Woche 4

Sonntag:

Ausflug zum Wadhvana Bird Sanctuary vor den Toren Vadodara‘s. Wir genießen die Ruhe, die Natur und den blauen Himmel.

Perfekte Tarnung
Die komischsten Vögel im Bird Sanctuary
Reisfelder

Wenn sich die Müllproblematik mal wieder in „Luft“ auflöst…

Nach all den Erlebnissen erstmal ’nen Tee

… und ein paar Punjabi Beats auf dem Heimweg

Montag:

Isi’s neues Lieblings-Hobby in Indien: Hunde stalken, vielleicht ist der reinrassige Straßendackel ja doch eines Tages dabei…

Die indische Arbeitsklamotte beginnt bereits in Woche 4 sich aufzulösen

Dienstag:

Heute geht es nach Ahmedabad zum FRRO (Foreigners Regional Registration Office), um uns in Indien zu registrieren und um unsere Identität physisch nachzuweisen. Ursprünglich hieß es, dass wir uns diese Reise sparen können, da die Registrierung inzwischen Online funktionieren sollte, nachdem sich aber nach 3 Wochen immer noch nichts getan hat, wir ohne die FFRO kein Konto eröffnen können, entsprechend kein Gehalt bekommen und auch keine Miete überweisen können, geht es heute per Auto in das gut 100 km entfernte Ahmedabad.

FRRO
Kleines Bienennest vor einem der Fenster
Besucherparkplatz vor dem FRRO
Wenn der Pfeil in die falsche Richtung zeigt, wird er kurzerhand zurechtgebastelt
Warten auf die Aufenthaltsgenehmigung

Cliff vertreibt sich die Zeit mit Fotografie

Zurück in Vadodara ziehen wir abends nochmal los, um uns Bettwäsche zu kaufen. Anschließend leckeres südindisches Abendessen. Im Tuk Tuk auf dem Heimweg wird es ganz schön eng mit unseren Einkäufen, aber wie wir durch unsere Beobachtungen der letzten Wochen wissen, ist das Fassungsvermögen eines Tuk Tuk‘s damit noch laaaange nicht ausgeschöpft…

Dosa‘s mit 3 verschiedenen Füllungen – nicht nur zum Frühstück ein Hit 🙂
Idli mit Sambhar und Kokos-Chutney
Statt Verdauungsschnaps gibt es hier nach dem Essen einen Mix aus verschiedensten Gewürzen

Mittwoch:

Da sag nochmal einer, Männer seien nicht kommunikativ 😂

Mit Schrecken bekommt Isi am Nachmittag eine Mail von der indischen Botschaft in Bern mit dem Titel „Indian Visa Missing Documents“. Als Isi die Mail öffnet, stellt sie erleichtert fest, dass sie zum Glück nicht Lavanchy Saia Serafina heißt und die Mail fehlgeleitet wurde. Das könnte ein Indiz dafür sein, weshalb sich unser Visa-Prozess vor ein paar Wochen dezent in die Länge gezogen hat…

Donnerstag:

Nach Feierabend und Abendessen ziehen wir um 21 Uhr los, um uns Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner zu kaufen. Der Laden ist angenehm leer und Cliff hat die volle Aufmerksamkeit von Manager, Deputy Manager und Assistant Manager für seine harten Preisverhandlungen.

Cliff‘s Rabattvorstellungen treiben den Managern die Tränen in die Augen und sie müssen erst den Obermanager in Mumbai anrufen, um sich den verhandelten Preis absegnen zu lassen. Morgen sollen wir Bescheid bekommen.

Mit etwas Phantasie könnte der doch als reinrassiger Straßendackel durchgehen, oder etwa nicht?

Bei Dunkelheit übernehmen die Kühe das Regime auf der Straße

Stau

Freitag:

Morgens auf dem Weg an die Arbeit sieht man ganz oft schlafende Kinder auf Mopeds, entweder zwischen ihren Eltern eingeklemmt oder zu vorderst auf den Mopeds sitzend, als würde sie der wilde Verkehrstrubel um sie herum nicht im geringsten etwas angehen.

Auf dem Heimweg von der Arbeit erhält Cliff einen Anruf von dem Elektrofachgeschäft, wir bekommen den gewünschten Rabatt und werden morgen vorbeigehen, um das Finanzielle zu regeln und um die Lieferdetails zu vereinbaren.

Ergebnis der Verhandlungen: 1182 CHF für einen sehr großen Electrolux Kühlschrank, eine Bosch Waschmaschine und einen Bosch Trockner.

Die Lieferung unserer Matratze ins Hotel hat glücklicherweise geklappt, jetzt steht dem Umzug am Wochenende nichts mehr im Weg.

Samstag:

Dosa gehört inzwischen zu Isi’s Grundnahrungsmittel

Cliff bleibt morgens eher klassisch bei Toastbrot und Marmelade und beäugt Isi’s Frühstückstreiben misstrauisch aus der Ferne

Heute geht es nochmal eine Runde Möbel shoppen und die Gegend unsicher machen, Isi gönnt sich ein paar neue Hosen, knapp 60 CHF für 5 Stück, die Qualität macht einen ganz guten Eindruck, die Bedenken, keine geeignete Kleidung in Indien zu finden, sind erstmal aus dem Weg geräumt.

Auf dem Werbeplakat eines Juweliers hat Isi vor ein paar Tagen einen sehr schönen Ring gesehen, wir gehen in den Laden, um uns den Ring live und in Farbe anzusehen. Als wir den Mitarbeitern das Bild zeigen, erklären sie uns, dass es diesen Ring bei ihnen gar nicht gibt. 😂Nun gut, wir ziehen also weiter…

Das Objekt der Begierde

Abends gibt es Valentins-Dinner im Hotel

Und so neigt sich unser erster Monat in Indien mit schnellen Schritten dem Ende entgegen…

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