:
Nachdem gestern nach dem Stromausfall Stück für Stück die Lichter in den umliegenden Wohnungen wieder angingen, kam Cliff auf die glorreiche Idee, unseren FI zu überprüfen, was prompt zum Erfolg führte. 🙂
Heute geht die Putzaktion weiter, auf dem Plan stehen Balkon und Bäder. Beim Balkonputzen erspähen wir das Obst-TukTuk auf unserem Hof, Cliff begibt sich auf Shopping-Tour, Isi schaut vom Balkon aus zu.


Das Obst ist hervorragend und so gibt es anschließend ein sehr schmackhaftes Frühstück.

Vormittags kommen Kollegen vorbei und bringen selbstgeernteten Toddy, einen Palmsaft, der über den Tag so schnell vergärt, dass er bereits nach wenigen Stunden der Ernte einen bierähnlichen Alkoholgehalt hat. Nach ein paar wenigen Schlücken beschließen wir, dass der Palmwein nichts für uns ist und schütten ihn, nachdem unser Besuch weg ist, heimlich in den Abfluss. 🤫
Bei Verabschiedung der Kollegen trifft Cliff auf unseren Property Manager, der ihm erstmal alle Annehmlichkeiten unseres Wohnkomplexes zeigt, von denen wir – mit Ausnahme des Pools – bisher gar nicht wussten, dass es sie gibt.





Am Nachmittag wird Cliff von einem weiteren Kollegen abgeholt und sie gehen gemeinsam zu einem Metzger, um Hähnchen und Lamm zu kaufen. Der Laden ist nichts für schwache Nerven, hier kann man sich das Huhn der Wahl lebend aussuchen, dann wird kurzer Prozess gemacht und man kann das Huhn frisch entfedert und filetiert mit nach Hause nehmen.

Abends findet eine private Geburtstagsparty inklusive Konzert in unserem Innenhof statt.
Montag:
Morgens gibt es Verwirrung, weil wir mal wieder einen neuen Fahrer haben, der aber nirgends zu finden ist. 20 Minuten verspätet können wir dann aber Richtung Arbeit aufbrechen.
In der Mittagspause machen wir einen kleinen Spaziergang über das Werksgelände, dort findet Isi das Fahrrad wieder, das sie bereits vor 3 Jahren bei ihrem Besuch fotografiert hat, inzwischen fehlt neben den Pedalen auch die Polsterung des Sattels. Gut, dass die Räder Vollgummi sind, so kann man wenigstens nicht über platte Reifen klagen.

Seit heute hat immerhin Isi ein Bankkonto, nun fehlen nur noch die Zahlungen von Hilti, die gerade noch in der Autorisierung irgendeines Vorgesetzten hängen. Gut, dass wir es nicht eilig haben.
Heute hat Cliff einen schlechten Tag und auf dem Heimweg wird der IOTD (Idiot of the Day) gekürt, der während der Autofahrt bis ins kleinste Detail auseinandergenommen wird. Die Autofahrt reichte zum vollständigen Entladen nicht aus, sodass das Geschimpfe auch zu Hause weitergeht. Erst das energische Kleinhacken diverser Gemüse- und Käsesorten scheint Linderung zu bringen und so schließen wir den Abend mit einem schnellen Abendessen und hoffen, dass der neue Tag erfreulicher verläuft.
Dienstag:
Der heutige Morgen startet etwas früher als sonst (um 5 Uhr waren wir ausgeschlafen 🤓) und es bleibt bis zur Abholung durch unseren Fahrer ausreichend Zeit, um einmal bewusst unsere Umgebung wahrzunehmen. Zum Sonnenaufgang zwitschern so viele verschiedene Vögel, dass unsere Neugierde geweckt ist und Isi ihre Vogelstimmen-App befragt, um welche Vögel es sich handelt.
Die Vielzahl ist erstaunlich und es klingt tatsächlich so, als wäre man mitten im Urwald.

Heute haben wir uns mal wieder recht kurzfristig dazu entschlossen, über das kommende Wochenende zu verreisen, diesmal ist das Reiseziel Goa. Die Flüge sind gebucht, Donnerstagmittag geht es los!
Eine weitere frohe Botschaft auf dem Heimweg, Konto inkl. Geld ist ab sofort verfügbar!
Am Abend kredenzt Cliff uns Hähnchenschnitzel Wiener Art, das jeden Wiener neidisch werden lässt (muss ja niemand wissen, dass es kein Kalb ist 🤫).

Parallel dazu bereitet Isi einen Lammbraten zu, der bereits seit 2 Tagen in Quark badete und den es morgen zum Essen geben sollte. Das Ergebnis:

Also morgen kein Lamm…
Mittwoch:
Kurz vor Ankunft in der Firma stellt Isi fest, dass sie ihren Laptop zu Hause vergessen hat. Nochmal heimzufahren kostet zu viel Zeit (mind. 1,5 h) und passt nicht in den Ablauf, also versucht sie den Tag ohne Laptop zu überleben, was aufgrund der vielen Termine tatsächlich auch problemlos gelingt.
Cliff macht heute 2 h früher Schluss um sich beim Friseur für unseren Kurzurlaub aufhübschen zu lassen. Als Isi abends nach Hause fährt, entdeckt sie mitten auf der Straße einen nackten Inder, der ganz selbstverständlich und selbstbewusst auf der Straße spazieren geht. Sie wundert sich sehr darüber, da Nacktheit in Indien illegal ist, es in diesem Fall aber niemanden zu interessieren scheint.
Abends werden die Koffer für Goa gepackt und die Vorfreude steigt!
Donnerstag:
Breakfast Romance.

Den Vormittag verbringen wir mit Arbeiten, Isi führt Bewerbungsgespräche und Cliff freut sich, dass er endlich einen Monitor hat, auf dem er vernünftig mit seinen CAD Programmen arbeiten kann, was in der Firma leider nicht der Fall ist – traurig aber wahr.
12 Uhr geht es los Richtung Flughafen.


Nach 1,5 h Flugzeit kommen wir in Goa an. Von dort aus geht es noch 2 h weiter mit dem Auto bis zu unserer Unterkunft. Wir haben ein Shuttle über das Hotel bestellt, welches uns bestätigt, dass der Fahrer am Ausgang auf uns warten wird. Vom Fahrer keine Spur, nach 30 Minuten kommt er endlich an, wir sind beide recht sauer und Cliff lässt es den Fahrer deutlich spüren, er verbietet im sogar das Telefonieren und Chatten während der Fahrt, was in der indischen DNA tief verankert und eigentlich nicht wegzudenken ist. Während der Fahrt beruhigen sich die Gemüter wieder, Cliff und der Fahrer freunden sich an und zum Abschied gibt es sogar eine Umarmung.🙂
Ein paar Eindrücke von der Fahrt.




Beste musikalische Unterhaltung während der Fahrt.


Wir kommen pünktlich zum Sonnenuntergang im Hotel an, der Blick ist traumhaft und der Strand wunderschön.


Danach machen wir uns frisch und gehen zum Abendessen.






Freitag:
Der Tag startet entspannt mit einem guten Frühstück. Danach geht es an den Strand.




Zwischendrin wird gesnacked was das Zeug hält




Viel zu schnell neigt sich der Tag dem Ende entgegen.


Nach dem Abendessen gibt es noch einen kurzen Verdauungsspaziergang durch den Ort (um Aloe Vera für unsere Sonnenbrände zu kaufen, die Sonnencreme mit LSF 100 sollte man für optimalen Sonnenschutz halt auch verwenden…🙈).

Samstag:
Beste Aussichten zum späten Frühstück


Mittags geht es per Taxi zurück zum Flughafen. 2 Tage waren kurz, haben aber für die perfekte Erholung gesorgt.


Um 17 Uhr landen wir wieder in Vadodara. Nach einem kurzen Zwischensnack brechen wir auf, um uns einen Fernseher zu kaufen und ein Sofa auszuwählen. Der Fernseher wird morgen gegen Mittag geliefert, für das Sofa nehmen wir uns Stoffproben aus dem Laden mit, da wir uns mit der Farbe unschlüssig sind.

Wieder zu Hause angekommen, bestellen wir uns aus dem Bett heraus unsere Wochenendeinkäufe, die 15 Minuten später geliefert werden. Wir lassen den Abend mit heimlich aus Goa geschmuggeltem Wein (Gujarat ist ja ein Dry State, in den man keinen Alkohol einführen darf 😇) und einem kleinen Snack ausklingen und freuen uns schon auf die neue Woche, die vor uns liegt, da wir nun endlich unsere Wohnung vollständig einrichten können.